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Spinat anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit

Spinat im eigenen Garten anbauen: Wir stellen geeignete Sorten vor und geben Tipps und Tricks von der Aussaat, über Pflege und Düngung, bis hin zur Ernte.

Spinat im Garten anbauen

Spinat ist ein gesundes und pflegeleichtes Gemüse [Foto: John BointonCC BY 2.0]

Woher stammt eigentlich der uns bekannte Spinat? Diese so einfach anmutende Frage ist bis heute nicht geklärt. Die meisten Hinweise und Vermutungen deuten darauf hin, dass das grüne Blattgemüse durch die Araber (Spinacia oleracea) einst in das spanische Königreich gebracht wurde. Aufzeichnungen aus dem 8. Jahrhundert deuten auf diese Theorie hin, da dort der Spinat zum ersten Mal erwähnt wurde. Ab dieser Zeit verbreitete sich das wohlschmeckende, gesunde Gemüse rasch in ganz Europa. Das erklärt wohl auch, warum Europa auch heute noch zu den größten Anbauländern weltweit zählt, besonders Deutschland, Spanien und Frankreich. Früher wurde der Spinat aufgrund seiner heilenden Kräfte als Arznei- und Heilpflanze verwendet. Sein Blattgrün ist aber auch ein herausragender natürlicher Farbstoff. Gesund und frisch aus dem eigenen Garten ist Blattspinat nicht nur sehr pflegeleicht im Anbau, sondern bringt dem Gärtner ohne großen Aufwand ebenso gute Erträge ein.

Zur Auswahl stehen unterschiedliche Sorten. Ein paar beliebte hier, kurz zusammengefasst:

  • Frühe- und mittlere Sorten:
    • Baby Leaf F1: ganz zarte Blätter; dunkelgrüne, zierliche, aufrecht stehende Blätter; leicht zu ernten; gut für Salate.
    • Palco F1: schnell-wachsend mit hohen Erträgen; gute Resistenz gegen Mehltau; Anbau im Frühjahr und Herbst möglich.
    • Butterfly: altbewährte Sorte mit hohem Ertrag; Anbau im Frühjahr und Herbst.
  • SpäteSorten:
    • Celesta F1: moderne Sorte; kann im Sommer angebaut werden; hoher Ertrag und resistent gegen Mehltau.
    • Corvette F1: neue Sorte; besonders schossfest mit guter Resistenz gegen Mehltau.
    • Gamma: kann im Sommer angebaut werden; hoher Ertrag.
    • Matador: altbewährte Sorte; schnelles Wachstum, hoher Ertrag und Frost beständig.
  • Sorten für den Anbau auf Balkon oder Terrasse:
    • Bordeaux F1: dezent rot-violette Stiele; als Babyspinat zu kultivieren; resistent gegen den Falschen Mehltau.
    • Picasso F1: kann im Sommer angebaut werden; typische Babyspinat-Sorte bleibt recht klein.

Spinat anbauen – so geht es Schritt für Schritt:

  1. Spinat wird je nach Sorte im Frühjahr oder im Spätsommer ausgesät. Neue schossfeste Sorten können auch über den Sommer angebaut werden. Um regelmäßig ernten zu können, ist eine Aussaat zu unterschiedlichen Zeitpunkten empfehlenswert.
  2. Der Standort sollte möglichst sonnig gewählt werden, kann aber auch unter Baumkronen leicht im Schatten liegen.
  3. Karger Boden sollte mit Kompost aufgebessert werden, ansonsten hat der Spinat keine großen Ansprüche.
  4. Das Saatgut können Sie etwa 2 bis 3 cm tief in das Erdreich drücken. Von Pflanze zu Pflanze empfehlen wir einen Abstand zwischen 8 und 12 cm. schnellwachsende Sorten können auch ein wenig großzügiger gepflanzt werden und bei einer größeren Anbaufläche ist eine Distanz von 30 cm vorteilhaft.
  5. Düngen ist möglich, nur sollten Sie darauf achten ausschließlich Kaliumzusätze zu verwenden. Bei guten Bodenverhältnissen ist keine zusätzliche Zufuhr von Nährstoffen unbedingt notwendig.
  6. In der Wachstumsphase muss auf eine regelmäßige Wasserzufuhr geachtet werden.
  7. Geerntet werden kann der Spinat regelmäßig, auch im Winter. Hier gilt darauf zu achten, dass nur an frostfreien Wintertagen die Blätter geschnitten werden sollten. (Im Gewächshaus oder mit einer Fleeceabdeckung kann durchaus mehrmals in der Winterzeit frischer Spinataus dem eigenen Garten geerntet werden.)
  8. Im Laufe des März kann dann erneut mit der Ernte des überwinterten Spinats begonnen werden.
Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
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Sind Sie ein passionierter Spinat-Hobby-Anbauer? Teilen Sie uns sehr gerne Ihre Erfahrungen mit!

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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