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Baldrian: Ernten, lagern und Wirkung

Baldrian kann bei innerer Unruhe und Schlafstörungen sehr hilfreich sein. Wie man ihn richtig erntet und lagert, erfahren Sie hier.

reife Samen Baldrian mit Spatzen

Nach der Blüte kommen die erntereifen Samen zum Vorschein [Foto: Tom LundCC BY 2.0]

Baldrian richtig ernten

Der echte Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) gedeiht prächtig, wenn er auf einem feuchten, sonnigen Standort angebaut wird. Auch im Topf kann man eine reiche Ernte des hilfreichen Krautes erzielen. Allerdings wird der Vertreter der Geißblattgewächse (Capricoliaceae) erst im zweiten Jahr nach der Aussaat beerntet. Dabei ist man vor allem an dem unterirdisch ausgebildeten Rhizom interessiert, das reich an den wirksamen Stoffen ist. Dieses wird im Herbst des zweiten Jahres einfach vorsichtig ausgegraben und weiterverarbeitet.

Allerdings können auch die Samen in gleicher Weise wie die unterirdischen Pflanzenteile verwendet werden. Dazu werden die gesamten Blütenstände an der Pflanze vollständig reifen gelassen. Sind sie braun und sehen vertrocknet aus, können sie einfach abgeschnitten und etwas nachgetrocknet werden. Dann lösen sich die Samen leicht heraus und können einfach weiterverarbeitet werden.

Das junge, im Frühjahr austreibende Kraut kann zum Beispiel mit dem eng verwandten Feldsalat (Valerianella) gut zu Salat verarbeitet werden. Bodennah können die frischen Triebe einfach abgeschnitten werden und bereichern dann jeden Salatteller.

Baldrian richtig lagern

Soll Baldrian zu Tee, Salben oder Tinkturen verarbeitet werden, so raspelt man am besten die getrockneten Rhizome. Sowohl die Rhizome als auch die ebenfalls verwendbaren Samen werden dann am besten mit einem Mörser zu Pulver gerieben, das luftabgeschlossen so einfach gelagert und gut verwendet werden kann. Zur Zubereitung von Baldriantee können am besten die nicht zerriebenen Samen und Rhizomraspeln aufgebrüht werden.

Blüte Baldrian mit Hummel

Die filigranen Blüten des Baldrians sind zart rosa gefärbt [Foto: Tom LundCC BY 2.0]

Durch das Trocknen entwickelt insbesondere das Rhizom einen charakteristischen Geruch. Dieser kommt durch die enthaltenen Alkaloide zustande und ist schuldig für die diversen Geschichten, die sich um den Baldrian ranken. So ist gewiss, dass Baldrian auf Katzen aphrodisierend wirkt. Allerdings ist nicht erwiesen, ob der Rattenfänger von Hameln mit dem modrigen Geruch der getrockneten Baldrian-Pflanzenteile wirklich die Ratten aus ihren Löchern locken konnte.

Baldrian: Inhaltsstoffe und Wirkung

Wie viele weitere Kräuter zeichnen auch den Baldrian die enthaltenen ätherischen Öle und Alkaloide aus. Die Geruchswirkung der Alkaloide wurde bereits beschrieben. Die charakteristische Wirkung der ätherischen Öle lässt den Baldrian zu einer der am häufigsten verwendeten Pflanze bei Unruhe und Schlafstörungen werden. Dabei sollte er in Form von Tee, Tabletten oder Kapseln allerdings erst ab dem jugendlichen Alter eingenommen werden, da die Wirkung auf den kindlichen Organismus nicht genau kontrollierbar und bekannt ist.  Beim Anbau im eigenen Garten bietet sich sicherlich die Verwendung als Tee, Salbe oder Tinktur am ehesten an. In jedem Fall lohnt sich die eigenen Anzucht des ebenfalls zierenden Krautes – wie das gelingt, können sie in unserer Anbauanleitung nachlesen.

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