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Hortensien düngen: Tipps zu Zeitpunkt & Vorgehen

Um ihre volle Blütenpracht entfalten zu können, müssen Hortensien richtig gedüngt werden. Wann, wie und mit welchem Dünger Sie Ihre Hortensien düngen sollten, erfahren Sie hier. 

Hortensien in verschiedenen Farben
Hortensien brauchen den richtigen Dünger, um jedes Jahr wieder in voller Blüte zu stehen [Foto: mimohe/ Shutterstock.com]

Hortensien (Hydrangea) gehören in unseren Gärten zu den absoluten Klassikern und haben dabei nichts von ihrem besonderen Charme eingebüßt. Um von ihrem Blütentraum profitieren zu können, gilt es, die Hortensien regelmäßig mit Nährstoffen zu versorgen. Denn die Ernährung der Hortensie entscheidet darüber, ob die Pflanze vital ist, und stellt die Weichen für die Ausbildung der Blütenfarbe.

Hortensien düngen

Jede Art von Hortensie kann sich mit der richtigen Düngung zu einer gesunden und kräftig blühenden Schönheit entwickeln. Zusätzlich wird bei den beliebten Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) der Grundstein für die Blütenfarbe gelegt. Diese wird vor allem vom Boden-pH-Wert und in geringerem Maße von der Düngung beeinflusst. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Blaufärbung der Hortensienblüte und in den folgenden Absätzen soll es darum gehen, wann, womit und wie Hortensien in Beeten und Töpfen richtig gedüngt werden.

Wann düngt man Hortensien am besten?

Bei der Pflanzung sollte die Einarbeitung eines organischen Langzeitdüngers vorgenommen werden. Die langsam freigesetzten Nährstoffe und die Aktivierung des Bodenlebens sind eine gute Grundlage für die Etablierung der Neupflanzung am neuen Standort. Übrigens werden Hortensien entweder im Frühjahr (März – Mai) oder im Herbst (Oktober – November) gepflanzt. Etablierte Hortensien werden im Freiland einmal jährlich, im Topf wegen des kleineren Substratvolumens zweimal jährlich gedüngt.

Hortensien werden eingepflanzt
Bereits bei der Pflanzung sollten Sie organischen Dünger in die Erde einarbeiten [Foto: SutidaS/ Shutterstock.com]

Tipp: Bedenken Sie bei einer Neupflanzung von Hortensien, dass diese gern sauer bis neutral stehen. Wollen Sie Bauerhortensien mit blauer Blütenfarbe erreichen, ist sogar ein pH-Wert um die 4,5 vonnöten. Eichenlaub, Traubentrester, Schnittgut von Rhododendren und anderen Moorbeetpflanzen sowie Nadelnholzspäne oder Torf senken den pH-Wert für die Hortensien.

Hortensien im Beet düngen

In der Regel sind Hortensien recht starkwüchsig und werden deshalb häufiger im Beet gepflanzt. Wenn Sie einen organischen Dünger benutzen, ist eine Düngung pro Jahr schon der ganze Aufwand, den sie zur Nährstoffversorgung leisten müssen. Diese eine Düngung sollte allerdings dringend zwischen März und Mai liegen, denn späte und stickstoffreiche Düngungen führen dazu, dass die Pflanze Frostschäden erleidet – und dass die Blüte im Folgejahr ausfällt.

Sollten Sie einen mineralischen Dünger verwenden wollen, muss dieser monatlich und je nach Produktempfehlung ausgebracht werden. Mineralische Langzeitdünger können Ihnen diese Arbeit ersparen. Sie schaden der Hortensien langfristig jedoch eher, wie Sie etwas später noch erfahren können.

Hortensien sind im Beet gepflanzt
Hortensien, die im Beet kultiviert werden, müssen nur einmal jährlich gedüngt werden [Foto: Mariola Anna S/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Zeitpunkt zum Düngen von Hortensien:

  • Hortensien sollten bei der Pflanzung im Frühjahr oder Herbst sauer eingepflanzt und gedüngt werden
  • Hortensien im Beet müssen mit organischen Düngern nur einmal jährlich (März – Mai) gedüngt werden
  • Eine zu späte Düngung mit stickstoffhaltigen Düngern führt zum Blühausfall im Folgejahr oder sogar zu Frostschäden
  • Eine Düngung mit mineralischen Düngern ist eventuell aufwändiger und für die Hortensien langfristig nicht förderlich

Exkurs: Drei Gründe, warum Ihre Hortensie nicht richtig blüht

  1. Zu starker Rückschnitt: Hortensien blühen vor allem aus dem letztjährigen Holz, weshalb bei jedem Pflegeschnitt im Frühjahr nur Auslichtung und Entfernung von totem und verfrorenen Trieben betrieben wird
  2. Frostschäden: Letztjährige Triebe sind zurückgefroren und die Blühorte ebenfalls verloren; Frostschäden sind häufig Folge einer insgesamt zu starken oder zu späten Düngung mit Stickstoff
  3. Zu feucht zwischen Juni und August: Die Hortensie treibt durch, statt zu blühen.

Hortensien im Topf düngen

Für die Pflanzung von Topfhortensien gilt dasselbe wie für Freilandhortensien. Anschließend müssen Hortensien im Topf jedoch etwas anders behandelt werden, als solche im Freiland. Einerseits ist ihr Substratvolumen sehr viel geringer, als das ihrer Verwandten. Andererseits werden Topfhortensien zum Schutz der Töpfe und Pflanzen oft frostfrei überwintert. Als Konsequenz wird der Topfhortensie eine zweigeteilte Düngung verabreicht: Sie erhält zwei Drittel ihrer Nährstoffe zwischen März und Mai und das letzte Drittel zwischen Juni und August. Natürlich gilt dies nur, wenn Sie einen organischen Dünger verwenden, der nicht zu stickstoffbetont ist. Bei mineralischen Düngern mit Stickstoffbetonung sollten Sie auf eine so späte Düngung verzichten und lieber nur von März bis Juni regelmäßig und nach Anwendungsempfehlung der Düngemittelhersteller düngen.

Hortensien im Topf
Topfhortensien sollten Sie zweimal im Jahr organisch düngen [Foto: Erhan Inga/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Hortensien im Topf düngen:

  • Topfhortensien sollten bei der Pflanzung im Frühjahr oder Herbst sauer eingepflanzt und gedüngt werden
  • Hortensien im Topf müssen mit organischen Düngern zweimal jährlich (März – Mai und Juni – August) gedüngt werden
  • Hortensien im Topf müssen mit mineralischen Düngern regelmäßig und nach Empfehlung der Hersteller gedüngt werden – eine Stickstoffzufuhr nach Juni sollte vermieden werden

Welcher Dünger ist der Beste für Hortensien?

Wer seinen Garten als einen wachsenden und sich entwickelnden Ort zum Wohlfühlen empfindet, der sollte auf eine möglichst natürliche, langfristige und nachhaltige Düngung setzen. Das schließt eine rein mineralische Düngung allerdings aus, denn mineralische Dünger befriedigen die Bedürfnisse von Pflanzen nur sehr eindimensional. Sie stellen lediglich Nährstoffe bereit, lassen jedoch die Qualität des Bodens leiden. Beispielsweise sinkt der Humusgehalt. Da Humus ein wichtiger Wasserspeicher ist und Hortensien auf eine gute Wasserversorgung angewiesen sind, leiden sie letztlich unter mineralischer Düngung – und Sie müssen immer häufiger Gießen. Die Wahl organischer oder organisch-mineralischer Langzeitdünger hat hingegen unter anderem folgende Vorteile:

  • Erhalt oder sogar Erhöhung des Boden-Humusgehaltes und damit der Wasserhaltefähigkeit, Nährstoffspeicherkraft, Durchwurzelbarkeit und Belüftung des gedüngten Bodens
  • Eintrag von wichtigen Spurennährstoffen, die in mineralischen Düngern in der Regel fehlen.
  • Ressourcenschonende Produktion eines umweltverträglichen Düngers für eine Düngung ohne schlimme Folgen für Mensch und Natur

Wir haben einen Hortensiendünger entwickelt, der all diese Kriterien erfüllt und sogar noch ein wenig darüber hinausgeht: Er basiert auf tierfreien Rohstoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie sowie mineralischen Komponenten, die auch im Biolandbau verwendet werden. Damit ist unser Plantura Bio-Hortensiendünger wahrlich „bio“ und somit ideal für nachhaltiges Gärtnern geeignet.

Hortensien richtig düngen: Anleitung zum idealen Ausbringen

Bei der Dosierung von Dünger sollten Sie sich immer eng an die Vorgaben der Hersteller halten. Dies verhindert, dass Ihre Hortensie Mangel leidet oder Überdüngungssymptome zeigt. Für unseren Plantura Bio-Hortensiendünger können wir Ihnen die folgende Anleitung an die Hand geben:

  1. Bei Neupflanzungen 150 Gramm pro Quadratmeter bzw. 50 Gramm pro Pflanze in das Beet einarbeiten bzw. unter die Pflanzerde und den Aushub des Pflanzloches heben.
  2. Großzügig wässern, um das Düngergranulat zu lösen. Das hilft, die Umsetzung und damit die Nährstofffreisetzung in Gang zu bringen.
  3. Im Freiland wird die jährliche Düngung zwischen März und Mai mit 60 – 80 Gramm pro Quadratmeter oder 25 Gramm pro Pflanze durchgeführt. Das Granulat wird flach eingearbeitet und anschließend gut gewässert.
  4. Hortensien im Topf werden im März/April mit 3 – 5 Gramm pro Liter Pflanzerde versorgt, im Juni/August mit 2 – 3 Gramm pro Liter Pflanzerde. Wenn möglich flach einarbeiten und angießen.
Plantura Bio-Hortensiendünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
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inkl.MwSt.

Tipp: Häufig ist es gar nicht so leicht, das Volumen eines Topfes abzuwägen. Manchmal hilft es, sich einen Eimer mit definiertem Volumen (zum Beispiel ein Putzeimer mit 10 oder 20 Litern) neben den Topf zu halten und von dessen Größe aus zu schätzen.

Hortensien mineralisch düngen: Blaukorn & Co.

Die Anwendung mineralischer Dünger fußt auf der Annahme, eine Pflanze brauche zum Leben Wasser, Licht und die 14 essentiellen Nährelemente – sonst gar nichts. Was lange als sicher galt, ist jedoch bereits seit mehreren Jahren widerlegt: Pflanzen interagieren auf vielfältige Weise mit dem Boden, in dem sie wachsen. Neunzig Prozent aller Landpflanzen leben in Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) um effizienter Wasser und Nährstoffe aufnehmen zu können. Hinzu kommt die Ansiedlung etlicher Arten von Mikroorganismen rund um die Wurzel, die sich von Ausscheidungen derselben ernähren und im Gegenzug Nährstoffionen für die Pflanze aus dem Boden lösen. Diese zwei Beispiele zeigen, dass Boden mehr ist, als nur ein Schwamm für Wasser und Nährstoffe.

mineralischer Dünger wird auf den Boden gestreut
Mineralische Dünger lassen auf Dauer die Qualität des Bodens leiden [Foto: Singkham/ Shutterstock.com]

Selbstverständlich ist die mineralische Düngung trotzdem möglich. Da sie jedoch etliche biologische Prozesse im Boden überflüssig macht und chemisch aus der Balance bringt, ist eine Verschlechterung der Bodenqualität bei alleiniger mineralischer Düngung unvermeidbar. Für Hortensien ist die mineralische Düngung besonders ungeeignet: Sie benötigen eine fließende und bedarfsorientierte Nährstoffzufuhr, um frosttolerante Triebe auszubilden und viel Humus, um ihren Wasserbedarf zu decken. Beides ist mit organischer Düngung sehr viel einfacher zu erreichen, denn sie setzt auf die natürlichen Regulationsprozesse des „Organismus Boden“.

Hortensien mit Hausmitteln düngen

Wie bereits erwähnt, lieben Hortensien einen sauren Standort. Zur Erhaltung des sauren Bodenmilieus eignen sich beispielsweise kompostiertes Eichenlaub, Traubentrester und Nadelerde – also die Erde, die sich unter Nadelbäumen findet. Möglich ist auch das Mulchen des Bodens unter Hortensien mit einem Gemisch aus Eichenlaub, Nadelholzspänen und etwas Hornmehl, um die Zersetzung und Freisetzung von Säuren anzuregen. Ebenfalls effektiv ist das Ansetzen einer Mischung aus gehäckseltem Eichenlaub, feuchtem Kaffeesatz, Nadelholzspänen und -nadeln sowie etwas Hornmehl. Um den Bedarf einer solchen Anwendung zu ermitteln, empfiehlt es sich immer, vorher den pH-Wert des Bodens zu testen. Dies ist mit einem handelsüblichen Test-Kit oder im Zuge einer Bodenanalyse möglich.

Die Verwendung von Hornspänen oder Hornmehl als alleinigen Dünger ist nicht zu empfehlen, da diese vor allem Stickstoff und Phosphor, doch kaum Kalium enthalten. Eine kleine Gabe im Frühjahr, zum Beispiel in Verbindung mit einer ansäuernden Mulchschicht, kann durchaus förderlich sein – sollte jedoch in jedem Fall mit einem vollwertigen Dünger ergänzt werden.

Kaffeesatz als Dünger
Hortensien lieben saure Böden und freuen sich über ein wenig Kaffeesatz im Substrat [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Nährstoffmangel bei Hortensien erkennen

Nachfolgend fassen wir nochmal häufige Mangelerscheinungen bei Hortensien zusammen und wie Sie diese erkennen können.

Eisenmangel bei Hortensien

Die Symptome eines Eisenmangels sind Interkostal-Chlorosen (Gelbfärbung des Blattes, die Blattadern bleiben lange grün) an den jüngsten Blättern. Eisen ist ein Spurennährelement, das bei niedrigem Boden-pH am stärksten pflanzenverfügbar ist. Da die Eisen-Aufnahme-Strategie von Hortensien auf einen niedrigen pH-Wert eingestellt ist, leiden sie bei zu wenig sauren Böden recht schnell an einem Eisenmangel. Anders als manch andere Pflanzen schaffen sie es dann schlicht nicht, es effizient aufzunehmen. Am sichersten funktioniert die Senkung des Boden-pH-Wertes in Kombination mit einer Eisendüngung. Unser Plantura Bio-Hortensiendünger enthält daher eine geringe Menge Eisen, um einen absoluten Mangel von Vornherein auszuschließen. Ausführlichere Informationen zu Eisenmangel an Hortensien finden Sie in unserem Spezial-Artikel.

Stickstoffmangel bei Hortensien

Die Symptome eines Stickstoffmangels sind Chlorosen (Gelbfärbung des Blattes) an den ältesten Blättern. Stickstoff ist in der Pflanze „mobil“, es kann also verlagert werden. Besteht ein Mangel, wird Stickstoff aus den alten, weniger wichtigen Blättern in die jüngsten Blätter geschickt. Eine Stickstoffdüngung behebt den Mangel, von den organischen Düngern wirken die flüssigen Varianten am schnellsten.

blau Hortensie mit grünen Blättern
Mithilfe eines organischen Düngers werden die Blätter der Hortensie wieder saftig grün [Foto: David G Hayes/ Shutterstock.com]

Kaliummangel bei Hortensien

Ein Kaliummangel zeigt sich in Form der sogenannten „Welketracht“, das Laub sieht schlapp aus, trotz ausreichender Wasserversorgung. Später bilden sich Nekrosen, die von den Blatträndern und -spitzen ausgehen. Alle Symptome zeigen sich zuerst an den älteren Blättern. Ein Kaliummangel kann im Winter Frostschäden begünstigen. Eine Düngung mit Kalium behebt den Mangel in der Regel zügig. Es gilt jedoch, nicht allzu sparsam zu sein. Kalium wird von Pflanzen in großen Mengen benötigt und die Speicherorte im Boden sollten stets gut gefüllt sein. Unser Plantura Bio-Hortensiendünger enthält ausreichend Kalium, sodass einem Mangel effektiv vorgebeugt wird.

Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, warum spezielle Hortensiendünger notwendig sind, finden Sie hier alle wichtigen Informationen.

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