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Paprika anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit

Paprika im eigenen Garten anbauen: Wir stellen geeignete Sorten vor und geben Tipps und Tricks von der Aussaat, über Pflege und Düngung, bis hin zur Ernte.

Jalapeno Jungpflanzen im Blumentopf

Chili-Jungpflanzen der Sorte Jalapeno kurz vor dem Auspflanzen. [Foto: StacyCC BY 2.0]

Die Paprika (Capsicum) ist ein Mitglied der Nachtschattengewächs-Familie (Solanaceae), wie die Tomate und auch die Aubergine. Der Ursprung der Paprika liegt in Mittel- und Südamerika. Dort wurde bereits 7000 v. Chr. aktiver Anbau betrieben. Nach der Entdeckung Südamerikas brachte Christoph Kolumbus die Samen nach Spanien und bezeichnete diese als Pimienta, was im Spanischen Pfeffer bedeutet. Seither ist diese Bezeichnung in Spanien geläufig und bis heute werden zahlreiche Paprikasorten auf der iberischen Halbinsel angebaut. Der Anbau in deutschen Gärten ist aber auch möglich. Am besten eignen sich Tomaten- oder Gewächshäuser, aber auch die Kultivierung im Freiland, auf dem Balkon oder der Terrasse ist problemlos möglich.

Die richtige Paprika-Sorte wählen

Zur Auswahl stehen unterschiedliche Sorten, ein paar beliebte hier kurz zusammengefasst:

  • De Capriglio: Sorte aus Norditalien; mit runden und roten Früchten.
  • Gelber Tomatenpaprika: Sorte aus Ungarn; flache, gerippte Früchte; gelb bis orange Färbung.
  • Gypsy: gute Sorte für das Gewächshaus.
  • Lemon Drop: gelber Spitzpaprika mit dezenter Zitrusnote; etwas scharf.
  • Neusiedler Ideal: mittelreife Sorte mit sehr großen Paprikafrüchten; rote Reifung.
  • Roter Augsburger: für Freilandanbau geeignet; sehr süße, rote Früchte.
  • Sweet Chocolate: große, violette Früchte.

Paprika anbauen – so geht es Schritt für Schritt

Wir bringen Sie mit einer Kurzanleitung durch das Gartenjahr – vom Samen bis hin zum frischen Paprika.

  1. Gegen Ende Februar bis in die erste Märzwoche sollten Sie mit der Keimung beginnen. Unsere Empfehlung ist ein kleines Gewächshaus oder auch das Aufstellen auf einer passenden Fensterbank.
  2. Verwenden Sie am besten Quelltöpfe aus Torf und pflanzen Sie Ihre Stecklinge inklusive Torf- Ummantelung in geeignete größere Töpfe um, sobald die Jungpflanzen eine Höhe von etwa 10 bis 15 cm erreicht haben. Achten Sie stets auf ausreichend Sonnenlicht und Wärme!
  3. Sind die Eisheiligen vorbei, gehen Sie über am besten gleich zur Anpflanzung ins Freiland, ins Gewächshaus, auf den Balkon oder auf Ihre Terrasse. Gewöhnen Sie die kleinen Paprika-Pflänzchen an die neue Umgebung, die direkte Sonne und die noch ungewohnten Temperaturen. Dazu stellen Sie die Töpfe über ein paar Tage stets etwas länger an den gewünschten Standort, danach kann mit der Einpflanzung begonnen werden.
  4. Der Platz für die Paprikapflanzen sollte viel Sonne hergeben und gute Bodenverhältnisse vorweisen. Verbessern Sie jedes Pflanzloch mit reichlich Kompost, Hornspänen und ggf. auch mit etwa Mist. Lockern Sie das umliegende Erdreich am besten auch zusätzlich auf!
  5. Die gründliche Vorbereitung für die Pflanzmulde ist wichtig; hier ist unsere Empfehlung etwa ein Loch von 40 bis 50 cm Tiefe vorzubereiten.
  6. Setzen Sie die Stecklinge so tief wie möglich ein und lassen Sie ringsum einen Abstand von ca. 40 x 40 cm.
  7. Wichtig ist, das Wachstum im Auge zu behalten. Sobald die Paprikapflanzen eine Höhe zwischen 20 und 30 cm erreicht haben, müssen Sie den Leittrieb herausbrechen. Bei großwachsenden Sorten muss die erste Blüte der Paprika (Königsblüte) ausgebrochen werden. Dadurch wächst die Paprikapflanze in die Breite!
  8. Über den Sommer können Sie mit einem Volldünger zusätzliche Nährstoffe zugeben. Achten Sie aber darauf, dass dieser keinen Stickstoff enthält! Dadurch würden die Pflanzen zu üppig wachsen, aber kaum noch Blüten bilden.
  9. Geerntet wird sortenabhängig von August bis in den Oktober hinein. Nach einem durchwachsenen Sommer schaffen es vielleicht nicht alle Schoten auszureifen. Noch grüne Paprika können Sie einfach abnehmen und auf einer Fensterbank nachreifen lassen.
Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Floragard Bio Tomaten- & Gemüseerde: Torffreie Spezialerde mit Kompost zur optimalen Nährstoffversorgung für Tomaten im Gemüsebeet, Gewächshaus sowie Balkon und Terrasse.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.
  • Cuxin organischer Volldünger Orgasan: Organischer Gartendünger für Gemüse, Obst und Ziergärten mit langer und kontinuierlicher Wirkungsdauer.

Wichtiger Tipp: Kennzeichnen Sie Ihre Sorten mit dem jeweiligen Namen, um zur Erntezeit die perfekte Farbe und damit den besten Zeitpunkt zum Einholen der frischen Schoten ermitteln zu können.

Sind Sie ein passionierter Paprika-Hobby-Anbauer? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns!

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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