skip to Main Content

Lupinenkaffee & Co.: 9 leckere Lebensmittel aus Lupinensamen

Die Samen der schönen Lupine sind sehr eiweißreich und eignen sich hervorragend für den Verzehr. Wir zeigen, was sich aus Lupinensamen alles machen lässt.

Lupinen gesalzen in Glas

Aus Lupinen lassen sich leckere Gerichte zaubern [Foto: Natalia Mylova/ Shutterstock.com]

Lupinen (Lupinus) werden gerne als Soja des Nordens bezeichnet – und das zu Recht. Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae) bilden dunkle Samen aus, die einen Proteingehalt von bis zu 40 % haben. Diese können zu Tofu, Joghurt, Kaffee und vielen anderen Leckereien für den bewussten Genießer gemacht werden, der auf regionalen Anbau und den Verzicht tierischer Produkte Wert legt.

Achtung: Nur die ungiftige Süßlupine essen

Lupine ist nicht gleich Lupine. Die ursprünglichen mehr als 200 Arten sind ohne Vorbehandlung giftig und können nicht ohne Weiteres verzehrt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Doch dank intensiver Züchtung gibt es seit den 1930ern Lupinensorten, die nicht giftig sind. Sie enthalten nur sehr wenig bis gar kein Lupinin und Spartein. Diese bitterstoffarmen Sorten werden Süßlupinen genannt. Sie sind aber trotz ihres Namens und auch ohne die Bitterstoffe nicht besonders süß. Doch auch für die störenden Aromastoffe gibt es heutzutage eine Lösung. Das Fraunhofer-Institut hat eine Technik entwickelt, mit der sich geschmacksneutrales Lupinenproteinisolat herstellen lässt. So lassen sich auch leckere Joghurts und sogar Eis aus den Samen herstellen.

Wilde Lupine blaue Blüte

Insbesondere bei Garten- und Wildlupinen enthalten die Samen einen giftigen Bitterstoff [Foto: alybaba/ Shutterstock.com]

Wir empfehlen zum Anbau von Zierpflanzen folgende Produkte:
  • Plantura Bio Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Floragard Blumenerde: Allround-Erde für Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen. Aqua-Plus® sorgt für eine optimale Wasseraufnahme. Optimale Nährstoffversorgung für kräftige und vitale Pflanzen mit prachtvollen Blüten.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Leckeres aus Lupinensamen

Lupinen sind regelrechte Eiweißbomben und reich an Antioxidantien und antimikrobiellen Stoffen. Selbst eine krebshemmende Wirkung wird ihnen nachgesagt. Kein Wunder, dass der Markt um dieses Superfood regelrecht boomt. Nicht nur, dass Lupinen eine regionale Alternative zu Soja darstellen, sie bilden mit ihrem niedrigen glykämischen Index außerdem eine wichtige Eiweißquelle für Diabetiker und ernährungsbewusste Sportler. Der durchweg positive Ruf dieser Eiweißquelle spiegelt sich in unserer „Post-Fastfood-Gesellschaft“ in einer abwechslungsreichen und immer größer werdenden Produktpalette wieder.

1. Lupinenjoghurt

Inzwischen gibt es den veganen Joghurt in vielen verschiedenen Geschmackrichtungen. Von Heidelbeere bis Stracciatella findet jeder seine Lieblingssorte. Der cremige Lupinenjoghurt ist etwas stichfester als Joghurt aus Kuhmilch.

2. Lupinenkaffee

Lupinenkaffee wird aus den schonend gerösteten Samen gewonnen. Der entstandene Kaffeeersatz hat ein mildes ausgewogenes Kaffeearoma mit einer Unternote von Mandel und Herbstlaub. Das Lupinenprodukt enthält kein Koffein und wirkt somit nicht anregend.

Lupinen Kaffee

Sogar Kaffee kann aus Lupinen gemacht werden [Foto: Natalia Vinokurova/ Shutterstock.com]

3. Lupinenmehl

Die meisten Lupinensamen werden zu Mehl verarbeitet. Hier trumpfen die Eigenschaften der Lupine gleich dreimal auf. Zum einen liegt der Proteingehalt bei rund 40 %, was dem von zum Beispiel Vollkornweizenmehl um das Vierfache überbietet. Zum anderen hat das Mehl eine sehr gute Bindefähigkeit, was den Einsatz von Eiern in der Weiterverarbeitung erübrigt. Außerdem sind die entstehenden Backwaren länger haltbar als üblich. Das Mehl hat allerdings einen sehr stark nussigen Eigengeschmack und eine gelbliche Färbung, die ab einem Gehalt von 15 bis 25 % durchkommen.

4. Lupineneis

Auch kleine Schleckermäulchen kommen bei Lupinen auf ihre Kosten, denn es gibt sie auch als Eis. Die vegane Variante ohne Laktose gibt es in den gängigen Sorten Schokolade, Vanille, Karamell und Erdbeere.

5. Lupinenschnitzel und Lupinentofu

Meist wird Lupinentofu, auch Lopino genannt, zu Fleischersatzprodukten weiterverarbeitet, denn als Reinprodukt hat es einen leicht bitteren Geschmack. Dieser lässt sich beim veganen Schnitzelersatz nicht mehr herausschmecken. Allerdings bieten neue Techniken, wie oben erwähnt, jetzt auch die Möglichkeit, geschmacksneutralen Tofu herzustellen.

6. Lupinennudeln

Die Nudeln enthalten viel Eiweiß und keine Eier, was sie ideal für vegane Low-Carb-Fans macht. Meist wird für die Produktion Lupinenmehl mit dem Mehl roter Linsen gemischt.

Lupinen Pasta weißer Teller

Leckere Pasta aus Lupinen ist gesund und sehr eiweißreich [Foto: Jan Wischnewski/ shutterstock.com]

7. Diätprodukte und Proteinpulver

Lupinen haben einen sehr niedrigem Fett- und Kohlenhydratgehalt und eignen sich daher für eine cholesterinfreie und dennoch vollwertige und eiweißreiche Ernährung. Dadurch unterstützen sie das Abnehmen, den Muskelaufbau und die Fettverbrennung. Deshalb gibt es inzwischen viele Fitnessprodukte, die Lupinen enthalten.

8. Lupinenmilch

Lupinenmilch bietet eine nachhaltige und regionale Alternative zu Kuh- und Sojamilch. Hierfür werden die Samen ungefähr acht Stunden in Wasser eingelegt und danach gemixt, bis eine dickflüssige Mischung entsteht. Die Mischung wird abgepresst und man erhält Lupinenmilch.

9. Brotaufstrich

Der Brotaufstrich aus Lupinen lässt sich ganz einfach selber machen. Man braucht lediglich:

  • 100 g Lupinensamen (roh oder gegart)
  • 1 EL Tahin (Sesammus)
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Rohe Samen müssen zuerst zwei Stunden gekocht werden. Die Samen verlieren dabei übrigens nicht ihre feste Konsistenz. Das Kochwasser abgießen und die Samen abkühlen lassen. Bei vorgegarten Samen entfällt dieser Schritt. Samen zusammen mit Tahin, Öl und Zitronensaft pürieren. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dieser Aufstrich ist ein Grundrezept und kann beliebig mit frischen Kräutern, Gemüse und was auch immer einem schmeckt verfeinert werden.

Virginia

Ich studiere Pflanzenbiotechnologie und sehe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.
Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

Back To Top