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Zucchini pflanzen & erfolgreich selbst anbauen

Zucchini sind reichtragende Gemüsepflanzen, die in keinem Nutzgarten fehlen sollten. Wir geben Tipps zur Anzucht von Zucchini und dem erfolgreichen Anbau in Garten und Topf.

Zucchinipflanze im Beet
Junge Zucchinipflanzen können ab Mitte Mai ins Freie gesetzt werden [Foto: Akimoff/ Shutterstock.com]

Die Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) ist ein pflegeleichtes, anfängerfreundliches Gemüse, welches zahlreiche und vielseitig verwendbare Früchte hervorbringt. Das Anbauen von Zucchini im Garten oder auf Terrasse und Balkon ist daher besonders lohnend. In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Anzucht und Pflanzung der Zucchini-Jungpflanzen.

Zucchini: Herkunft und Eigenschaften

Die Zucchinipflanze gehört zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae), was an den typischen orangegelben Blüten und später auch an den Früchten zu erkennen ist. Sie stammen ursprünglich aus Mittelamerika und wurden bereits vor Hunderten von Jahren nach Europa gebracht. Zucchini sind einjährig und äußerst frostempfindlich. Man unterscheidet zudem zwischen rankenden und buschigen Zucchini-Sorten.

Zucchini pflanzen

Zucchini werden meist im Haus oder Gewächshaus ausgesät, um sie Mitte Mai als Jungpflanzen nach draußen setzen zu können. Das Vorziehen von Zucchini verkürzt die Zeit bis zur ersten Ernte: Bereits ab Juni werden die ersten Früchte gebildet. Wir geben Tipps zur erfolgreichen Ansaat, dem Pikieren und der Pflanzung von Zucchinis.

Zucchini säen und vorziehen

Ab Mitte April sät man die großen Samen der Zucchini in kleine Töpfe oder Aussaatschalen. Die Samen bringen ihren eigenen Nährstoffvorrat mit und sollten daher in nährstoffarme Erde – wie unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde – gelegt werden. Die Saattiefe liegt bei 2 bis 3 cm, die optimale Temperatur für die Keimung beträgt 18 bis 20 °C. Halten Sie die Anzuchterde in den nächsten Wochen immer gut feucht. Nach 7 bis 10 Tagen zeigen sich die ersten Zucchini-Keimlinge. Auch die direkte Aussaat von Zucchini im Freiland ist ab Mitte/Ende Mai möglich, sobald keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Direktgesäte Zucchinis tragen die ersten Früchte nach etwa 8 Wochen.

keimende Zucchini
Zucchini benötigen Wärme und Feuchtigkeit zur Keimung [Foto: Anastasiya Ka27/ Shutterstock.com]

Zucchini pikieren

Sobald die Keimlinge nach den Keimblättern ihre ersten Laubblätter bekommen, können sie pikiert und in nährstoffreicheres Substrat umgesetzt werden. Befüllen Sie zunächst Töpfe von mindestens 9 cm Durchmesser etwa zur Hälfte mit einer hochwertigen Pflanzerde, wie unserer Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde. Sie enthält essenzielle Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, die Ihre Zucchini-Setzlinge bis zur Pflanzung versorgen. Beim Pikieren der Zucchinipflanzen lupft man die Keimlinge mithilfe eines Pikierstabs, Löffels oder hölzernen Eisstiels mitsamt den Wurzeln aus der Anzuchterde. Die Pflanze sollte man am Blatt anfassen, um Verletzungen und Quetschungen an Stiel und Wurzeln zu vermeiden. Setzen Sie die Zucchini nun in die halbvollen Töpfe, füllen Sie bis zum Rand mit Pflanzerde auf und wässern Sie kräftig. In den nächsten Wochen sollten die Pflanzen regelmäßig gewässert werden und an einem warmen und hellen Ort stehen.

Zucchini im Topf
Zucchini können pikiert werden, sobald sich das erste echte Laubblatt gebildet hat. [Foto: Alina Demidenko/ Shutterstock.com]

Zucchini auspflanzen: Wann dürfen sie nach draußen?

Die Pflanzzeit für Zucchini im Freiland beginnt ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen. Pro Pflanze rechnet man mit etwa einem Quadratmeter Pflanzbedarf, der Pflanzabstand der Zucchini beträgt also zu allen Seiten ca. einen Meter. Bei schmaleren, kletternden Sorten, die an einem Rankgitter aufgebunden werden, sollte man einen Abstand von 60 bis 80 cm einhalten. Generell empfiehlt sich ein großzügiger Abstand, damit die Pflanzen sich gut ausbreiten können und um Infektionen durch Pilze vorzubeugen. Es lohnt sich, vor dem Auspflanzen Kompost einzuarbeiten, denn Zucchinipflanzen gehören zu den Starkzehrern und benötigen größere Nährstoffmengen. Die Zucchini-Jungpflanzen werden bis knapp an den Blattansatz in die Erde gesetzt. Achten Sie darauf, den Stiel der Pflanze dabei nicht zu verletzen. Wässern Sie anschließend kräftig an. Das Ausbringen einer Mulchschicht aus Rasenschnitt hat sich als Pflegemaßnahme bewährt: Diese hält den Boden um die Zucchini-Pflanze immer gut feucht und bietet Bodenorganismen Nahrung. Weitere Tipps zur Pflege von Zucchinis finden Sie in unserem Spezialartikel.

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Der richtige Standort für Zucchini

Insgesamt sind Zucchinipflanzen nicht sehr anspruchsvoll was ihren Standort angeht. Der optimale Standort für Zucchini liegt auf durchlässigen, mittelschweren, humus- und nährstoffreichen Böden mit guter Wasserspeicherung. Das ertragreiche Gemüse liebt warme, sonnige und geschützte Lagen. Um Zucchini auf dem Balkon anzubauen, sollte der Pflanzplatz nach Süden ausgerichtet sein. Kletternde Zucchini-Sorten lassen sich auf Balkonen entlang einer Rankhilfe hinaufleiten. Auch ins Hochbeet können Zucchini gepflanzt werden. Hier empfiehlt sich die Wahl einer platzsparenden, rankenden Sorte, die am Rande des Hochbeets eingesetzt wird und daran hinunterwachsen kann.

Anbau der Zucchini
Zucchini sollten nicht zu dicht gepflanzt werden [Foto: Natalia van D/ Shutterstock.com]

Diese Tipps helfen bei der geeigneten Standortwahl für die Zucchini:

  • Nährstoffreiche, durchlässige Böden oder Pflanzerden.
  • Warme, sonnige und windgeschützte Standorte.
  • Ausreichender Pflanzabstand und Platz: 1 – 1,5 m² je Pflanze.
  • Zucchini auf Balkon und Hochbeet anbauen: Südseite und rankende, platzsparende Sorte auswählen.

In einer Mischkultur profitieren die verschiedensten Gemüsepflanzen voneinander, indem passende Arten miteinander kombiniert werden. Wir stellen die besten Pflanznachbarn für Zucchini vor.

Zucchini im Topf anpflanzen

Neben dem Anbau im Freiland kann die Zucchini auch im Kübel angepflanzt und an einem sonnigen, warmen Standort aufgestellt werden. Die Topfgröße sollte dabei mindestens 40 Liter Volumen fassen. Füllen Sie eine nährstoffreiche Erde für die Zucchini ein und setzen Sie die Jungpflanzen anschließend in den Topf. Die Pflanzen sollten regelmäßig gewässert werden, denn die Erde in Töpfen droht deutlich schneller auszutrocknen. Auch Zucchini im Topf profitieren von einer schützenden Mulchschicht.

Zucchini vermehren

Mit der richtigen Technik können Sie Ihre Zucchini selbst vermehren und Samen gewinnen. Dies funktioniert nur bei samenfesten Zucchini, nicht bei Pflanzen aus Hybridsaatgut. Kürbisgewächse wie Zucchini, Kürbis und Co. sind strikte Fremdbestäuber, die auf den Besuch von Insekten angewiesen sind. Nur falls sich im Umkreis von drei Kilometern kein anderes, eng verwandtes Kürbisgewächs befindet, kann man die Einkreuzung durch Bienenbestäubung nahezu ausschließen. Die Pflanzen bilden rein männliche Blüten mit langem Blütenstiel und Pollen und rein weibliche Blüten mit deutlich erkennbarem Fruchtknoten und klebriger Narbe aus. Die Blüten öffnen sich jeweils nur einen Tag lang. Möchten Sie Zucchini samenfest vermehren und verhindern, dass sich andere Sorten oder gar nahe Kürbisse einkreuzen, müssen Sie die Blüten händisch bestäuben.

Dafür benötigen Sie zunächst etwa 6 bis 12 gesunde Pflanzen derselben Sorte, die zur gleichen Zeit blühen. Pro weiblicher Blüte rechnet man mit etwa drei männlichen Blüten einer anderen Pflanze für eine erfolgreiche Bestäubung ohne Inzucht. Dick geschwollene Blütenknospen kurz vor dem Öffnen verschließen Sie vorsichtig mithilfe eines Kreppklebebands in den Abendstunden. Die Zucchiniblüten können sich so nicht öffnen. Am nächsten Morgen werden die präparierten männlichen Blüten gepflückt und die Blütenblätter entfernt. So werden die säulenförmig verwachsenen Staubbeutel mit Pollen freigelegt. Entfernen Sie anschließend vorsichtig das Band der weiblichen Blüte, sodass sie sich entfaltet. Dann betupft man die Narbe der Blüte mit den Pollen der männlichen Blüten und verschließt die weibliche anschließend wieder mit Kreppband.

Zucchini wird per Hand bestäubt
Zucchini können sortenecht meist nur durch manuelle Bestäubung vermehrt werden [Foto: masterpiece creator/ Shutterstock.com]

In den nächsten Tagen werden nach erfolgreicher Bestäubung die Blütenblätter absterben und eine kleine Frucht freigeben. Kennzeichnen Sie die Zucchinifrucht, damit Sie später noch wissen, welche Blüte die bestäubte war. Lassen Sie die Frucht bis zur Samenreife an der Pflanze liegen. Sie wird groß und an der Oberfläche hart werden, bis auch der Stiel austrocknet und die Samenreife abgeschlossen ist. Die bestäubte Frucht sollte im Spätherbst unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden. Schneiden Sie nun die Zucchini vorsichtig auf und entfernen Sie die Samen. Nach dem Trocknen bei Raumtemperatur können diese kühl, trocken und dunkel bis zu sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Zucchini-Samen gewinnen auf einen Blick:

  • Mehrere Pflanzen derselben, samenfesten Sorte anpflanzen.
  • Drei männlichen und einer weiblichen Knospen verschiedener Pflanzen am Vorabend vor dem Öffnen der Blüten verschließen.
  • Am nächsten Morgen die männlichen Blüten pflücken und die Staubblätter freilegen.
  • Der weiblichen Blüte öffnen und händisch mit Pollen bestäuben.
  • Die Blüte erneut verschließen und die entstehende Frucht markieren.
  • Zucchini bis zur Samenreife an Pflanze belassen, vor dem Frost ernten.
  • Frucht aufschneiden, Samen entfernen und nachtrocknen lassen.
  • Zucchinisamen kühl, trocken und dunkel lagern.

Im Frühsommer beginnt die Erntezeit der Zucchini und oft bilden sich schnell viele Früchte. Wir geben Tipps zur Ernte, Lagerung und Verwendung von Zucchini.

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