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Salatsorten: Grüne, rote & bunte Sorten (detaillierte Übersicht)

Hier finden Sie alte und neue Salatsorten in einer detaillierten Übersicht und wir stellen Ihnen die wichtigsten Salatarten von Kopfsalat über Chicorée mit Bildern vor.

Verschiedene Salatsorten im Garten
Salat wird grob in zwei Gruppen unterteilt: Die Lattich- und die Zichorien-Gruppe [Foto: rosesmith/ Shutterstock.com]

Die Welt des Salates (Lactuca sativa) ist vielfältig und bunt. Sie müssen sich aber nicht für eine Salatart oder -sorte entscheiden, sondern können eine breite Vielfalt von Salaten im eigenen Garten anbauen. So kann fast das ganze Jahr hindurch frischer Salat geerntet werden.

Welche Salatsorten und –arten gibt es?

Botanisch lassen sich die meisten bekannten Salate in zwei Gruppen unterteilen: Die Lattich-Gruppe (Lactuca) und die Zichorien-Gruppe (Cichorium). Typisch für die Lattich-Gruppe ist der milchige, weiße Pflanzensaft, der aus Schnittstellen austritt und leicht bitter ist. Zu der Gruppe gehören unter anderem Kopfsalat, Eisbergsalat, Bataviasalat, Romanasalat, Pflück- und Schnittsalat – zu diesem zählen Eichblattsalat sowie Lollo Rosso bzw. Bionda. Die zweite Gruppe beinhaltet die Zichorien wie zum Beispiel Chicorée, Endivien, Radicchio, Blattzichorie und Zuckerhut. Salate dieser Gruppe sind deutlich bitterer als Lattich-Salat. Dafür trumpfen sie aber auch mit einem höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf.

Übersicht der Salatarten nach Gruppen:

  • Lattich-Gruppe: Kopfsalat, Eisbergsalat, Bataviasalat, Romanasalat, Pflück- und Schnittsalat (wie Lollosalat oder Eichblattsalat)
  • Zichorien-Gruppe: Chicorée, Endivie, Radicchio, Zuckerhut, Blattzichorie
  • Weitere Salate ohne Gruppe: Feldsalat, Rucola, Portulak, Postelein

Salatarten und -sorten der Lattich-Gruppe

Knackig, meist grün und gesund: Die Salate aus der Lattich-Gruppe sind die Salatklassiker schlechthin. Im Folgenden stellen wir Ihnen die einzelnen Arten der Lattich-Gruppe vor und zeigen Ihnen eine Auswahl an empfehlenswerten Sorten.

Bataviasalat

Bataviasalat (Lactuca sativa var. capitata) ist vielen noch gar kein Begriff, da diese Salat-Art erst seit Kurzem bei uns populärer wird. Der Salat aus Frankreich ähnelt vom Aussehen Kopf- oder Eisbergsalat. Das Besondere an dieser Art sind die am Blattrand stark gekräuselten Blätter. Diese sind meistens grün, je nach Sorte können sie aber auch rötlich oder grün mit rotem Rand sein.

Grüne Bataviasalat-Sorten:

  • ˈAgribelˈ: Lockere Köpfe mit stark gekräuselten Blättern
  • ˈDoree de printempsˈ: Diese Sorte trägt grüne Blätter, die außen gewellt und blasig sind
  • ˈImpressionˈ: Diese Sorte hat einen offenen, kugeligen Wuchs und leicht gewellte, hellgrüne Blätter
  • ˈKendoˈ: Besonders knackige Blätter
  • ˈLenyˈ: Besonders große und hellgrüne Salatköpfe
  • ˈSolasieˈ: Satte, hellgrüne sowie stark gewellte und blasige Blättern
Blätter von Bataviasalat
Das Besondere an Bataviasalat sind die am Blattrand gekräuselten Blätter [Foto: Ivan4es/ Shutterstock.com]

Rote und bunte Bataviasalat-Sorten:

  • ˈAmerikanischer Braunerˈ: Diese Sorte trägt außen braunrote und innen grüne, zart gewellte Blätter
  • ˈKamaliaˈ: Trägt stark gekräuselte, rötliche Blätter
  • ˈMaravilla de Veranoˈ: Diese Sorte ist rot mit zartem, hellgrünem Herz
  • ˈSaragossaˈ: Trägt grüne Blätter, die zu den Blatträndern leicht rötlich werden und bildet keine festen Köpfe
  • ˈSteirer Krauthäuptelˈ: Diese Sorte ist auch als Grazer Salat bekannt und bildet lockere Köpfe, die grüne Blätter mit einem roten Rand haben
  • ˈTarengoˈ: Trägt rot-grüne Blätter, die leicht blasig sind
  • ˈTeideˈ: Eignet sich besonders gut als Schnitt- oder Pflücksalat

Eichblattsalat

Der Eichblattsalat (Lactuca sativa var. crispa) wird manchmal auch Eichlaubsalat oder Amerikanischer Pflücksalat genannt, weil sich seine teilweise losen Köpfe ideal als Schnitt- oder Pflücksalat eignen. Er ist also eine Variation des Pflücksalates. Andere Sorten hingegen bilden auch festere Köpfe aus, die als Ganze geerntet werden können. Die typischen Blätter des Eichblattsalates erinnern mit ihren gewellten Rändern stark an Eichenlaub.

Eichblattsalat-Sorten mit grünem Laub:

  • ˈPiroˈ: Bringt besonders große Köpfe mit festen, grünen Blättern hervor
  • ˈRadichettaˈ: Gezackte, spitz zulaufende, grüne Blätter lassen die Köpfe dieser Sorte ganz besonders aussehen
  • ˈSalad Bowlˈ: Bildet besonders große Köpfe mit sattgrünen Blättern
  • ˈSmileˈ: Bildet große, offene, gefüllte Köpfe in hellgrün
  • ˈStrubelpeterˈ: Bildet große, dichte Blattrosetten; die Blätter sind hellgrün
  • ˈTillˈ: Grün mit hellgelbem Herz kommen die Blätter dieser Sorte daher; besonders ist auch ihre Form: Die Blätter sind spitz zulaufend
Eichblattsalat im Gartenbeet
Die Blätter des Eichblattsalates erinnern mit ihren gewellten Rändern an Eichenlaub [Foto: nine_far/ Shutterstock.com]

Eichblattsalat-Sorten mit rotem Laub:

  • ˈBijellaˈ: Mittelgroße, kompakte Köpfe mit rotbraun gefärbten Blättern mit frischem, grünem Herz
  • ˈBolchoïˈ: Bildet rote, gewellte Blätter; die Köpfe sind kompakt und offen
  • ˈNavaraˈ: Die Blätter dieser Sorte sind sowohl grün als auch rot
  • ˈRed Salad Bowlˈ: Diese hellrote Eichblattsalat-Sorte bildet große, relativ lockere Köpfe
  • ˈRubinetteˈ: Diese Sorte trägt offene, aber gefüllte Köpfe mit knackigen, roten Blättern

Eisbergsalat

Eisbergsalat (Lactuca sativa var. crispum) oder Eissalat ist der Klassiker unter den grünen Salaten. Ursprünglich stammt er aus den USA und verdankt seinen Namen den Bergen aus Eis, auf denen er früher gelagert und frisch gehalten wurde. Der Anbau im eigenen Beet ist sehr einfach und die große Vielfalt an verschiedenen Sorten lädt zum Ausprobieren ein.

Eisbergsalat im Gartenbeet
Eisbergsalat bietet eine große Vielfalt und ist einfach anzubauen [Foto: Madeleine Steinbach/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Eisbergsalat-Sorten:

  • ˈBarcelonaˈ: Bildet große, runde Köpfe
  • ˈBlondes de Parisˈ: Trägt gelbgrüne Blätter, die besonders zart sind
  • ˈFortunasˈ: Bildet große, schossfeste Köpfe
  • ˈGreat Lakes 118ˈ: Feste, mittelgroße Köpfe mit grünen, knackigen Blättern
  • ˈLaibacher Eisˈ: Mittelgroße, rotgrün getuschte Köpfe
  • ˈMariusˈ: Große, schwere Köpfe; die Blätter sind hellgrün
  • ˈMythosˈ: Die Außenblätter sind außen gezackt und satt grün
  • ˈRegina dei Ghiacciˈ: Große, dicht gefüllte Köpfe aus intensiv grünen, knackigen Zackenblättern
  • ˈRossiaˈ: Stark gefüllte, längliche Köpfe mit rotbraunen Außen- und gelbgrünen Innenblättern
  • ˈSaladinˈ: Besonders schossfest und bildet große, sehr fest geschlossene Köpfe mit gelbgrünem Blatt
  • ˈSiouxˈ: Liefert mittelgroße Köpfe mit leuchtend dunkelrotem Deck- und Umblatt
  • ˈSophieˈ: Diese Neuzüchtung bildet feste Köpfe mit rotem Umblatt
  • ˈStylistˈ: Schossfeste Eisbergsalat-Sorte; liefert einen hohen Ertrag

Kopfsalat

Der Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata) gehört wohl zu den bekanntesten Salat-Arten. Seine große, rundliche Form erinnert uns an einen Kopf, daher auch sein Name. Kopfsalat hat zarte, große Blätter, die aber wenig knackig sind. Die buttrige Konsistenz der Blätter hat ihm auch den Zweitnamen Buttersalat eingetragen. Die Blätter des Kopfsalates sind meist grün, es gibt aber auch Sorten mit rotem oder zweifarbigem Laub.

Grüne Kopfsalat-Sorten:

  • ˈBriweriˈ: Kompakte, eher kleinere Köpfe mit kräftigem Umblatt und hellerem Innenblatt
  • ˈKagraner Sommer 2ˈ: Für den Anbau im Hochsommer geeignet und bildet frischgrüne, schwere Köpfe
  • ˈLarissaˈ: Sehr frühe, mittelgroße, festköpfige Sorte
  • ˈLucindeˈ: Schnelle Entwicklung und mittelschwere Köpfe; für den Anbau im Freiland geeignet
  • ˈLunaˈ: Grüne Früh- und Sommersalate mit großen Köpfen
  • ˈMaikönigˈ: Besonders würziger Geschmack und mittelgroße, feste Köpfe
  • ˈNeckarriesenˈ: Für Frühjahrs-, Frühsommer- und Herbstanbau gut geeignet und bildet besonders große, feste Köpfe
  • ˈRolandoˈ: Mittelfrüher, glänzender, frischgrüner Salat; die Köpfe sind groß und schwer
  • ˈSkipperˈ: Bildet große, schöne, hellgrüne Köpfe
  • ˈSuzanˈ: Robust und schossfest
  • ˈWunder von Stuttgartˈ: Traditionell im Sommer angebaut; bildet besonders zarte, große, gelbgrüne Köpfe
Zweifarbige Kopfsalat Pflanze
Neben den klassischen grünen Sorten gibt es auch roten oder zweifarbigen Kopfsalat [Foto: Benjamas_Photovec/ Shutterstock.com]

Rote und bunte Kopfsalat-Sorten:

  • ˈBunte Forelleˈ: Bunte Kopfsalat-Sorte, die durch grüne Blätter mit altrosa Sprenkeln überrascht; die Köpfe sind dunkler, kräftiger und größer als bei der Sorte ˈGoldforelleˈ
  • ˈGoldforelleˈ: Ganz besonders ist die Blattfärbung dieser bunten Kopfsalat-Sorte: Das Blatt ist goldgrün mit altrosa Sprenkeln und zur Mitte hin aufgehellt
  • ˈIndianerperleˈ: Bringt schöne mittelgroße Köpfe hervor, die innen hellgelb und außen stark rötlich getuscht sind
  • ˈMerveille des quatre saisonsˈ: Rotbraun gefärbte Kopfsalat-Sorte mit guter Kopfbildung und guter Schossfestigkeit
  • ˈPiratˈ: Sehr schnell wachsende, kompakte Kopfsalat-Sorte mit rotbraunen Blättern; bildet ein feines, leicht blasiges Blatt
  • ˈRoxy rotˈ: Rote Kopfsalat-Sorte, die dunkelrote, glänzende Freiland-Kopfsalate mit hellgrünem Salatherz entwickelt

Pflücksalat & Schnittsalat

Schnitt- und Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) bildet im Gegensatz zu beispielsweise Kopfsalat keine festen Köpfe, sondern nur lockere Blattrosetten. Der Vorteil dabei ist, dass einzelne Salatblätter nach Bedarf geerntet werden können und der Salat immer wieder nachwächst. So können Sie den ganzen Sommer hindurch frischen Salat genießen.

Pflück- bzw. Schnittsalat ist sehr vielfältig und meist werden dafür Sorten des Eichblattsalates, Bataviasalates oder von Lollo Rosso bzw. Bionda verwendet. Generell können alle Sorten der aufgezählten Arten als Pflück- und Schnittsalat verwendet werden, die locker wachsen und keine festen Köpfe bilden. Oft werden im Handel auch Mischungen angeboten, die sich besonders gut für den Anbau als Pflücksalat eignen.

Pflücksalat von Hand geerntet
Beim Pflück- oder Schnittsalat werden einzelne Blätter geerntet [Foto: DimaBerlin/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Pflücksalat- und Schnittsalat-Sorten:

  • ˈAustralischer Gelberˈ: Bildet große, blattreiche Einzelpflanzen mit hellgrünen, zarten Blättern
  • ˈCatalongaˈ: Raschwüchsige Sorte; bildet dichte Büsche mit langen, gelappten, löwenzahnähnlichen, zart-knackigen, hellgrünen Blättern
  • ˈGritˈ: Neu gezüchtete Sorte mit dunkelroten Blättern; kann von Frühjahr bis Herbst angebaut werden
  • ˈOchsenzungeˈ: Bildet große Pflanzen mit kräftig grünen, fleischigen, zarten Blättern von leicht nussigem Geschmack
  • ˈRed Velvetˈ: Besonders dunkles, rotbraunes Laub; hat einen milden, vollen Geschmack
  • ˈRedboneˈ: Glänzend rote und leicht blasige Blätter; kann von Frühjahr bis Herbst angebaut werden
  • ˈSchwäbischer Gelberˈ: Alte schwäbische Landsorte mit gelbgrünen, festen Blättern
  • ˈSolmarˈ: Stark kräuselige und leuchtend rote Blätter
  • ˈWitte Dunselˈ: Bildet glatte, hellgrüne Blätter und kann ganzjährig angebaut werden

Lollosalat

Lollosalat (Lactuca sativa var. crispa) kann als ganzer Salatkopf sowie als Pflück- bzw. Schnittsalat angebaut werden und ist daher auch eine Variation des Pflücksalates. Er zeichnet sich durch seine besonders krausen Blätter aus. Es gibt zwei Sorten des Lollosalates, nämlich eine rote und eine grüne.

Rote und grüne Lollosalat-Sorten:

  • ‘Lollo Rosso’: Liefert kleine, stark krause Pflanzen mit dunkelrotem Laub; die Erntezeit ist von Mitte Mai bis Mitte September
  • ‘Lollo Bionda’: Der grüne Bruder des ‘Lollo Rosso’ ist genauso kraus, hat aber hellgrüne Blätter
Lollo Rosso und Lollo Bionda Salat im Bett
Der rote Lollosalat heißt ‘Lollo Rosse’ und der hellgrüne ‘Lollo Bionda’ [Foto: Nik Cain/ Shutterstock.com]

Romanasalat

Der Romanasalat (Lactuca sativa var. longifolia) ist auch unter den Namen Römersalat, Endivie, Sommer- oder Kochsalat bekannt. Er ist ein Sommersalat und kann sowohl roh als auch gekocht genossen werden. Er bildet längliche, feste Salatköpfe mit grünen Außenblättern und einem gelben Salatherz. Die Blätter sind besonders knackig und länger lagerfähig als andere Salate. Einige Sorten bilden auch rote Blätter aus. Der Geschmack ist würzig und leicht herb. Im Vergleich mit anderen Salaten enthält der Romanasalat viel Vitamin C und A sowie Eisen.

Romanasalat im Gartenbeet
Die Blätter von Romanasalat sind besonders knackig und länger lagerfähig als andere Salate [Foto: Kwangmoozaa/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Romanasalat-Sorten:

  • ‘Attico’: Entwickelt dunkelgrüne, ca. 12 cm hohe Romana-Salate und ist bekannt für den ausgezeichneten Geschmack sowie für die Salatherzen
  • ‘Corbana’: Besonders große und aufrecht wachsende Köpfe
  • ‘Gohar’: Mini-Romanasalat mit grünen Blättern
  • ‘Intred’: Mini-Romanasalat mit roten Blättern
  • ‘Lentissima a Montare Sel. Franchi’: Besonders lange Köpfe und zart gerippte, hellgrüne Köpfe
  • ‘Little Gem’: Kompakte, kleine, raschwüchsige Romanasalate mit hohem Gewicht
  • ‘Moonred’: Tief dunkelrote Blätter
  • ‘Tantan’: Knackiger, ca. 18 cm hoch wachsender Romanasalat mit sehr wohlschmeckenden Salatherzen
  • ‘Teufelsohren’: Spezialität aus Frankreich; hat längliche, grüne Blätter mit dunkelroten Spitzen
  • ‘Valmaine’: Klassische, aufrecht wachsende, dunkelgrüne Romanasalat-Sorte; bildet knackige, längliche Blätter und kann auch gut als Baby-Leaf-Salat angebaut werden
  • ‘Xanadu’: Bildet kompakt wachsende Mini-Romanasalate mit kurzem Strunk

Salatarten und -sorten der Zichorien-Gruppe

Die Salate, die zu der Zichorien-Gruppe gehören, haben alle eines gemeinsam: Sie sind bitter im Geschmack. Dafür sind sie allerdings auch besonders gesund durch ihre Vitamine, Mineral- und Bitterstoffe.

Chicorée

Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum) sieht auf den ersten Blick nicht aus wie ein typischer Salat, da seine Form eher an einen spitzen Kohlkopf erinnert. Tatsächlich kann der Wintersalat sowohl kalt als auch warm genossen werden. Besonders beliebt ist der Chicorée in Frankreich und in den Beneluxstaaten, weshalb er auch als Brüsseler Salat bezeichnet wird. Der Anbau in unseren Breiten ist nicht ganz einfach, kann bei der richtigen Sortenwahl jedoch auch gelingen.

Chicoreesalat geerntet
Chicorée kann sowohl kalt als auch warm genossen werden [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Chicorée-Sorten:

  • ˈBrüsseler Witloofˈ: Bildet gelbgrüne, feste Köpfe
  • ˈDi Bruxellesˈ: Bildet schwere, feste Köpfe; Erntezeit ist von Anfang Dezember bis Ende Februar
  • ˈEtardoˈ: Bildet feste, kleine Köpfe und kann zwischen Dezember und März geerntet werden
  • ˈMacunˈ: Neuzüchtung mit hohem Ertrag, die von Mitte November bis Ende Januar erntereif ist
  • ˈRobinˈ: Bildet weiße Köpfe, die statt typisch gelb lila gerändert sind
  • ˈZoomˈ: Feste lange Köpfe; Erntezeit zwischen Oktober und November

Radicchio

Radicchio (Cichorium intybus var.foliosum) ist bekannt als runder oder länglicher, rotblättriger Salat mit bitterer Note. Der Salat stammt aus Italien und ist dank seiner Bitterstoffe wohltuend für Magen und Verdauung und außerdem vielseitig in der Küche verwendbar. Die Sorten werden nach ihrer Form und Farbe eingeteilt: So gibt es runden, länglichen und bunten Radicchio.

Radicchio im Gartenbeet
Es gibt runden, länglichen und bunten Radicchio [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Runde Radicchio-Sorten:

  • ‘Orchidea Rossa’: Komplett leuchtend rote Blätter; Kopf ist locker geöffnet
  • ‘Palla Rossa’: Bildet runde, kleine Köpfe, die in einem appetitlichen Rot mit weißen Blattrippen leuchten
  • ‘Rosso di Chioggia’: Bildet die für Radicchio typischen runden dunkelroten Köpfe mit weiß gerippten Blättern; eignet sich gut für den Anbau auch in Norddeutschland

Längliche Radicchio-Sorten:

  • ‘Di Trevisio’: Besonders hochwachsende Sorten; gute Widerstandskraft gegen Kälte; trägt weiß gerippte, dunkelrote Blätter
  • ‘Granato’: Längliche Kopfform und tiefrote Blätter mit weißen Blattrippen; eignet sich ausgezeichnet zum Dippen von Soßen, Cremes und zum Belegen und Dekorieren von Broten
  • ‘Treviso 206 TT’: Bildet kompakte, längliche Köpfe mit tiefroten Blättern mit breiten, weißen Blattstielen
Radicchio-Salat 'Di Trevisio' geerntet
Die Radicchio-Sorte ‘Di Trevisio’ ist länglich und hochwachsend [Foto: VOJTa Herout/ Shutterstock.com]

Bunte Radicchio-Sorten:

  • ‘Der Gelbe von Triest’: Besticht mit gelbgrünen, rundovalen Blättern, die einen milden Geschmack aufweisen
  • ‘Galileo’: Gelber bis hellgrüner Radicchio; besondere pink-rote Flecken; fein, milder Geschmack; bestens für Salate zu empfehlen
  • ‘Variegata di Lusia’: Feste Köpfe in hellem Grün; feiner und milder Geschmack

Endiviensalat

Die Endivie (Cichorium intybus) ist ein Spätsommer-Salat mit hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Der Geschmack liegt allerdings nicht allen, denn er ist recht bitter. Im Anbau sind Endivien aber genügsam und auch bei uns können sie gut wachsen, obwohl sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen.

Endiviensalat geerntet
Endiviensalat schmeckt angenehm bitter [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Endiviensalat-Sorten:

  • ˈBionda a cuore pienoˈ: Bildet große, grünblättrige Köpfe, die aber nicht sehr stark gekräuselt sind
  • ˈBubikopf 2ˈ: Robuste Sorte mit leicht gewellten Blättern und einem dichten, selbstbleichenden Herz
  • ˈCuor d‘Oroˈ: Bildet große Köpfe mit gefüllten Herzen aus
  • ˈDivaˈ: Besticht durch aufrechten Wuchs und durch die schon früh stark gefüllten Salatherzen
  • ˈEminenceˈ: Sehr schnelle und produktive Sorte mit dicht gefüllten Köpfen und hohem gelben Herzanteil
  • ˈErosˈ: Besonders große, leicht gekrauste Blätter
  • ˈGroboˈ: Trägt breite, grüne, kurze und aufrechte Blätter und ist außerdem widerstandsfähig und ertragreich
  • ˈGrosse Pancalièreˈ: Alte Sorte; wird wegen ihrer besonders ausgeprägten Blattkräuselung geschätzt
  • ˈGrüner Escariolˈ: Zuverlässig und frostempfindlich; die Blätter sind grün, die Salatherzen gelb
  • ˈMyrnaˈ: Sehr ertragreiche Sorte; besticht durch ein dicht gefülltes, hellgelbes Salatherz
  • ˈNuanceˈ: Sehr robuste, glattblättrige, schnell wachsende Endiviensalat-Sorte mit dicht gefülltem, aromatischem Herz
  • ˈPancalieriˈ: Längliche und gewellte Blätter von intensiv grüner Farbe mit langen weißen Rippen; weißes und voluminöses Herz
  • ˈWalloneˈ: Besonders stark gekraust, grünblättrig; schön gefüllte Mitte

Zuckerhutsalat

Der Zuckerhut (Cichorium intybus var. foliosum) ist als Zichoriensalat eng verwandt mit der Endivie und Radicchio. Er schmeckt ebenfalls bitter und wird im Herbst angebaut. Der typischen Zuckerhutform verdankt er seinen Namen. Seine Bitterstoffe und Mineralstoffe machen ihn für die Ernährung wertvoll und im Garten ist er leicht anzubauen. Ein weiterer Pluspunkt beim Zuckerhut ist seine für Salat eher untypische gute Lagerfähigkeit. Die Sortenauswahl ist beim Zuckerhut nicht sehr umfangreich.

Zuckerhutsalat geerntet
Der Zuckerhut überzeugt durch seine für Salat eher untypische gute Lagerfähigkeit [Foto: COULANGES/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Zuckerhutsalat-Sorten:

  • ‘Nettundo TT’: Bildet kompakte, zylindrische Köpfe mit sehr aromatischem, leicht süßlichem Geschmack
  • ‘Auslese’: Hochrunde, meist spitz auslaufende Köpfe
  • ‘Uranus’: Trägt lange, hochgeschlossene Köpfe

Salatarten ohne Gruppe

Einige Salate zählen weder zu den Zichorien noch zu den Lattichen. Diese Salatarten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Feldsalat

Feldsalat (Valerianella locusta) ist unter vielen wohlklingenden Namen bekannt: Rapunzel, Nüssli oder Vogerlsalat wird er auch genannt. Als Wintersalat kann er immer noch dann geerntet werden, wenn die meisten anderen Salate Anbaupause haben. Neben seinem nussigen Geschmack wird er auch für den hohen Gehalt an Vitaminen geschätzt. Die Sorten werden grob in zwei Gruppen eingeteilt: Großblättrige und kleinblättrige Sorten, wobei die kleinen Blätter einen aromatischeren Geschmack aufweisen, während bei großblättrigen Sorten der Ertrag höher ist.

Feldsalat-Sorten mit kleinen Blättchen:

  • ˈFavorˈ: Dunkelgrüne, schnell wachsende Blätter; für den ganzjährigen Anbau geeignet
  • ˈGalaˈ: Robust und schnell wachsend sowie für den ganzjährigen Anbau geeignet
  • ˈKölner Palmˈ: Alte Sorte aus Köln; hat längliche, hellgrüne Blätter und ein ausgeprägtes Aroma
  • ˈMirtaˈ: Sehr ertragreich und schnell wachsend
  • ˈVerte à coeur plein 2ˈ: Robuste, kleinblättrige Sorte; wird auch Dunkelgrüner Vollherziger genannt
  • ˈVerte de Cambraiˈ: Kleine, runde Blätter in dunkelgrüner Farbe
Feldsalat im Gemüsebeet angebaut
Feldsalat wird in großblättrige und kleinblättrige Sorten eingeteilt [Foto: bonchan/ Shutterstock.com]

Feldsalat-Sorten mit großen Blättern:

  • ˈAmelyˈ: Für den Anbau im Herbst, Winter und Frühjahr geeignet; dunkelgrüne, blättrige Sorte
  • ˈElanˈ: Kompakt und sehr schnell wachsend; sehr ertragreich
  • ˈEtampesˈ: Dunkelgrüne Blätter und eine reiche Ernte
  • ˈHolländischer Breitblättrigerˈ: Längliche, eher hellgrüne Blätter
  • ˈLisbeths Rapünzelchenˈ: Alte, robuste Sorte; längliche Blätter in zartem Grün
  • ˈVitˈ: Kompakt wachsende Sorten; deutliche Adern auf den runden, dunkelgrünen Blättern

Noch mehr interessante Feldsalat-Sorten finden Sie hier.

Portulak

Portulak (Portulaca oleracea) ist kein klassischer Salat, dennoch aber liefern seine kleinen, runden, dunkelgrünen Blätter den ganzen Sommer über ein knackiges Blattgemüse, das wie Salat genossen werden kann. Außerdem ist Sommer-Portulak äußerst gesund: Die Blätter stecken voller Vitamine und Mineralstoffe. Neben wildem Portulak gibt es auch gezüchtete Sorten.

Portulak im Beet angebaut
Portulak ist kein typischer Salat, aber äußerst gesund [Foto: RukiMedia/ Shutterstock.com]

Empfehlenswerte Portulak-Sorten:

  • ˈFireflyˈ: Kann bis zu 50 cm hoch werden und liefert eine sehr reiche Ernte; die Blätter haben einen eher säuerlichen Geschmack
  • ˈKuzminsky Semkoˈ: Bildet hellgrüne Blätter und kleine, gelbe Blüten aus; schnellwüchsige Sorte; produziert schnell viel Blattmasse
  • ˈMacoveiˈ: Wuchsfreudige Sorte; knackige, grüne Blätter
  • ˈParadoxˈ: Besonders dicke, fleischige Blätter; sehr schnell reif

Postelein

Nicht zu verwechseln mit dem Portulak, aber zum Verwechseln ähnlich ist Postelein (Claytonia perfoliata). Im Gegensatz zum Sommer-Portulak wird Postelein aber den Winter über angebaut. Weitere bekannte Namen für Postelein sind Gewöhnliches Tellerkraut, Kubaspinat oder Winter-Portulak. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wächst das Kraut auch bei uns sehr gut und liefert viele Vitamine und Mineralstoffe zur kalten Jahreszeit. Wie ein typischer Salat sieht das Blattgemüse allerdings nicht aus: Postelein besteht aus langen Stielen mit eiförmigen, fleischigen Blättern. Diese zeichnen sich durch ihren frisch-säuerlichen, aber dennoch milden Geschmack aus.

Postelein im Garten angebaut
Postelein sieht dem Portulak ähnlich und wird sogar manchmal als Winter-Portulak bezeichnet [Foto: avoferten/ Shutterstock.com]

Rucola

Hinter dem italienischen Namen Rucola verbergen sich zwei verschiedene Pflanzengattungen: Einmal die gewöhnliche Salatrauke (Eruca sativa) und daneben die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia). Beide Arten enthalten viele Senföle; daher haben sie ihren intensiven, würzigen, leicht scharfen Geschmack, weswegen viele Menschen Rucola besonders schätzen. Obwohl sich beide Rauke-Arten im Anbau ähneln, gibt es trotzdem einige kleine, aber feine Unterschiede. DieBlätter der Wilden Rauke sind kleiner und schmaler gefiedert als bei der gewöhnlichen Salatrauke. Die Wilde Rauke kann mehrjährig kultiviert werden und ist intensiver im Geschmack. Die Salatrauke wird nur einjährig kultiviert und ist milder im Geschmack. Sie ist außerdem schnellwüchsiger.

Rucola im Hochbeet angebaut
Beim Rucola wird zwischen gewöhnlicher Salatrauke und Wilder Rauke unterschieden [Foto: JoannaTkaczuk/ Shutterstock.com]

Sorten der Wilden Rauke:

  • ˈDragons Tongueˈ: Robuste Sorte; hat ein intensives, würziges Aroma
  • ˈNapoliˈ: Hoher Ertrag; besonders breite Blätter
  • ˈVeniciaˈ: Infolge ihrer späten Blütezeit lässt sich diese Sorte besonders lange anbauen

Sorten der Salatrauke:

  • ˈColtivataˈ: Breite, schnell wachsende Blätter
  • ˈProntoˈ: Sehr schneller Wuchs und guter Geschmack
  • ˈWildfireˈ: Breite, hellgrüne Blätter; besonders scharfer Geschmack
  • ‘Sylvetta’: Schnellwachsende Sorte mit feinen Blättern und einem frühen Blütezeitpunkt; schönes, leicht nussiges Aroma

Noch mehr über die verschiedenen Sorten des Rucola können Sie hier nachlesen.

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