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Basilikum pflanzen: Richtig aussäen, pikieren & Co.

Wer Basilikum pflanzen möchte, sollte den passenden Standort aussuchen. Wie Sie beim Aussäen und Pflanzen von Basilikum richtig vorgehen, erfahren Sie hier.

Basilikum-Pflanze im Beet
Basilikum kann einfach im Garten angebaut werden und erfreut den Hobbygärtner über mehrere Jahre [Foto: NayaDadara/ Shutterstock.com]

Seinen Ursprung hat das beliebte, würzige Kraut Basilikum (Ocimum basilicum) vermutlich in Indien oder Afghanistan. Berühmt ist es jedoch aufgrund seiner häufigen Verwendung in der italienischen Küche, wo es seit dem 12. Jahrhundert bekannt ist. Viele verschiedene Sorten des Basilikums unterscheiden sich in der individuellen Zusammensetzung ätherischer Öle. So reicht die Palette der Geschmäcker von Zitrone über Nelken bis hin zu Anis. Mittlerweile ist das Basilikum als Topfkraut in jedem Supermarkt erhältlich. Basilikum kann jedoch auch einfach im eigenen Garten angebaut werden und den Hobbygärtner sogar über mehrere Jahre erfreuen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das aromatische Gewürz in Ihren Garten oder auf Ihre Fensterbank bringen, denn Basilikum selber ziehen ist eigentlich kinderleicht.

Basilikum aussäen

Basilikum selbst zu ziehen ist gar nicht so schwer, man braucht nur etwas Geduld und einen warmen, hellen Standort. Da Basilikum eine langsame Jungendentwicklung hat, wird es in unseren Breiten nur selten im Freiland angesät. Wir geben deshalb nur Tipps für die Aussaat von Basilikum im Haus.

Möchten Sie Basilikum-Samen pflanzen, ist dies ganzjährig im Haus möglich, solange es warm und hell genug ist. Das Aussaatgefäß wird zunächst mit bereits befeuchteter, nährstoffarmer Erde, wie unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, gefüllt. Basilikum gehört, wie viele Kräuter, zu den Lichtkeimern. Das bedeutet, dass die Samen am besten keimen, wenn sie Licht bekommen, also nicht im Erdboden begraben liegen. Daher sollten Sie Basilikum-Samen so pflanzen, dass sie nur oberflächlich auf die Erde gestreut und leicht angedrückt werden, sodass Kontakt zum Boden besteht. Die Samen werden in einem Abstand von 5 cm gesät. Nun wird gut befeuchtet, am einfachsten geht das mit einer Sprühflasche.
Die Keimung dauert bei 18 – 22 °C etwa zwei Wochen. Nach der Keimung ist es für Basilikum förderlich, es an einen etwas kühleren Ort zu stellen, denn es wächst zu Beginn lieber bei etwa 16 °C. Nach etwa vier Wochen kann der Basilikum pikiert werden – die einzelnen Pflanzen können also mit einem Pikierstab oder einem Holzstäbchen vorsichtig aus der Erde gehoben und vereinzelt werden. Nach dem Pikieren des Basilikums folgt die Pflanzung im Abstand von 25 bis 30 cm in nährstoffreichere Erde, damit die Pflanzen sich gut entwickeln können.

  • Samen in 5 cm Abstand säen
  • Lichtkeimer
  • Optimale Keimtemperatur: 18 – 22 ° C
  • Nach der Keimung bei rund 16 ° C aufstellen
  • nach weiteren vier Wochen pikieren und im Abstand von 25 – 30 cm pflanzen

Der passende Standort für Basilikum

Basilikum bevorzugt einen warmen, halbschattigen Standort auf nährstoffreichen, lockeren und drainierten Böden. Der optimale pH-Wert liegt für das mediterrane Kraut zwischen 6,5 und 7. Das Gewächshaus ist ein idealer Standort, das Basilikum kann hier sehr groß werden und viele Blätter für Pesto liefern.

Zudem sind Tomaten (Solanum lycopersicum) ideale Nachbarn für Basilikum. Das würzige Kraut hält Schädlinge wie die Weiße Fliege von den Gemüsepflanzen fern und profitiert gleichzeitig von der Beschattung durch die hohen Nachtschattengewächse.

Bei Temperaturen unter 8 °C wird es meist lebensbedrohlich kalt für das Basilikum, doch manche Sorten ertragen sogar Minusgrade von bis zu -10 °C. Den Winter sollte es jedoch sicherheitshalber immer im Haus oder Wintergarten verbringen. Eine Kultur im Topf erleichtert das Aus- und Einwintern deutlich. Weil das Überwintern von Basilikum gar nicht so einfach, aber lohnenswert ist, finden Sie hierzu alle Infos in unserem Spezialartikel.

Kleine Basilikum-Setzlinge
Sobald die ersten Laubblätter erscheinen, können die Basilikum-Keimlinge pikiert und umgesetzt werden [Foto: Sergey and Marina Pyataev/ Shutterstock.com]

Basilikum pflanzen

Sie können Basilikum selber ziehen und auspflanzen, durch Stecklinge vegetativ vermehren oder als fertig gekaufte Pflanze im Freien oder im Topf anbauen. Auch Supermarkt-Ware kann sich am richtigen Standort zu wüchsigen und ertragreichen Kleinsträuchern mit einem halben Meter Höhe mausern. Fertige Kräuter-Töpfchen beinhalten immer mehrere Pflanzen, beim Auspflanzen kann man sie daher teilen und ihnen dadurch mehr Platz geben.

Basilikum im Haus pflanzen

Im Haus ist es jederzeit möglich, Basilikum selber zu ziehen oder gekaufte Pflanzen weiter zu kultivieren. Hier bietet sich die Topfkultur auf dem warmen Fensterbrett an. Der Topf sollte etwa 3 bis 5 Liter Volumen fassen, denn nur mit ausreichend Substrat sichert man sich eine langlebige Pflanze ohne Mangelerscheinungen. Verwirrung gibt es oft bei der Frage, welche Erde für Basilikum geeignet ist. Basilikum besitzt einen mittelhohen Nährstoffbedarf. Das Pflanzgefäß befüllt man also statt mit einer typischen, eher mageren Kräutererde mit einer mit einer nährstoffreicheren Gemüseerde, wie unserer Plantura Tomaten- & Gemüseerde in Bio-Qualität.

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Tipp: Basilikum hat ein sehr hohes Wärmebedürfnis und kann in kühlen Sommern sogar im Freiland mäkeln. Aussaaten im Winter auf der Fensterbank führen kaum zu ertragreichen Pflanzen und auch die Töpfe aus dem Supermarkt gedeihen selbst im Wintergarten nur mäßig. Umso wichtiger ist es, das Kraut rechtzeitig zu ernten und durch das richtige Lagern des Basilikums Vorräte für den Winter anzulegen!

Basilikum draußen pflanzen

Basilikum darf erst Ende Mai, nach den Eisheiligen, ins Freie gepflanzt werden, da sonst die Gefahr des Erfrierens noch zu hoch ist. Der Standort sollte besonders warm und hell, aber nicht vollsonnig sein. Eine halbschattige Ecke auf dem Balkon, im Hochbeet oder unter Tomaten im Gewächshaus bietet sich als Heimat für das Basilikum gut an. Bei Töpfen aus dem Supermarkt wird auf 25 Zentimeter Pflanzabstand gesetzt, bei einzelnen, kräftigen Pflanzen beträgt der Abstand etwa 10 – 15 Zentimeter.

Tipp: Verglichen mit anderen Kräutern mag Basilikum nährstoffreichere Böden. Eine zu starke Düngung schadet ihm dennoch: Pilzerkrankungen und verstärkter Schädlingsbefall können die Folge sein. Verwenden Sie daher keinen zusätzlichen Dünger, wenn sie in eine nährstoffreiche Erde gepflanzt haben. Wer Basilikum in gutem Gartenboden kultiviert, sollte auf einen langsam wirkenden Bio-Dünger wie den Plantura Bio-Tomatendünger zurückgreifen.

Nach dem Auspflanzen von Basilikum ist es mit den Kulturmaßnahmen noch nicht getan. In unserem Spezialartikel erfahren Sie alles zur Pflege von Basilikum, dem richtigen Gießen, Düngen und Schneiden.

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