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Spinat ernten: Zeitpunkt, Vorgehen & Lagerung

Wer Spinat erfolgreich angebaut hat, darf sich auf eine reiche Ernte freuen. Hier erfahren Sie alles zum richtigen Zeitpunkt und Vorgehen bei der Ernte.

Korb mit Spinat steht im Garten
Auf seine Spinat Ernte muss man nicht lange warten [Foto: Vlastimil Kuzel/ Shutterstock.com]

Wer Spinat im eigenen Garten anbaut, muss nicht lange auf sein Gemüse warten. Nach nur sechs bis acht Wochen ist der Spinat bereits reif für die Ernte. Wir zeigen, wie die Ernte gelingt und geben Tipps zur anschließenden Lagerung des Spinats.

Spinat ernten

Das tolle an Spinat (Spinacia oleracea) ist, dass er schnell erntereif ist und man ihn gleich mehrmals abernten kann. Sobald die Blätter etwa vier Zentimeter lang sind, können sie abgeschnitten werden. Die kleinen zarten Blätter schmecken besonders mild und sind perfekt für den rohen Genuss, beispielsweise im Salat. Wenn Sie Ihren Spinat verarbeiten möchten, lassen Sie ihn lieber die vollen sechs bis acht Wochen stehen, um möglichst große Blätter zu erhalten.

Wann wird Spinat geerntet?

Spinat kann fast ganzjährig angebaut werden, deswegen erfolgt die Ernte zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr. Etwa zwei bis drei Monate benötigt der Spinat, um reif zu werden. Haben Sie beispielsweise zwischen Februar und April ausgesät, erfolgt die Ernte zwischen Mai und Juni. Bei Aussaat im April bis Juni kann von Juni bis August geerntet werden. Aussaaten von Juli bis September sind im September bis Dezember reif und wenn noch im September bis Oktober ausgesät wurde, ist der Spinat im nächsten Frühjahr fertig. Weitere Informationen zum Anbau von Spinat finden Sie außerdem hier.

Spinatblätter in Holzschale
Die kleinen Spinatblätter schmecken besonders mild [Foto: Sunny Forest/ Shutterstock.com]

Bei der Ernte von Spinat ist es wichtig, den richtigen Zeitraum einzuhalten. Generell wird nur Spinat geerntet, der noch nicht in die Blüte gegangen ist, da blühender Spinat bitter schmeckt. Außerdem sollte die letzte Düngung bei der Ernte mindestens zwei bis drei Wochen zurückliegen, da Spinat reichlich Nitrat in seine Blätter einlagert. Wie hoch der Nitratgehalt in der Pflanze ist, hat auch mit der Tageszeit zu tun. Spinat, der zu Tagesbeginn geerntet wurde, hat deutlich mehr Nitrat als bei einer Ernte am Spätnachmittag. Das hat mit der Belichtung zu tun, da die aktive Photosynthese den Nitratgehalt im Blatt nachweislich reduziert.

Wie wird Spinat geerntet?

Es gibt zwei mögliche Ernteformen für Spinat: Entweder werden mit einem scharfen Messer die einzelnen Blätter um das Herz abgeschnitten oder es wird die komplette Spinatpflanze samt Wurzel herausgezogen. Bei der ersten Variante erhält man den sogenannten Blattspinat. Hier bleibt bei der Ernte das Herz stehen und treibt neu aus, wodurch die Pflanze bis zu viermal im Jahr beerntet werden kann. Hat man genügend Spinatpflanzen im Garten, kann natürlich auch die komplette Pflanze abgeschnitten werden. Wird die Spinatpflanze mit Wurzel geerntet, so bezeichnet man diese als Wurzelspinat. Eine weitere Möglichkeit ist das etappenweise Ernten. Dabei werden von jeder Pflanze nur einzelne Blätter geerntet.

Spinat lagern und haltbar machen

Frisch geerntet wird der Spinat am besten sofort verzehrt, er ist aber auch im Kühlschrank für zwei Tage haltbar. Dafür wird er am besten in ein nasses Tuch eingeschlagen, so beginnen die Blätter nicht so schnell zu welken. Wenn Sie Spinat über einen längeren Zeitraum lagern möchten, sollten Sie auf andere Methoden zurückgreifen.

Die einfachste Methode für eine längere Lagerung ist, den Spinat tiefzukühlen. Dafür wird er entweder direkt roh eingefroren oder erst blanchiert. Das Blanchieren senkt den Nitratgehalt und sorgt dafür, dass Geschmack und Farbe weitestgehend erhalten bleiben. Wenn Sie den Spinat frisch einfrieren möchten, empfiehlt es sich, den Spinat vorher gründlich zu waschen, um Erde zu entfernen. Zum Blanchieren wird der Spinat ebenfalls zuerst sortiert und gewaschen. Danach wird er in ein Sieb gegeben und für ein paar Minuten über kochendes Wasser gehalten. Stellen Sie währenddessen eine Schüssel mit Eiswasser bereit. Nach dem Blanchieren wird der Spinat für etwa 10 Sekunden in das Eiswasser gehalten, um den Garprozess zu unterbrechen. Bevor der Spinat nun in Gefriertüten gepackt wird, bietet es sich an, überschüssiges Wasser vorsichtig auszudrücken. So ist er beim späteren Auftauen weniger matschig. Bevor er im Gefrierfach landet, lassen Sie den Spinat am besten im Kühlschrank etwas abkühlen. Das gleiche gilt für bereits gekochten Spinat: Auch diesen können Sie einfrieren, jedoch sollte auch er vorher in Kühlschrank abkühlen.

Spinatblätter eingefroren
Um Spinat länger haltbar zu machen, kann man ihn super einfrieren [Foto: Alesia.B/ Shutterstock.com]

Wie wird Spinat haltbar gemacht?

  • Tiefkühlung ist die einfachste Methode
  • Spinat zuerst waschen und eventuell blanchieren
  • Nach dem Blanchieren für 10 Sekunden in Eiswasser halten
  • Spinat ausdrücken, abkühlen lassen und in Gefrierbeutel packen
  • Bereits gekochter Spinat kann nach dem Abkühlen ebenfalls eingefroren werden

Inhaltsstoffe und Verwendung von Spinat

Spinat ist reich an Vitamin B und C sowie Provitamin A. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Eisen. Dass Spinat extrem viel Eisen enthält, ist jedoch ein Ammenmärchen. Nüsse und Hülsenfrüchte schlagen beispielsweise den Eisengehalt von Spinat um Längen. Besonders Menschen mit Nierenproblemen sollten Spinat vorwiegend im Herbst und Winter konsumieren, wenn der Oxalsäure-Gehalt niedriger als in den Sommermonaten ist. Allgemein sollten betroffene Personen auf übermäßigen Spinatkonsum verzichten, da dieser die Nierensteinbildung negativ beeinflusst.

Bei der Zubereitung sollte Spinat stets gründlich geputzt werden, um den Sand an den Stielen zu entfernen. In der Küche wird Spinat meistens mit etwas Wasser angedünstet und anschließend verfeinert. Hier reichen die Möglichkeiten von angebratenem Knoblauch und Zwiebeln über Parmesan, Butter oder Olivenöl bis hin zu Pfeffer und Muskatnuss. Auch kann man Blattspinat mit etwas Sahne zu Rahmspinat pürieren.

Darf man Spinat aufwärmen?

Während der sagenumwobene Eisengehalt des Spinats ein Märchen ist, erweist sich die alte Regel, Spinat nicht ein zweites Mal zu erwärmen, nicht als komplett falsch. Sie stammt jedoch noch aus einer Zeit, in der Kühlmöglichkeiten nur eingeschränkt vorzufinden waren. Lässt man den gekochten Spinat einen Tag in der warmen Küche stehen, wandeln Bakterien das Nitrat in ungesundes Nitrit um. Um dem vorzubeugen, sollte man gekochten Spinat nur im Kühlschrank aufbewahren, da die niedrigen Temperaturen die Umwandlung verzögern. So kann der Spinat auch noch zwei Tage später bedenkenlos aufgewärmt werden.

Wenn Sie in der nächsten Saison eine andere Spinatsorte ausprobieren möchten, können Sie sich hier in unserem Artikel zu Spinatsorten einen Überblick verschaffen.

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