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Spargel richtig kultivieren: gießen, gründüngen und aufdämmen

Besonders im professionellen Anbau ist ein guter Ertrag essentiell. Hier finden Sie Tipps und Tricks vom Experten zum Gießen, Gründüngen und Aufdämmen.

Ramires ist eine von vielen Spargelsorten

Ramires ist eine sehr beliebte Sorte. [Foto: Südwestdeutsche Saatzucht]

Spargel Aufdämmen

Will man schöne lange Stangen des Bleichspargels ernten, führt eigentlich kein Weg am Aufdämmen vorbei. Hierbei wird ab März, sobald die Böden wieder einigermaßen trocken sind, aufgedämmt. Hierbei schüttet man lockere Erde mit einer Höhe von 30-40cm und einer Breite von 40cm oberhalb der Pflanzen auf. Dieser Erdwall wird dann leicht befestigt, damit er auch Regenschauern standhält. Will man besonders früh in den Genuss von frischem Spargel kommen, sollte  eine Folie über den Damm ausgelegt werden. Dies erleichtert auch die Ernte erheblich, weil das Graben nach den Spargelstangen deutlich einfacher wird und herausragende Stangen nicht sofort rot und grün werden. Ein weiterer Vorteil der Folie ist, dass Unkräuter sich ohne Licht nicht etablieren können. 

Spargel richtig bewässern

Ist der Boden im Garten sehr leicht, können zusätzliche Wassergaben im Frühjahr nicht schaden. Pro Woche benötigt man in etwa 5 Liter pro Quadratmeter. Dies entspricht etwa einer halben Standard-Gießkanne. In den Sommermonaten können die Pflanzen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter benötigen. Generell sollte die Wässerung im Spätsommer allmählich reduziert werden, da ab September die Bewässerung eh komplett eingestellt werden sollte.

Während der Vegetationsperiode kann zwischen den Reihen eine Gründüngung vorgenommen werden. Hierfür werden Ölrettich und Gelbsenf gepflanzt. Dies verhindert nicht nur eine Auswaschung der Nährstoffe, sondern lockert auch den Boden auf. Im Herbst werden die Pflanzen dann leicht in den Boden eingearbeitet und erhöhen somit das Bodenleben und führen die beim Wuchs aufgenommenen Nährstoffe in den Boden zurück.

Spargel mit Zitrone und Parmesan

Spargel passt zu einer Vielzahl von leckeren Gerichten. [Foto: Meal Makeover MumsCC BY-ND 2.0]

Spargellaub abschneiden und entsorgen

Ab Oktober zieht der Spargel aus dem Laub die Nährstoffe in die Speicherwurzeln und bereitet sich somit auf den Winter vor. Nach der sogenannten Abreife der Spargeltriebe kann das Kraut knapp oberhalb der Erde abgeschnitten werden und anschließend entsorgt werden. Das Kraut sollte nicht auf den eigenen Kompost landen, da dieses teilweise mit Pilzkrankheiten befallen sein kann. Die aus dem Boden knapp herausragenden Strünke, verrotten zum Teil im Winter und können bei der Erntevorbereitung leicht rausgezogen werden

Über den Gastautor:

Als Diplom-Ingenieur der Agrarwissenschaft ist Felix Grebhardt für den Vertrieb und das Marketing bei der Südwestdeutschen Saatzucht GmbH zuständig. Das Unternehmen ist ein familiengeführtes mittelständisches Pflanzenzüchtungsunternehmen mit Sitz in Rastatt. Die Spargelzüchtung hat in der Firma eine lange Tradition und lässt sich bis ins Jahr 1912 zurückverfolgen. Neben seinem Beruf baut Herr Grebhardt in seinem Garten verschiedene Kiwi-, Kaki- und Feigensorten mit großer Leidenschaft an.
Weiterführende Informationen: www.spargelsorten.de

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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