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Basilikum: Im Garten selbst anbauen

Italienische Küche ohne Basilikum – das ist unvorstellbar. Wir zeigen Ihnen, was sie über den Anbau zu Hause wissen müssen.

 

Seinen Ursprung hat Basilikum (Ocimum basilicum) wahrscheinlich in Indien. Berühmt ist es jedoch aufgrund seiner häufigen Verwendung in der italienischen Küche. Viele verschiedene Sorten des Basilikums unterscheiden sich bezüglich ihrer ätherischen Ölen. So reicht die Palette der Geschmäcker von Zitrone über Nelken bis hin zu Anis. Mittlerweile ist das Basilikum als Topfkraut in jedem Supermarkt erhältlich. Doch glänzt diese Topfware meist nicht gerade durch eine besonders lange Lebensdauer. Basilikum kann jedoch auch einfach im eigenen Garten angebaut werden und den Hobbygärtner sogar über mehrere Jahre erfreuen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das aromatische Gewürz erfolgversprechend in Ihren Garten oder auf Ihre Fensterbank bringen.

Basilikum anbauen: Schritt für Schritt

  1. Standort: Basilikum bevorzugt einen warmen Standort. Unter 10 °C wird es lebensbedrohlich kalt für das Gewürz. Deshalb bietet sich eine Kultur im Topf an. Die Auswahl des Substrates sollte die Vorlieben für eine gute Drainage, lockerer Struktur und einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7 berücksichtigen. Außerdem sollte es nährstoffreich sein. Einige robuste Sorten lassen sich jedoch zumindest während der warmen Jahreszeiten auch im Freiland anbauen. Für das Basilikum ist jedoch ein halbschattiger Standort auszusuchen, denn die volle Sonne verträgt es eher schlecht.
  2. Vermehrung: Am einfachsten ist es, Basilikum über Samen zu vermehren. Hier bietet sich auch eine reichhaltige Vielfalt an verschiedenen Sorten mit diversen Aromen. Da es sich beim Basilikum um einen Lichtkeimer handelt, darf die Aussaat nicht mit einer zu mächtigen Substratschicht bedeckt werden. Im warmen Haus kann bereits ab März ausgesät werden, im Freiland nicht vor Mitte Mai. Es ist zu der Hausvariante zu raten, denn so kann das Basilikum ab Mitte Mai als bereits gestärkte Jungpflanze nach draußen gebracht werden. Dennoch ist auch dann noch Vorsicht aufgrund zu niedriger Nachttemperaturen geboten. Bei Raumtemperatur keimt die Saat je nach Sorte innerhalb von 7 bis 14 Tagen.
    Werden die Spitzen der Basilikumtriebe mit zwei bis drei Blattpaaren entnommen, können diese auch leicht als Stecklinge vermehrt werden. Das geht etwas schneller als die Vermehrung über Aussaat, es muss aber bereits eine Basilikumpflanze vorhanden sein. Die Triebspitzen von Basilikum-Bundware aus dem Supermarkt bewurzelt nicht mehr allzu gut. Der Schnitt der Triebe liegt meist schon zu lange zurück und sie sind somit nicht mehr frisch genug für die Stecklingsvermehrung.
  3. Gießen und Düngen: Basilikum ist sehr durstig. Hängende Triebe mangels Wasser sollten unbedingt vermieden werden. Deshalb steht zumeist tägliches Gießen an. Staunässe mag das Basilikum allerdings auch nicht. So ist ein gewisser grüner Daumen beim Gießen erforderlich. Da durch das Befeuchten der Blätter der Befall mit pilzlichen Schaderregern gefördert wird, sollte die Pflanze beim Gießen möglichst nicht übergebraust werden. Pflanzen im Topf können am schonendsten über einen Topfuntersetzer bewässert werden. Während der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbstanfang freut sich das Basilikum über eine wöchentliche Düngung. Es hat einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Im Winter kann die Düngung reduziert werden, sodass eine vier- bis sechswöchige Düngung mit einem Vollnährstoffdünger die Basilikumpflanze optimal versorgt.
  4. Überwintern: Manche der Basilikum-Sorten sind einjährig und eignen sich nicht zum Überwintern. Andere können jedoch durchaus mehrjährig sein. Dabei handelt es sich meist um die Sorten, die etwas besser mit Kälte zurechtkommen als ihre einjährigen Verwandten. Doch alles unter 10 °C wird auch für die mehrjährigen Basilikum-Pflanzen problematisch. Deshalb muss die Überwinterung in jedem Fall im Haus erfolgen. Hier werden die Pflanzen möglichst an ein helles Fenster gestellt und entsprechend versorgt. So ist sogar Wachstum und Ernte im Winter möglich.
    Basilikum im Topf mit Erdsack

    Basilikum im Topf lässt sich ganz leicht überwintern (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

  5. Schneiden: Würden die Triebe des Basilikums nicht geschnitten werden, wären sie einfach nur eintriebig und lang. Das Entfernen der Triebspitzen sorgt für den Austrieb von Seitenknospen und somit für das gewünschte Verzweigen der Pflanzen. Es muss jedoch nicht extra geschnitten werden – die Erziehungsmaßnahme kann mit der Ernte verbunden werden.
  6. Ernte: Die unteren Blätter des Basilikums sollten unangetastet bleiben. Es gilt, immer die Triebspitzen zu beernten. Es können beruhigt nicht nur einzelne Blätter abgenommen, sondern sogar die Triebspitzen als Ganzes herausgeknipst werden. Das regt die Verzweigung der Pflanze an. Außerdem wird dadurch die Blüte hinausgezögert und das Zeitfenster für die Ernte aromareichen Basilikumlaubes verlängert. Denn mit Eintritt der Blüte verliert das Basilikum spürbar an geschmackgebenden aromatischen Ölen.
  7. Lagerung: Am besten wird Basilikum erntefrisch verwendet. Dann ist es im Geschmack am intensivsten. Von einer Trocknung ist abzuraten, denn der Verlust an Aromen ist wesentlich größer als beim Lufttrocknen anderer Kräuter. Als Alternative kann Basilikum jedoch einfach zu Pesto verarbeitet werden und so seine Geschmacksnote bis zu mehreren Monaten konserviert werden. Ebenso ist es möglich, die frischen, gehackten Blätter in Olivenöl einzulegen. So nimmt das Olivenöl die aromatischen ätherischen Öle des Basilikums auf.
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