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Portulak-Röschen: Tipps zum Anbau der Portulaca grandiflora

Viele kennen Portulak nur als Gemüse, nicht aber als Blume. Hier erfahren Sie, wie man das Portulak-Röschen im eigenen Garten richtig pflanzt und pflegt.

Bunte Portulak-Röschen am Strauch
Portulak-Röschen sind zwar mit dem Gemüse-Portulak verwandt, aber nicht essbar [Foto: NOPPHARAT STUDIO 969/ Shutterstock.com]

Zwar gehören der Gemüse-Portulak (Portulaca oleracea) und das Portulak-Röschen (Portulaca grandiflora) zur selben Gattung (Portulaca), sie werden aber unterschiedlich angebaut und verwendet. Während der Gemüse-Portulak zum Verzehr genutzt wird, ist das Portulak-Röschen eine Zierpflanze. Es handelt sich um eine wunderschöne Blume, die in bunten, leuchtenden Farben auf dem Beet, dem Balkon oder der Terrasse blüht. Das Portulak-Röschen ist eine attraktive Sommerpflanze, bei der man wenig falsch machen kann. In unserem Artikel verraten wir Ihnen alles, was Sie über das Portulak-Röschen wissen müssen: von der Herkunft über das Pflanzen bis hin zur Pflege.

Gemüse-Portulak liegt gerade wieder voll im Trend und wird als nahrhaftes grünes Gemüse geschätzt. Nicht zu unterschätzen sind aber die mit ihm verwandten Portulak-Röschen. Diese stammen aus der Gattung Portulak und aus der Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae). Weltweit existieren etwa 100 Arten der schönen Blume, in Europa findet man allerdings nur zwei. Mit leuchtenden, kräftigen Farben wie Orange, Pink, Gelb und Rot oder strahlendem Weiß und sogar in zartrosa Pastelltönen bieten die Blüten des Portulak-Röschens eine breite Palette und sorgen überall für bunte Akzente. Besonders ist die außerordentlich lange Blütezeit des Pflänzchens: Die kunterbunten Blüten können Sie von Juni und sogar bis in den Oktober hinein bewundern. Und nicht nur im Beet lassen sich die schönen Blumen gut anbauen – auch im Topf fühlen sie sich wohl, sodass auch Menschen ohne Garten in den Genuss dieser Pflanze kommen können. An einem sonnigen Plätzchen schmückt die Blume auch Balkone oder Terrassen – allerdings nur, wenn die Sonne scheint. An trüben und bewölkten Tagen öffnet das Portulak-Röschen seine Blüten nicht. Obwohl mit dem Gemüse-Portulak eng verwandt, ist das Portulak-Röschen nicht essbar. Zwar sind die Blüten und Blätter nicht giftig, vom Verzehr ist aber trotzdem abzuraten.

Herkunft und Eigenschaften des Portulak-Röschens

Ursprünglich stammt Portulaca grandiflora aus Südamerika: In Uruguay, Paraguay und Argentinien fühlt sie sich auf sandigen Böden heimisch. Allerdings kann sie in allen Ländern mit frostfreiem Klima gut gedeihen und kommt dort auch verwildert vor. Im frühen 19. Jahrhundert kam die Blume erstmals nach England, von dort trat sie dann ihren Siegeszug auf fast alle Kontinente an. Heute ist sie eine beliebte Sommerpflanze – nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt.

Portulak-Röschen im Beet
Nur in der Sonne entfalten die Röschen ihre volle Blüten- und Farbenpracht [Foto: studio2013/ Shutterstock.com]

Portulak-Röschen sind einjährige oder schwach ausdauernde sukkulente bzw. halbsukkulente Pflanzen. Sie werden nur circa fünfzehn Zentimeter hoch und wachsen meist stark in die Breite. Die Blätter sind ausgebreitet 20 bis 25 Millimeter lang, zwei bis drei Millimeter breit und nahezu rund. In den Blattachseln sind zahlreiche wollige, weißliche Haare zu finden, die aber kürzer als die Blätter sind. Die Blütenstände sind von acht bis zehn Blättern umgeben. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern erreichen. Diese können sowohl gefüllt als auch ungefüllt sein. Daraus entwickeln sich schließlich vier bis sechs Millimeter große, aufreißende Früchte, in denen sich sehr kleine schwarze Samen befinden.

Portulak-Röschen kaufen: Das sollten Sie beachten

Portulak-Röschen eignen sich wunderbar für Garten-Anfänger und Menschen ohne grünen Daumen. Sie sind pflegeleicht und eigentlich unkaputtbar. Als einjährige Pflanzen müssen sie aber jedes Jahr neu ausgepflanzt werden. Wer sich nicht die Arbeit der Selbstanzucht machen möchte, kann sich einfach im Handel vorgezogene Pflanzen kaufen. Ab dem Frühjahr sind diese in Gartencentern, Gärtnereien und auch im Internet preiswert zu finden. Beim Kauf spielt die Sortenwahl eine Rolle, da diese über Wuchs und Blütenfarbe der Pflanzen entscheidet. Wir haben im Folgenden eine kleine Übersicht von empfehlenswerten Sorten für Sie zusammengestellt.

Empfehlenswerte Portulak-Röschen-Sorten:

  • ˈBicolorˈ: Diese Sorte blüht zweifarbig in Gelb und Pink. Sie mag es besonders sonnig und heiß
  • ˈCarnavalˈ: So bunt wie die Kostüme beim Karneval sind die Blüten dieser Sorte; sie können gelb, orange, rot oder pink sein
  • ˈSundial Chiffonˈ: Durch eine besonders frühe Blüte zeichnet sich diese Sorte aus; sie blüht bereits ab Juni mit rosaroten, halbgefüllten Blüten
  • ˈStopwatch Creamˈ: Cremefarben mit einer rosa Mitte kommen die Blüten dieser Sorte daher
  • ˈSundial Goldˈ: Diese Sorte eignet sich optimal als Bodendecker, da sie dicht verzweigt; die Blüten sind gerüscht und gold-gelb
Portulak-Röschen der Sorte Sundial Chiffon
Die Sorte ˈSundial Chiffonˈ blüht rosarot [Foto: Akenarin/ Shutterstock.com]

Wichtig beim Kauf ist außerdem, auf eine gesunde und kräftige Pflanze zu achten. Die Blätter sollten beim Kauf intakt sein und einen kräftigen, grünen Eindruck machen. Außerdem sollte die Pflanze frei von Schädlingen oder Krankheiten sein.

Was ist beim Kauf von Portulak-Röschen wichtig?

  • Sortenwahl
  • Vitale Pflanze
  • Unbeschädigte Blätter
  • Satte, grüne Farbe
  • Keine Krankheiten oder Schädlinge

Worauf Sie beim Kauf von Portulak im Allgemeinen achten sollten, erfahren Sie hier in unserem Spezial-Artikel zum Thema.

Portulak-Röschen pflanzen: Standort und Besonderheiten

An sonnigen und warmen Standorten kann das Portulak-Röschen zeigen, welche Farbenkraft in ihm steckt. Im Halbschatten büßt die Blume viele Blüten ein und fühlt sich einfach nicht so wohl. Der Boden oder das Substrat für das Röschen sollte mager und sandig sein. Sowohl im Garten als auch im Topf können Sie daher zu schwere Erde mit Sand mischen, um es der Blume möglichst gemütlich zu machen.

Standortansprüche des Portulak-Röschens:

  • Möglichst sonnig
  • Möglichst warm
  • Magerer, leichter und sandiger Boden

Sobald die Eisheiligen Mitte Mai verstrichen sind, kann das Portulak-Röschen ausgepflanzt werden. Bereiten Sie das Beet vor, indem Sie die Erde gut auflockern und Steine und Unkraut entfernen. Ist der Boden zu schwer, mischen Sie außerdem Sand unter. Für das Pflanzen im Topf legen Sie eine Drainageschicht mit Tonscherben oder Kies an. Als Substrat eignet sich handelsübliche Blumenerde, die Sie zu einem Fünftel mit Sand oder feinem Splitt mischen. Nun graben Sie in einem Abstand von 10 bis 20 Zentimetern kleine Löcher in das Beet oder in den Topf. Hier hinein setzen Sie die Pflänzchen – aber nur so tief, wie sie auch vorher im Anzuchttopf standen. Nun wird alles gut angegossen und auch in den folgenden Tagen gut feucht gehalten. Nach einer Woche reduzieren Sie die Wassergaben schrittweise.

Portulak-Röschen im Terracotta-Topf
Portulak-Röschen passen sowohl ins Beet als auch in den Topf [Foto: terra incognita/ Shutterstock.com]

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Pflanzen von Portulak-Röschen:

  • Beet vorbereiten: Lockern und Unkraut entfernen
  • Topf vorbereiten: Drainageschicht anlegen
  • Erde oder Substrat mit Sand mischen
  • Kleine Pflanzlöcher graben
  • Pflanzabstand: 10 – 20 cm
  • Pflanztiefe: Nicht tiefer als im Anzuchttopf
  • Angießen
  • Nach einer Woche Wassergaben schrittweise reduzieren

Tipp: Gute Partner für das Portulak-Röschen mit ähnlichen Ansprüchen an Sonne, Wasser und Nährstoffe sind die Mittagsblume (Dorotheanthus) oder das Mittagsgold (Gazania).

Portulak-Röschen pflegen

Ist das Portulak-Röschen erst einmal gepflanzt und es gefällt ihm an seinem Standort, dann fällt es vor allem durch seine Blütenpracht auf und nicht durch zeitaufwendige Pflege. Trotzdem sollten Sie das Gießen, Mulchen und Düngen im Blick behalten, um möglichst lange etwas von der schönen Blüte zu haben.

Als Sukkulente benötigt das Röschen nur wenig Wasser, auch längere Durststrecken machen ihm nichts aus. Ganz im Gegenteil – zu viele Wassergaben sind zwar gut gemeint, richten aber eher Schaden an. Im Beet müssen Sie das Blümchen eigentlich nur in extremen Trockenperioden gießen. Sonst kommt es ohne Wasser Ihrerseits aus. Im Topf wird nur dann gewässert, wenn die oberste Schicht des Substrates abgetrocknet ist. Prüfen Sie mit dem Finger nach, ob die Pflanze wirklich Wasser braucht.

Portulak-Röschen in Orange von Hand berührt
Portulak-Röschen benötigen wenig Pflege [Foto: pangcom/ Shutterstock.com]

Auch was den Dünger betrifft, mag es Portulaca grandiflora eher spartanisch. Legen Sie nach dem Pflanzen eine dünne Mulchschicht aus Kompost um die Pflänzchen im Beet und sie brauchen den ganzen Sommer nicht mehr gedüngt zu werden. Alternativ können Sie auch einmalig einen Dünger mit organischer Langzeitwirkung – wie unseren Plantura Bio-Blumendünger – verwenden. Im Topf freut sich das Röschen ebenfalls einen umwelt- und ressourcenschonenden Bio-Dünger mit organischer Langzeitwirkung. Dieser muss nur alle zwei Monate verabreicht werden und schonend für Menschen, Tiere und die Natur. Wenn Sie zusätzlich alle verwelkten Blüten konsequent und regelmäßig abzupfen, steht einer üppigen und langen Blüte in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon nichts mehr im Wege.

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Wie werden Portulak-Röschen gepflegt?

  • Im Beet nur bei extremer Trockenheit gießen
  • Im Topf gießen, wenn oberste Substratschicht abgetrocknet ist
  • Im Beet nach dem Pflanzen eine dünne Schicht Kompost als Mulch ausbringen
  • Alternativ einmalige Gabe von Dünger mit organischer Langzeitwirkung
  • Im Topf alle 5 – 6 Wochen Sukkulenten-Dünger
  • Alternativ alle 2 Monate Dünger mit organischer Langzeitwirkung
  • Verwelkte Blüten abzupfen

Sie können von Portulak-Röschen einfach nicht genug bekommen? Dann gefällt Ihnen bestimmt auch der Sommer-Portulak. Alles über das Trend-Gemüse können Sie hier nachlesen.

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