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Basilikum ernten: Profi-Tipps zu Vorgehen & Lagerung

Basilikum ist nicht nur in der italienischen Küche beliebt – auch bei uns kommt das Kraut oft zum Einsatz. Wir zeigen, was man bei der Ernte beachten muss und wie man Basilikum richtig lagert und haltbar macht.

Frisches Basilikum
Basilikum ist anspruchsvoll im Anbau, in der Pflege und der Ernte [Foto: Angela Bragato/ Shutterstock.com]

Ob im klassischen grünen Pesto, auf der Pizza oder im Cocktail – kaum ein Kraut verbinden wir so sehr mit Sommer und mediterranem Flair wie Basilikum (Ocimum basilicum). Es darf eigentlich in keinem Kräutergarten fehlen. Und wer keinen Garten hat, kann sich trotzdem an einem Basilikum im Topf auf der Fensterbank oder im Balkonkasten freuen. Allerdings kann das anspruchsvolle Kraut eine echte Diva sein und will im Anbau, in der Pflege und auch bei der Ernte richtig behandelt werden. Damit Sie bei der Ernte nichts falsch machen und möglichst lange duftende, grüne Blätter ernten können, verraten wir Ihnen alles über das richtige Ernten und Lagern von Ocimum basilicum.

Wann erntet man Basilikum am besten?

Basilikum kann, wenn es richtig angebaut und gepflegt wird, das ganze Jahr über geerntet werden. Mehrjährige Sorten überstehen sogar den Winter und können selbst in den kalten Monaten einige aromatische Blätter für die Küche liefern. Allerdings ist das Wachstum des Krautes in den kalten Wintermonaten stark verringert und es sollte deutlich weniger geerntet werden. Daher empfiehlt es sich, im Winter das Basilikum weitestgehend in Ruhe zu lassen und ganz von der Ernte abzusehen. Einige Basilikumsorten sind nur auf eine einjährige Kulturdauer gezüchtet. Diese gedeihen meist von April bis Oktober und können in diesem Zeitraum geerntet werden. Danach gehen sie meist ein.

Übersicht: Wann wird Basilikum geerntet?

  • Mehrjährige Sorten: Ganzjährig (unter optimalen Bedingungen)
  • Einjährige Sorten: April – Oktober

Basilikum richtig ernten und pflücken

Auch wenn es noch so verlockend erscheint, einfach einzelne Blätter vom Basilikum abzupflücken: So sollte einjähriges, unverholztes Basilikum nie geerntet werden, denn mit dieser Technik gehen die Triebe rasch ein und das aromatische Kraut verkümmert. Um ein langes Leben Ihres Basilikums zu gewährleisten, sollten Sie nur die Triebspitzen abernten. Dazu können Sie einfach mit den Fingern die Stängel oberhalb des letzten Blattpaares abkneifen oder mit einer Schere abschneiden. Aus den Blattachsen werden sich nun neue Sprossachseln entwickeln und das Basilikum kann noch prächtiger gedeihen. Ein weiterer Vorteil dieser Erntetechnik ist, dass die Blütenbildung hinausgezögert wird, was die Erntezeit des aromatischen Basilikumlaubes verlängert. Natürlich kann Basilikum auch noch geerntet werden, wenn es blüht; allerdings verändert sich durch die Blüten das Aroma der Pflanze. Mehrjähriges Strauchbasilikum bildet kräftige Sträucher mit verholzten Stielen aus. Von diesem Basilikumstrauch können auch einzelne Blätter abgezupft werden. Denn im Gegenteil zum zarten einjährigen Basilikum steckt das Strauchbasilikum das Ernten einzelner Blätter viel besser weg.

Basilikum Blaätter im Closeup
Zum Ernten werden die Triebspitzen des Basilikums abgeknipst [Foto: Christin Klose/ Shutterstock.com]

Übersicht: Wie wird Basilikum geerntet?

  • Bei einjährigen, unverholzten Sorten keine einzelnen Blätter abzupfen
  • Triebspitzen abpflücken oder abschneiden
  • Dafür die Stängel knapp über der obersten Blattverzweigung abkneifen oder abschneiden
  • Aus den Blattachseln entwickeln sich dann neue Seitensprosse
  • Von verholztem Strauchbasilikum können auch einzelne Blätter abgepflückt werden

Basilikum lagern, haltbar machen und konservieren

Die erntefrische Verwendung des Basilikums ist letztlich nicht zu übertreffen. Es bietet sich aber auch an, die frisch geernteten Basilikumblätter zu zerhacken, in Olivenöl einzulegen und so den aromatischen Geschmack des Krautes für einige Monate zu konservieren. Das Basilikum-Öl kann dann zum Kochen oder für Salatdressings verwendet werden. Außerdem kann man Basilikum auch prima haltbar machen, indem man die Blätter erntefrisch zu Pesto verarbeitet. Weitere Möglichkeiten, um Basilikum länger zu konservieren, sind das Einlegen in Salz oder in Weißweinessig.

Basilikum konservieren
Eine gute Möglichkeit, Basilikum zu konservieren, ist als Pesto [Foto: beton studio/ Shutterstock.com]

Möglichkeiten, Basilikum zu konservieren:

  • In Olivenöl einlegen
  • Zu Pesto verarbeiten
  • In Salz einlegen
  • In Weißweinessig einlegen
  • Einfrieren
  • Trocknen

Natürlich kann Basilikum auch eingefroren und getrocknet werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Basilikum einfrieren

Eine häufig gestellte Frage ist die, ob man Basilikum einfrieren kann. Die simple Antwort auf diese Frage lautet: Ja, Basilikum lässt sich einfrieren. Allerdings verliert Basilikum im Gefrierfach an Aroma und wird leicht matschig und braun. Um dem entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Einfrieren von Basilikum zu optimieren. Eine Variante ist, die Blätter vor dem Einfrieren zu blanchieren. So behalten sie besser ihr Aroma und ihre Farbe. Eine andere bewährte Methode ist, die Blätter des aromatischen Krautes mit Wasser zusammen in die Kühltruhe zu geben. Zum Beispiel können die Blätter in Eiswürfelförmchen eingefroren werden, sodass man sie gut portionieren kann. Auch eignen sie sich hervorragend für Cocktails. Zu guter Letzt kann Basilikum auch als Pesto eingefroren werden. Durch das zusätzliche Öl und Salz bleibt das Aroma erhalten und im Gefrierfach hält das Pesto noch länger.

Wie kann man Basilikum einfrieren?

  • Frische Blätter einfrieren
  • Basilikum blanchieren und einfrieren
  • Mit Wasser zusammen einfrieren
  • Basilikum als Pesto einfrieren

Basilikum trocknen 

Immer wieder ist zu hören, dass Basilikum prima getrocknet werden kann. Das Verfahren der Lufttrocknung eignet sich für dieses Kraut jedoch nicht sonderlich gut. Der Abbau der Geschmack gebenden ätherischen Öle ist beim Basilikum durch den Feuchtigkeitsentzug einfach zu groß. Das getrocknete Basilikum schmeckt schließlich nach fast nichts mehr. Generell gilt: Je schneller das Trocknungsverfahren, desto größer der Geschmacksverlust. Trotzdem kann getrocknetes Basilikum als Gewürz oder zum Verfeinern von Kräutersalz eingesetzt werden.

Trockenes Basilikum
Zum Trocknen hängt man Basilikum über Kopf an einem dunklen und trockenen Ort auf [Foto: LiliGraphie/ Shutterstock.com]

Wie trocknet man Basilikum?

  • An einem trockenen, dunklen Ort
  • Ganze Stängel kopfüber aufhängen
  • In 2 Wochen ist das Kraut gut getrocknet
  • Alternativ im Backofen oder Dörrautomaten trocknen

Tipp: Damit Sie aromatisches Basilikum ernten können, sollten Sie schon beim Pflanzen auf das richtige Substrat achten. Wir empfehlen unsere torffreie Bio-Tomaten- & Gemüseerde, die Ihr Basilikum mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

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