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Rhabarber Saison: Rhabarber ernten und haltbar machen

Um Rhabarber zu genießen, muss man über die Erntezeit Bescheid wissen. Bis wann kann man Rhabarber ernten und wie kann man ihn anschließend haltbar machen?

wie lange darf man Rhabarber ernten

Ab dem 24. Juni sollte aus Rücksicht auf Rhabarberpflanze die Ernte eingestellt werden. [Foto: Emma ForsbergCC BY 2.0]

Die Stangen des Rhabarbers enthalten viel Vitamin C und schmecken hervorragend in Süßspeisen, Kuchen, Säften und in Marmelade. Rhabarberblätter dagegen sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden.

Rhabarber richtig ernten und Erntezeit

Geerntet wird erst im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Es werden immer nur so viele Stiele geerntet, dass die Pflanze noch genügend Blätter hat, um weiter Photosynthese zu betreiben und Energie für weiteres Wachstum zu haben – die Pflanze soll schließlich einige Jahre überleben. Von einer ausgewachsenen Rhabarberpflanze mit einem Quadratmeter Durchmesser können ungefähr 6 bis 8kg Rhabarber geerntet werden.

Rhabarber ernten: Vorgehen

Die Rhabarberstangen werden vorsichtig so weit wie möglich am Ansatz herausgedreht oder abgeschnitten. Dabei muss man sichergehen, dass man keine Teile vom Wurzelstock abtrennt und von den Stangen die Blätter entfernt (sowohl Wurzelstock als auch Blätter sind giftig!).

Tipp: Die Blätter beinhalten Wirkstoffe, mit denen Stammwunden an Obstbäumen behandelt werden können. Einfach die Blätter an den Stammwunden reiben.

Rhabarber ernten: Erntezeit

Die Erntezeit beginnt im April und dauert an bis zum Johannistag (24. Juni). Anschließend sollte nicht mehr geerntet werden, um der Pflanze eine Ruhe- und Erholungsphase zu gönnen. Außerdem steigt der Oxalsäuregehalt in den Rhabarberstangen mit der Zeit an, was ihn gesundheitlich weniger wertvoll macht.

Rhabarber haltbar machen

Frisch geerntete Stängel halten sich bis zu einer Woche und lassen sich mit zunehmendem Alter immer schlechter schälen. Die relativ lange Erntezeit macht es möglich, immer wieder frisch einige Stangen zu ernten.

Rhabarber einkochen: Rhabarberkompott

Wer den Rhabarber nicht rechtzeitig verarbeiten kann oder für späteren Genuss haltbar machen möchte, der kann ihn zum Beispiel als Kompott einkochen, Saft daraus gewinnen oder Marmelade kochen. Besonders in Kombination mit Erdbeeren oder Himbeeren ergibt Rhabarber eine ausgezeichnete Konfitüre und auch ein sehr leckeres Kompott.

Tipp: Wird fein geschnittener Rhabarber mit Zucker bestreut, zieht das den Saft aus dem Rhabarber. Nach ungefähr 30 Minuten im Kühlschrank kann das Zuckerwasser abgegossen und aufgefangen werden. Das ist einerseits ein Trick, damit der Kuchen, den man mit Rhabarber belegen will, weniger „durchweicht“. Auf der anderen Seite kann dieses Zuckerwasser wie Sirup mit Sprudelwasser aufgegossen werden und ist ein leckeres, erfrischendes Getränk.

Rhabarber einfrieren

Allzu oft hintereinander kann einem im Frühsommer schon mal der Appetit auf Rhabarber vergehen. Für diesen Fall bietet die Tiefkühltruhe Abhilfe. Gewaschen, geschält und klein geschnitten kann Rhabarber ganz leicht eingefroren werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann aus diesem Rhabarber dann ein Kompott, Kuchen oder ein anderes Dessert entstehen. Soll eingefrorener Rhabarber für einen Kuchen dienen, muss der Rhabarber unbedingt zuerst vollständig aufgetaut und abgetropft werden.

Wichtig: Bei jeder Art der Verarbeitung ist zu beachten, dass Rhabarber nicht in Aluminiumgefäßen liegt oder gekocht wird und nicht mit Alufolie abgedeckt wird. Die im Rhabarber enthaltene Säure greift das Aluminium an und löst gefährliche Stoffe.

Rhabarber und seine Inhaltstoffe

Der typische Zahnbelag, den man nach dem Genuss von Rhabarber verspürt, zeugt von der im Rhabarber enthaltenen Oxalsäure. Diese auch in Spinat und Mangold enthaltene Säure verschlechtert die Eisenaufnahme im Körper und verursacht einen Calcium-Mangel. Um dem Calcium-Mangel entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, Rhabarber gemeinsam mit calciumreichen Lebensmitteln aufzunehmen, also zum Beispiel Rhabarberkompott mit einem Vanillepudding, Sahnequark oder Grießbrei zu verzehren.

Menschen, die unter Eisenmangel leiden, sollten Speisen mit Rhabarber nicht zu oder unmittelbar nach anderen Mahlzeiten verzehren. Gicht-, Rheuma- Arthritis- oder Nierenerkrankte sollten grundsätzlich zurückhaltend beim Verzehr von oxalsäurehaltigen Lebensmitteln sein.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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