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Zucchini pflanzen und erfolgreich anbauen

Zucchini können erfolgreich und überaus ertragreich im eigenen Garten gepflanzt werden. Hier können Sie alles Wichtige über den Anbau von Zucchini nachlesen.

Die Zucchini (Cucurbita pepo subsp. Pepo convar. giromontiina) ist ein pflegeleichtes Gemüse, das nebenbei äußerst lecker und gesund ist. Zucchinipflanzen im eigenen Garten anzubauen lohnt sich daher sehr und mit der richtigen Pflege lassen sich Zucchini den gesamten Sommer über ernten. Bei der Zucchinipflanze handelt es sich um eine Unterart des Gartenkürbisses, was deutlich an den Früchten und Blüten zu sehen ist. Trotz der Verwandtschaft unterscheidet sich die Zucchini im Geschmack deutlich und sollten in keinem Nutzgarten fehlen. Mit diesen Tipps und Tricks gelingt der Anbau auch in Ihrem Garten.

Zucchini pflanzen: Standort und Ansprüche beachten

Insgesamt sind Zucchinipflanzen nicht sehr anspruchsvoll mit ihrem Standort. Trotzdem sollten einige Hinweise beachtet werden: Das grüne Gemüse mag es warm und sonnig; zudem sollte ein windgeschützter Platz für den Zucchinianbau gesucht werden. Dasselbe gilt auch, wenn in einem Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt wird. Die Zucchini braucht (wie andere Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) auch) viel Platz im Beet. Es sollten pro Pflanze 1,5 bis 2 m2 kalkuliert werden, damit sie üppig wachsen kann und die Bestände nicht zu dicht sind. Je nach Sorte empfiehlt sich zudem eine Rankhilfe.

Bei der Zucchinipflanze handelt es sich um einen Starkzehrer, daher liebt sie humosen Boden mit vielen Nährstoffen. Es lohnt sich daher, ins Beet vor dem Auspflanzen ausreichend Kompost einzuarbeiten. Zudem sollte der Boden locker und nicht zu schwer sein. Eine Alternative zum  normalen Beet ist der Anbau im Hochbeet. Zucchinipflanzen eignen sich prima für den Anbau im Hochbeet und profitieren von der wärmeren Umgebung.

Diese Tipps helfen bei der geeigneten Standortwahl für die Zucchini:

  • Warmer, sonniger und windgeschützter Platz
  • Viel Platz (1,5-2 m2 pro Pflanze)
  • Humoser, nährstoffreicher und lockerer Boden
  • Geeignet für den Anbau im Hochbeet

Zucchini vermehren oder Pflanzen kaufen?

Beim Zucchinianbau gibt es mehrere Möglichkeiten, um die ausladenden Pflanzen zu kultivieren. Es besteht zum einen die Möglichkeit, Zucchinipflanzen aus Samen selbst zu ziehen. Zum anderen kann man Zeit und Mühe sparen, indem man Jungpflanzen direkt beim Gärtner kauft. Wir stellen beide Möglichkeiten nachfolgend vor.

Zucchini aus Samen ziehen

Möchte man die eigens angebaute Zucchinipflanze vom ersten Schritt an aufziehen, empfiehlt sich die Aufzucht mit Samen. Die Direktsaat ins Freiland ist ab Mitte/Ende Mai möglich, sobald keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Die Samen werden dazu 2 bis 3 cm tief eingesät. Eine andere Möglichkeit ist die Anzucht in Töpfen im Haus. Die Mühe lohnt sich, denn durch das frühere Beginnen verkürzt sich auch der Zeitraum bis zur Ernte.

Zum Vorziehen werden ab Ende April einige Samen in Anzuchtschalen ca. 2 bis 3 cm tief gesät. Sobald die Keimlinge ihre ersten Laubblätter bekommen, können sie einzeln in Töpfe gepflanzt werden. Die Aussaat in Vorkultur sollte auf keinen Fall vor Ende April begonnen werden, da die Jungpflanzen vor dem Aussetzen ins Beet nicht zu groß sein dürfen. Es drohen ansonsten Verzögerungen im Wachstum. Sobald die Eisheiligen vorüber sind, heißt es dann auch für die kleinen Zucchinipflanzen Zeit für das Auspflanzen.

Folgende Produkte unterstützen eine erfolgreiche Anzucht:
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.

Zucchinipflanzen kaufen

Wer es ein wenig einfacher haben möchte, kann junge Zucchinipflanzen auch kaufen. Im Fachhandel bekommt man verschiedene Sorten, die resistent gegen Krankheiten wie Mehltau sind. Die Pflanzen kann man bequem ebenfalls ab Mitte Mai auspflanzen und spart sich damit die Anzucht im eigenen Haus. Beim Kauf ist darauf zu achten, nur gesundes und unbeschädigtes Pflanzgut zu erwerben. Auch über Anbieter im Internet können Zucchinipflanzen bestellt werden.

Zucchini ernten

Probieren Sie sich doch auch im Zucchinianbau! [Foto: U.S. Department of Agriculture]

Sobald es ans Auspflanzen ins Freiland geht, gilt: Sowohl die Direktsaat als auch die Jungpflanzen  werden nach den letzten Frösten im Mai mit einem Meter Abstand zwischen den Reihen als auch zwischen den Pflanzen in einer Reihe ins Beet gepflanzt. Generell empfiehlt sich ein großer Abstand, damit die Pflanzen ausreichend wachsen können und um Infektionen durch Pilze vorzubeugen. Bei Zucchinipflanzen lohnt es sich, schwarze Mulchfolie zum Anfang auszulegen. Dazu werden Löcher in die Folie geschnitten, in denen die Jungpflanzen stehen. Die Folie hat den Vorteil, dass die kälteempfindliche Zucchinipflanze genug Wärme bekommt und nicht zu viel Wasser verdunstet.

Zucchinisorten: Ein kleiner Überblick über Vielfalt und Eigenschaften

Meistens denkt man bei Zucchini an das länglich-grüne Gemüse, das man eben klassisch aus dem Supermarkt kennt. Doch Zucchini erfreuen sich einer riesigen Vielfalt an Formen und Farben und sind alles andere als eintönig. Auch die Sorten unterscheiden sich im Wuchs. Neben kompakten Pflanzen lassen sich ebenso rankende Sorten finden. Eine umfassende Übersicht über die beliebtesten Zucchinisorten findet Sie hier.

Dieser Überblick zeigt Ihnen eine Auswahl beliebter Sorten:

Grüne Sorten

  • Black Forest (F1): eine der wenigen rankenden Sorten, die sehr gut klettert; dunkelgrüne, kleine Früchte mit gutem Aroma; resistent und kann lange geerntet werden; besonders zum Aufbinden (Terrasse, Balkon oder Gewächshaus) geeignet.
  • Mastil(F1): wüchsige Zucchinisorte mit länglichen dunkelgrünen und hellgesprenkelten Früchten; hohe Resistenz gegen den Echten Mehltau und Mosaikvirus ermöglicht eine sehr lange Erntezeit.
  • Partenon (F1): längliche, dunkelgrüne Früchte mit sehr gutem Geschmack; Schale von Partenon ist stark glänzend; eine gute Einsteigersorte.

Gelbe Sorten

  • Gold Rush: gold-gelbe, längliche Früchte mit einem guten Aroma; Früchte sollten möglichst klein geerntet werden, da die Pflanze umgehend neue Blüten ansetzt; Zucchini Gold Rush sollte man nicht mit der gleichnamigen Apfelsorte verwechseln.
  • Shooting Star: gelbschalige Zucchinisorte mit länglichen Früchten; kann aufgebunden werden, was eine Kultur auf dem Balkon oder der Terrasse ermöglicht; guter Geschmack und ertragreich.
  • Soleil: ertragreiche, gelbfruchtige Sorte mit länglichen Früchten; gutes Aroma und hohe Resistenz gegen den Echten Mehltau.

Runde Sorten

  • One Ball (F1): gold-gelbschalige Sorte mit kleinen, kugelrunden Früchten (Durchmesser <8cm); sehr aromatisch und ideal für die Küche; One Ball eignet sich aufgrund der Form besonders gut zum Füllen.
  • Satelite (F1): rankende Zucchinisorte mit runden, dunkelgrünen Früchten; sehr ertragreich.

Zucchini pflegen: Richtig gießen und düngen

Zucchinipflanzen gehören tendenziell zu den pflegeleichten Gemüsesorten. Einige Aspekte sollten trotzdem beachtet werden.

Zucchini richtig gießen

Damit die Pflanze nicht austrocknet und ausreichend Blüten und Früchte produziert, ist regelmäßiges Gießen sehr wichtig. Normalerweise reichen 1 bis 2 Mal die Woche aus. Bei besonders trockener Witterung darf gerne auch öfter gegossen werden. Dabei gilt: Immer direkt auf den Boden gießen und nicht die Pflanze mit Wasser benetzen. Ansonsten erhöht sich das Risiko für Pilzinfektionen wie dem Echten Mehltau.

Grundsätzlich ist es ratsam, kein kaltes Wasser zu verwenden und stattdessen lieber auf Wasser aus der Regentonne zurückzugreifen. Um die hohe Verdunstung im Sommer zu reduzieren und nebenbei Unkräuter fernzuhalten, bietet sich ein Unkrautvlies um die Pflanze an. Neben der Unkraut regulierenden Wirkung bietet diese den Vorteil, dass die Früchte bei der Reife nicht direkt auf dem Boden aufliegen. Mit diesem Kniff können sie besser vor Fäule geschützt werden.

Zucchini richtig düngen

Bei Zucchinipflanzen handelt es sich um Starkzehrer – daher benötigen sie viele Nährstoffe für ihr Wachstum. Sinnvoll ist es daher, den Boden bereits vor dem Einpflanzen bzw. Aussäen vorzubereiten. Das Einarbeiten von Kompost hilft den Pflanzen bei einem erfolgreichen Start. Während der Wachstumsphase lohnt sich der zusätzliche Einsatz von weiterem Dünger. Für eine ausreichende Versorgung reicht eine Düngung alle 2 Wochen mit organischem Dünger wie Brennnesseljauche aus. Beim Einsatz von mineralischen Düngern ist Vorsicht geboten, da sich bei einer zu starken Stickstoffgabe das Risiko für eine Infektion mit dem Echten Mehltau erhöht.

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Floragard Aktiv-Tomaten- und Gemüseerde: Hochwertige Spezial-Erde für ein naturgesundes, sicheres Wachstum von nährstoffbedürftigem Fruchtgemüse.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.

Bei der Pflege von Zucchini sollten diese Tipps beachtet werden:

  • Regelmäßig gießen (1-2 Mal wöchentlich, in heißen Phasen mehr)
  • Kein kaltes Wasser verwenden
  • Pflanze beim Gießen nicht benetzen (Achtung: Pilzinfektionen)
  • Vlies gegen Unkräuter einsetzen
  • Kompost vor dem Pflanzen einarbeiten
  • In der Wachstumsphase alle 2 Wochen düngen

Zucchini ernten

Anders als die meisten anderen Gemüsesorten kann man Zucchini schon früh im Sommer ernten. Zucchini können bereits nach 6 bis 8 Wochen geerntet werden. Die Pflanzen bilden trotzdem fleißig weiter Früchte. Der Erntezeitraum ist daher von Juni bis zu den ersten Frösten im Herbst. Die optimale Länge bei der Ernte liegt bei 15-20 cm, die Zucchini sollten noch nicht ganz reif sein. Das regelmäßige Ernten fördert die Blütenbildung, wodurch über den Sommer mehr Früchte geerntet werden können.

Das Abschneiden im unreifen Zustand hat zudem einen weiteren Grund: Ausreifende Zucchini können mit dem Alter Bitterstoffe anreichern. Diese sind bei modernen Züchtungen in der Regel nicht mehr vorhanden, können aber immer wieder vor allem bei eigenem Saatgut auftreten. Bei dem bitteren Geschmack handelt es sich um das sogenannte Cucurbitacin, welches sehr giftig ist. Zucchini mit bitterem Geschmack sollten daher auf keinen Fall verzehrt werden! Zum Ernten der Früchte werden diese mit einem scharfen Messer am Fruchtansatz abgeschnitten. Anschließend können sie prima zum Kochen verwendet oder vorher gelagert werden.

Kleiner Tipp: Bei der Zucchini können neben den leckeren Früchten auch die gold-gelben Blüten gegessen werden. Diese eignen sich prima zum Braten oder Frittieren.

Zucchini lagern: Einfrieren, Einlegen und Co

Nach der Ernte sind die frischen Zucchini bereit für den Einsatz in der Küche. Häufig kann man aber so viele Zucchini ernten, dass man mit dem Kochen nicht hinterherkommt. Mit den folgenden Methoden können Sie das gesunde Gemüse lagern.

Zucchiniblüten fürs Kochen

Auch die Zucchiniblüte ist in der Küche sehr beliebt [Foto: Ken HawkinsCC BY 2.0]

Zucchini einfrieren
Diese Lagermethode eignet sich sowohl für frische Zucchini als auch bereits gekochte. Beim Einfrieren von roher Zucchini schneiden Sie diese in mittelgroße Stücke und geben etwas Salz dazu. Dadurch wird der Frucht Wasser entzogen, das Sie nach wenigen Minuten abgießen können. Generell empfiehlt es sich, nur kleine Zucchini zum Einfrieren zu verwendet, da größere Exemplare nach dem Auftauen matschig werden. Die Stücke werden zum Einfrieren anschließend in eine Dose oder Gefrierbeutel gegeben und in den Gefrierschrank gestellt. Frische Zucchini halten sich dort bis zu einem Jahr, vorgekochte nur wenige Monate.

Zucchini einlegen
Das Einlegen von Zucchini ist perfekt, um ganz nebenbei eine Beilage zum Essen herzustellen. Zum Einlegen werden die Zutaten Zwiebeln, Wasser, Essig, Salz, Zucker und Senfkörner benötigt. Im ersten Schritt werden die Zucchini und Zwiebeln kleingeschnitten. Anschließend kocht man beides mit den restlichen Zutaten für einige Minuten im Topf. Zum Füllen der Gläser werden Zucchini- und Zwiebelstücke aus dem kochenden Sud genommen und abwechselnd geschichtet. Als letzter Schritt wird das Einmachglas mit der heißen Würzmischung aufgefüllt und fest verschlossen. Nach dem Einlegen ist die Zucchini bei kühler und dunkler Lagerung mehrere Monate haltbar.

Zucchini einmachen und einkochen
Das Einkochen von Zucchini liefert ein ähnliches Resultat wie das Einlegen mit dem Unterschied, dass sich die Zucchini wesentlich länger hält. Beim Einkochen werden die Gläser mit den geschnittenen Zucchini sowie weiterem Gemüse und Gewürzen zunächst gefüllt und dann im geschlossenen Zustand eingekocht.  Wird es an einem kühlen und dunklen Ort gelagert, kann man den Winter über immer davon essen.

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