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Himbeeren-Krankheiten & Tipps zur Bekämpfung

Von Krankheiten befallene Himbeeren bereiten Sorgen und können die Ernte ruinieren. Wir zeigen, was Sie zur Vorbeugung und Bekämpfung tun können.

vertrocknete Himbeerpflanze

Pflanzenkrankheiten sind ärgerlich, aber lassen sich zum Glück vorbeugen [Foto: Andrii Chagovets/ Shutterstock.com]

Obwohl Pflanzenkrankheiten im Hausgarten prinzipiell viel seltener vorkommen als im Erwerbsanbau, sind sie für jeden einzelnen Hobbygärtner besonders ärgerlich. Dies trifft generell auch auf den Anbau von Himbeeren (Rubus idaeus) zu.

Himbeeren-Krankheiten

Teilweise ist man durch eine jahrelange, hervorragende Ernte verwöhnt und rechnet fest damit, jedes Jahr erneut beispielsweise die leckeren Himbeeren pflücken zu können. Damit Sie im Falle eines Krankheitsbefalls Ihrer Himbeeren nicht gänzlich ratlos sind, stellen wir Ihnen die drei wichtigsten Krankheiten vor und geben Ihnen Tipps zum Vorbeugen und Bekämpfen.

Krümelfrüchtigkeit bei Himbeeren

Der Name „Krümelfrüchtigkeit“ verdeutlicht jedem, der mit dieser Krankheit schon einmal Probleme hatte, sofort, worum es geht: Himbeerfrüchte mit wenig Zusammenhalt, die beim Pflücken zerbröseln. Oft sind die Früchte kleiner als normal, manchmal auch verdickt. Die Ursache für die Krümelfrüchtigkeit, die vereinzelt auch als Bröselfrüchtigkeit beschrieben wird, ist leider noch nicht endgültig geklärt. Ungenügende Befruchtung, Einflüsse der Vermehrungstechnik sowie Standortfaktoren stehen im Verdacht, diese Krankheit auszulösen. Ebenso kann eine Virose (Himbeerzwergbuschvirus) als Ursache für diese Krankheit nicht ausgeschlossen werden.

zerfallene Himbeer

Himbeerfrüchte, die beim pflücken zerfallen, sind vermutlich von der Krümelfrüchtigkeit betroffen [Foto: Lepas/ Shutterstock.com]

Bekämpfung der Krümelfrüchtigkeit

Solange die Ursache dieser Krankheit nicht geklärt ist, gibt es leider keine Möglichkeiten zur Bekämpfung. Daher heißt es leider abwarten.

Wurzelfäule bei Himbeeren

Die Himbeer-Wurzelfäule (Phytophthora fragariae var. rubi) macht sich meist kurz vor der Ernte bemerkbar, wenn die Jungruten von oben rasch zu vertrocknen beginnen. Die jungen Ruten wachsen nicht mehr nach, da deren Wurzeln absterben. Beim Herausziehen einer Rute aus dem Boden lassen sich eine dunkel verfärbte Wurzelrinde und das Fehlen feiner Wurzeln feststellen. Die Ursache dafür ist ein Pilz, der oft schon mit jungen, frisch erworbenen Himbeerpflanzen in den Garten gelangt oder über Schuhe und Werkzeuge verbreitet wird.

vertrocknete Himbeerpflanze

Vertrocknete Jungruten sind ein Anzeichen der Wurzelfäule bei Himbeeren [Foto: Kamila Koziol/ Shutterstock.com]

Vorbeugung und Bekämpfung der Wurzelfäule

Im Boden können die Sporen des Pilzes jahrelang überdauern. Deshalb sollten an Flächen, die bereits befallen sind, eine Zeit lang keine Himbeeren gepflanzt werden. An einer anderen Stelle, möglichst weit vom infizierten Boden entfernt, können Sie Himbeersorten mit hoher Widerstandfähigkeit gegenüber der Wurzelfäule pflanzen, beispielsweise die Sorte ‚Rubaca‘. Direkte Bekämpfungsmaßnahmen gibt es derzeit nicht. Hilfreich zur Vorbeugung sind allerdings Maßnahmen, die Staunässe vermeiden – so zum Beispiel eine Drainage auf schwerem Boden oder der Anbau auf Dämmen.

Rutenkrankheit bei Himbeeren

Die Rutenkrankheit (Didymella applanata) tritt oft bei zu dicht wachsenden oder überdüngten Himbeersträuchern auf. Wiederum handelt es sich um einen Pilz, der über Knospen, Blattansätze, Blätter und Verletzungen an den Trieben in die Pflanze eindringt. An den Infektionsstellen sind oft violett-braune Flecken zu erkennen. Einige Zeit nach der Infektion ist bemerkbar, wie die vom Pilz durchdrungene Rinde abstirbt und sich silbergrau färbt. Die Triebe sind geschwächt und sterben später ab.

wilde Himbeeren

Wenn Himbeersträucher zu dicht zusammen wachsen, tritt häufig die Rutenkrankheit auf [Foto: robin-clouet.fr/ Shutterstock.com]

Vorbeugung und Bekämpfung der Rutenkrankheit

Meiden Sie zu dichte und überdüngte Pflanzen als Risikofaktoren, indem Sie konsequent Schnittmaßnahmen durchführen. Düngen Sie entweder mit Kompost oder bei Verwendung eines organischen Düngers genau nach Anwendungsempfehlung. Wenn Sie die Himbeeren um eine Rankhilfe legen oder binden, sollten Sie darauf achten, dass keine Verletzungen an den Ruten entstehen (also mögliche Eintrittspforten für den Pilz). Auch sollen das Spritzen mit Schachtelhalmbrühe sowie das Gießen mit stark verdünnter Brennesseljauche der Vorbeugung dienen.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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