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Tomaten gießen & mulchen: Alles zum richtigen Zeitpunkt & Vorgehen

Wann und wie oft sollte man Tomaten gießen? Warum kann es sich lohnen, Tomaten zu mulchen? Wir verraten alles rund um das Mulchen und Gießen der roten Früchte.

Tomaten in einem Beet
Tomaten sind bei den Deutschen im Garten sehr beliebt [Foto: Fotokostic/ Shutterstock.com]

Im Sommer kann man den eigenen Tomaten direkt beim Wachsen zuschauen: Sie beginnen zu blühen und tragen dann die ersten noch grünen, kleinen Früchte. Nun beginnt auch die Zeit, in der man besonders auf den Wasserhaushalt der köstlichen Früchtchen schauen muss. Die Tomate stellt hohe Ansprüche an Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit, welche im Hochsommer nicht immer einfach zu erfüllen sind. Beim Gießen und Mulchen gibt es einiges zu beachten. In diesem Artikel haben wir für Sie deshalb Tipps zusammengestellt, um die durstigen Pflänzchen gut durch den Sommer zu bringen.

Wann und wie oft gießt man Tomaten?

Die Pflanzen sollten regelmäßig und lieber morgens als abends mit Wasser versorgt werden. Generell mögen Tomaten, wie auch andere wärmeliebende Pflanzen temperiertes bis handwarmes (Regen-)Wasser lieber als kaltes und zu kalkhaltiges Leitungswasser. Tagsüber trocknen die Pflanzen gut ab und sind besser vor Pilzkrankheiten geschützt. Im Hochsommer muss man vor allem bei Topfpflanzen mehrmals nachgießen, denn die Erde trocknet hier besonders schnell aus. Im Gewächshaus hält sich die Feuchte des Bodens deutlich länger, hier kann auch nur alle zwei Tage kräftig gegossen werden. Ganz wichtig ist es, die Pflanzen niemals komplett zu übergießen, die Blätter sollten nicht mit dem Gießwasser benetzt werden. Stattdessen gibt man einen großzügigen Schwall an den Stamm direkt über dem Boden ab. Nasse Blätter – und generell Feuchtigkeit – erleichtern die Verbreitung von allerlei Krankheiten. Auch Schaderreger, die in der Erde leben werden mit der „Über-Kopf“-Methode beim Gießen mit dem Spritzwasser direkt auf der Pflanze verteilt.

Auch wenn es viele Hobbygärtner nicht glauben mögen, aber auf Tomaten angepasstes Gießen zahlt sich richtig aus. Unsere Tipps noch einmal zusammengefasst:

  • Morgens gießen, damit die Pflanzen tagsüber abtrocknen.
  • Regelmäßig mit temperiertem Regenwasser gießen.
  • Tomaten nie überschütten, nur unten am Stamm wässern.
Tomaten werden mit einer Gießkanne gegossen
Achten Sie darauf, die Tomaten möglichst nur am Stamm zu wässern [Foto: Ja Crispy/ Shutterstock.com]

Tomaten mulchen

Mulch ist im Allgemeinen Material, mit dem der freiliegende Boden oberflächlich bedeckt wird.

Man unterscheidet zwischen:

  • Künstlichen Mulchmaterialien wie Kunststoff oder Kies
  • Organischen Materialien wie Pflanzenteilen, Kompost oder Baumrinde

Hier wollen wir uns nur den organischen Mulchen widmen, da sie nachhaltig sind und besonders positive Eigenschaften auf den Boden haben.

Warum sollte man Tomaten mulchen?

Mulch aus Pflanzenmaterial wie Stroh, Rasenschnitt oder Ähnlichem hemmt Unkrautwuchs und hält Feuchtigkeit im Boden. Bodenorganismen zersetzen nach und nach die Pflanzenreste und setzen dabei Nährstoffe frei, wovon sich Tomaten gerne ernähren. Tomaten mit Mulch wachsen besser, sind oft gesünder und die Böden darunter werden weniger beansprucht. Die durstigen Tomaten müssen weniger oft gegossen werden, da der Mulch die Verdunstung auch an heißen Sommertagen hemmt. Mulch verbessert so aktiv die Bodenstruktur und schützt den Boden vor Verdichtung und Erosion durch Wind und Regen.

Mulchschicht aus Stroh wird um Tomatenpflanze verteilt
Mulch hilft nicht nur für ein besseres Wachstum Ihrer Tomaten, sondern verbessert auch aktiv den Gartenboden [Foto: Jurga Jot/ Shutterstock.com]

Der richtige Zeitpunkt, um Tomaten zu mulchen

Grundsätzlich lohnt sich das Mulchen die ganze Saison über, das erste Mulchen gezielt für Tomaten erledigt man am besten bereits im März oder April. Wenn der Boden schon ein wenig aufgewärmt ist, speichert die Mulchdecke auch die Wärme und bereitet den Boden vor für die kälteempfindlichen Wurzeln der Tomaten. Zudem regnet es im Frühjahr noch öfter und ein Teil des Mulchs kann so bereits im Boden zu Humus verarbeitet werden. Für die im Mai folgenden Tomatenpflänzchen stehen dann direkt Nährstoffe bereit. Sobald die Tomaten verpflanzt sind, gibt man regelmäßig ein wenig Pflanzenmaterial zur Mulchdecke, damit der Boden immer dünn bedeckt ist.

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Wie und womit mulcht man Tomaten?

Je nach Pflanzenmaterial bedeckt man den Boden mit einer zwei bis fünf Zentimeter dicken Schicht. Je zierlicher die Pflanzen sind, desto feiner sollte das Material sein. Um den Stamm der Tomate sollte man ein wenig Platz lassen. Zu dick angehäufelter Mulch könnte faulen und die Pflanzen krankmachen. Noch nicht gänzlich verrotteter Kompost kann um die Pflanze ausgebracht werden. Dieser wird in den Boden eingearbeitet, was nicht nur das Nährstoffangebot verbessert, sondern auch den Boden an sich auflockert. Zusätzlich können auch etwas Mist und Hornspäne aus biologischer Haltung eingearbeitet werden.

Auch Brennnesseln, die meistens ohnehin als Unkraut gejätet werden, eignen sich bestens zum Mulchen. Man kann sie als ganze Pflanzen auf dem Oberboden verteilen, oder zerkleinern, dann werden sie schneller von den Bodenorganismen verdaut. Während diese nach und nach zersetzt werden, wird Stickstoff für das Wachstum der Tomatenpflanze frei. Auf sauer wirkenden Rindenmulch sollte bei man Tomaten aber verzichten.

Die Mulchschicht beeinflusst das Tomatenwachstum auf dreierlei Wirkweisen. Einerseits verdunstet weniger Wasser, wodurch der Boden ausgeglichen feucht bleibt. Denn Stress durch Trockenheit führt zu einer geringeren Ernte. Zudem speichert der Mulch über den Tag auch Wärme und gibt dies über die Nacht ab. Nicht zuletzt unterstützt Mulch die gleichmäßige, natürliche Nährstoffversorgung, die, kombiniert mit einem vornehmlich organischen Bio-Langzeitdünger, für eine reiche Ernte der bunten Früchtchen sorgt.

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Tomaten während der Wachstumsphase düngen

Wichtig bei der Tomatenkultur ist auch eine ausgewogene Düngung. Denn düngt man zu wenig, leidet der Ertrag. Übertreibt man es, werden die Pflanzen krankheitsanfälliger und bilden geschmacksarme Früchte aus. Daher bietet sich für Tomaten ein vornehmlich organischer Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Tomatendünger an, der regelmäßig ausgeglichene Mengen an Nährstoffen freisetzt. Wer Tomaten im Topf anbaut, kann auch alle ein bis zwei Wochen einen Bio-Flüssigdünger wie unseren Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger über das Gießwasser verabreichen. So kann man präventiv gegen Mangelsymptome, wie das Gelbwerden der unteren Blätter bei Stickstoffmangel, vorgehen. Sollte bereits ein Nährstoffmangel vorliegen, wirkt der Bio-Flüssigdünger besonders schnell und päppelt die Pflanze wieder auf.

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