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Spargel richtig kultivieren: gießen, gründüngen und aufdämmen

Besonders im professionellen Anbau ist ein guter Ertrag essentiell. Hier finden Sie Tipps und Tricks vom Experten zum Gießen, Gründüngen und Aufdämmen.

Verschiedene Spargelsorten
Spargel ist ein beliebtes Frühlings- und Sommergemüse [Foto: hlphoto/ Shutterstock.com]

Spargel Aufdämmen

Will man schöne lange Stangen des Bleichspargels ernten, führt eigentlich kein Weg am Aufdämmen vorbei. Hierbei wird ab März, sobald die Böden wieder einigermaßen trocken sind, aufgedämmt. Hierbei schüttet man lockere Erde mit einer Höhe von 30 bis 40 cm und einer Breite von 40 cm oberhalb der Pflanzen auf. Dieser Erdwall wird dann leicht befestigt, damit er auch Regenschauern standhält. Will man besonders früh in den Genuss von frischem Spargel kommen, sollte eine Folie über den Damm ausgelegt werden. Dies erleichtert auch die Ernte erheblich, weil das Graben nach den Spargelstangen deutlich einfacher wird und herausragende Stangen nicht sofort rot und grün werden. Ein weiterer Vorteil der Folie ist, dass Unkräuter sich ohne Licht nicht etablieren können.

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Spargel richtig bewässern

Ist der Boden im Garten sehr leicht, können zusätzliche Wassergaben im Frühjahr nicht schaden. Pro Woche benötigt man in etwa 5 Liter pro Quadratmeter. Dies entspricht etwa einer halben Standard-Gießkanne. In den Sommermonaten können die Pflanzen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter benötigen. Generell sollte die Wässerung im Spätsommer allmählich reduziert werden, da ab September die Bewässerung eh komplett eingestellt werden sollte.

Während der Vegetationsperiode kann zwischen den Reihen eine Gründüngung vorgenommen werden. Hierfür werden Ölrettich und Gelbsenf gepflanzt. Dies verhindert nicht nur eine Auswaschung der Nährstoffe, sondern lockert auch den Boden auf. Im Herbst werden die Pflanzen dann leicht in den Boden eingearbeitet und erhöhen somit das Bodenleben und führen die beim Wuchs aufgenommenen Nährstoffe in den Boden zurück.

Geernteter Spargel in einem Korb
Spargel kann auch im eigenen Garten angebaut werden [Foto: DUSAN ZIDAR/ Shutterstock.com]

Spargellaub abschneiden und entsorgen

Ab Oktober zieht der Spargel aus dem Laub die Nährstoffe in die Speicherwurzeln und bereitet sich somit auf den Winter vor. Nach der sogenannten Abreife der Spargeltriebe kann das Kraut knapp oberhalb der Erde abgeschnitten werden und anschließend entsorgt werden. Das Kraut sollte nicht auf den eigenen Kompost landen, da dieses teilweise mit Pilzkrankheiten befallen sein kann. Die aus dem Boden knapp herausragenden Strünke, verrotten zum Teil im Winter und können bei der Erntevorbereitung leicht rausgezogen werden

Über den Gastautor:

Als Diplom-Ingenieur der Agrarwissenschaft ist Felix Grebhardt für den Vertrieb und das Marketing bei der Südwestdeutschen Saatzucht GmbH zuständig. Das Unternehmen ist ein familiengeführtes mittelständisches Pflanzenzüchtungsunternehmen mit Sitz in Rastatt. Die Spargelzüchtung hat in der Firma eine lange Tradition und lässt sich bis ins Jahr 1912 zurückverfolgen. Neben seinem Beruf baut Herr Grebhardt in seinem Garten verschiedene Kiwi-, Kaki- und Feigensorten mit großer Leidenschaft an.
Weiterführende Informationen: www.spargelsorten.de

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