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Radicchio: Überblick zu neuen, alten, früh- und spätreifen Sorten

Radicchiosorten gibt es in verschiedenen Formen (länglich, rund). Auch in der Farbausprägung und Erntezeit unterscheiden sich die Sorten.

Radicchio kann auch in Deutschland im eigenen Garten angebaut werden. [Foto: Paul]

Die Herkunft der meisten Radicchio Sorten ist der Norden Italiens. Hier gedeihen die unterschiedlichsten Radicchio Pflanzen wirklich prächtig. Für den Hobbygärtner gilt es danach zu unterscheiden, wann der Radicchio angebaut beziehungsweise geerntet werden soll. Entweder es wird im Sommer ausgesät und dann im Laufe des Herbsts geerntet oder erst im Herbst ausgesät.  Die späten Sorten sind bis zu einem gewissen Grad winterhart und auch schon die Jungpflanzen besitzen eine gute Resistenz gegen Kälte. In etwas milderen Gebiet wird auch in Deutschland zur Winterzeit Radicchio unter Flies, Folientunneln oder Gewächshäusern erfolgreich angebaut.

Die zahlreichen Radicchio Sorten unterscheiden sich hauptsächlich in der Farbe, Form und Erntezeit.

Im Folgenden haben wir einige bekannte Sorten hinsichtlich ihrer Form aufgelistet:

Runder Radicchio:

  • Rosso di Chioggia: typisch runde-dunkelrote Radicchio Form und Farbe mit weiß-gerippten Blättern; recht häufig in Deutschland angeboten.
  • Indigo: bekannte, rundliche Kopfform mit dunkelroten, weiß-gerippten Blattwerk.
  • Palla Rossa: runde, kleine Radicchioköpfe; appetitliches Rot mit weißen Blattrippen.

Länglicher Radicchio:

  • Di Trevisio: ungewöhnlich hochwachsender Radicchio; gute Widerstandskraft gegen Kälte; weiß-gerippte dunkelrote Blätter.
  • Granato: längliche Kopfform; tiefrote Blätter mit weißen Blattrippen; ausgezeichnet zum Dippen von Saucen, Cremes und auch zum Belegen und Dekorieren von Broten wunderbar zu verwenden.

Bunter Radicchio:

  • Galileo: gelber bis hellgrüner Radicchio mit besonderen pink-roten Flecken; feiner milder Geschmack, bestens für Salate zu empfehlen.
  • Variegata di Castelfranco: pink-rot gefleckter Radicchio mit hellgelben Blättern; die Form ähnelt dem eines normalen Salatkopfes; wird auch umgangssprachlich als Orchideensalat bezeichnet; hervorragender, milder Geschmack; perfekt für Salate; eine echte Spezialität aus der Region um Castelfranco Veneto im Norden Italiens; als Rarität kann so eine Radicchio-Spezialität schon mal bis zu 15€ pro Salatkopf kosten.
  • Variegata di Lusia: feste Radicchioköpfe in einem hellen Grün; ganz feiner, milder Geschmack.
  • Rosalba: die Blätter haben eine hellrosa Färbung; eine eher selten gezüchtete Sorte.

Sind Sie auch ein begeisterter Radicchio-Hobby-Anbauer? Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen!

Vielen Dank an die Photographen Darren Milligan, Fabrizio Iannaccone, msdeena und Paul.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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