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Borretsch pflanzen: Profi-Tipps zu Zeitpunkt, Standort & Vorgehen

Das gesunde Kraut war lange in Vergessenheit geraten, wird aber aktuell wieder beliebter. Wir zeigen, auf was man beim Pflanzen von Borretsch achten sollte.

blau blühender Borretsch
Borretsch ist ein stacheliges Kraut mit einer schönen blauen Blüte [Foto: rdp15/Shutterstock.com]

Borretsch (Borago officinalis) darf in einem vielfältigen Kräutergarten nicht fehlen. Das stachelige und wohlschmeckende Kraut ist nicht nur etwas für menschliche Gaumen und Augen, sondern lockt mit seinen blauen Blüten auch Bienen und Hummeln in den Garten. Wie Borretsch seinen Weg auch in Ihren Garten finden kann, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Hier erfahren Sie alles über den richtigen Pflanzzeitpunkt, den idealen Standort und das richtige Vorgehen beim Pflanzen von Borretsch.

Im Gurkensalat, im Kräuterdip oder in der Frankfurter grünen Sauce: In all diesen Gerichten macht Borretsch eine gute Figur. Mit seinem unverwechselbaren Geschmack und den schönen, auch essbaren blauen Blüten ist das stachelige Kraut ein Highlight in jedem Kräutergarten. Höchste Zeit also, sich einen eigenen Borretsch zuzulegen, falls Sie noch keinen im Garten haben. Das tolle am Borretsch ist: Einmal gepflanzt, beglückt er Sie jedes Jahr wieder aufs Neue, denn obwohl er eine einjährige Pflanze ist und im Winter erfriert, so sät er sich doch immer wieder von selbst aus. Damit es aber so weit kommen kann, müssen Sie ihn zuallererst einmal im Garten etablieren. Das geht durch Aussäen und Einpflanzen.

Der richtige Zeitpunkt zum Borretsch-Pflanzen

Der pflegeleichte Borretsch gelingt leicht, wenn er direkt ins Beet gesät wird. Daher ist ein Vorziehen nicht notwendig. Der ideale Zeitpunkt, um Borretsch zu säen, ist zwischen Mitte April und Anfang Mai. Allerspätestens sollten Sie Ihren Borretsch aber bis Anfang Juli aussäen. Kaufen Sie schon vorgezogene Borretsch-Jungpflanzen, so können Sie diese ab Mitte Mai ins Freiland auspflanzen.

Junger Borretsch per Hand eingepflanzt
Der Borretsch kann als Jungpflanze ins Freiland ausgepflanzt werden [Foto: Nazarenko LLC/Shutterstock.com]

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Borretsch-Pflanzen?

  • Kein Vorziehen notwendig
  • Direktsaat ins Freiland von Mitte April bis Anfang Mai
  • Spätestens Anfang Juli aussäen
  • Jungpflanzen ab Mitte Mai ins Beet setzen

Der perfekte Standort für Borretsch

Borretsch liebt es sonnig und windgeschützt. Der ideale Boden für das Kraut sollte locker und durchlässig sein. Zu nährstoffreich oder zu sauer darf die Erde jedoch nicht sein. Zu feste Böden sollten vor dem Pflanzen aufgelockert und mit Sand angereichert werden. Borretsch gedeiht am besten bei einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Für das Pflanzen von Borretsch empfehlen eine hochwertige Kräutererde wie unsere torffreie Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde.

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Welche Standortansprüche hat Borretsch?

  • Sonnig
  • Windgeschützt
  • Lockerer, durchlässiger Boden
  • Zu schwere Böden mit Perlit oder Sand anreichern
  • Idealer pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5

Tipp: Borretsch hat gern Nachbarn im Beet. Besonders gut verträgt er sich zum Beispiel mit Gurken (Cucumis sativus), Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) und Erdbeeren (Fragaria). Weniger gern möchte er direkt neben Petersilie (Petroselium crispum ssp. crispum) oder Schnittlauch (Allium schoenoprasum) stehen. Da er bis zu 80 Zentimeter hoch wachsen kann, überschattet er andere Kräuter leicht.

Borretsch mit Beetnachbarn wie Salat
Borretsch in einem Beet mit Salat, Tomate und Co. [Foto: Del Boy/Shutterstock.com]

So geht man beim Pflanzen von Borretsch vor

Die Aussaat von Borretsch ist zum Glück kinderleicht. Zuallererst sollten Sie das Beet, in das Sie den Borretsch säen möchten, gut vorbereiteten. Lockern Sie die Erde gut auf und entfernen Sie alles Unkraut sowie Steine aus dem Beet. Saatrillen müssen für den Borretsch im Grunde nicht gezogen werden. Am besten ist eine großflächige Wurfsaat. Hierbei sollte die Saatgutmenge 90 Samen pro Quadratmeter nicht überschreiten. Ist Ihnen eine geordnetere Aussaat lieber, können Sie Reihen im Abstand von 35 bis 45 Zentimetern anlegen. Da das Kraut zu den Dunkelkeimern gehört, sollten die Samen zum Keimen gut mit Erde bedeckt sein. Drücken Sie die Samen daher einen bis drei Zentimeter tief in den Boden. Nun wird die Saat gut angegossen. Nach circa 14 Tagen sollten die Samen zu keimen beginnen. Nach vier Wochen können Sie die Jungpflanzen dann auf einen Pflanzabstand von 15 bis 25 Zentimeter vereinzeln und schwache Pflänzchen aussortieren.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Borretsch-Pflanzen:

  1. Beet vorbereiten
  2. Wurfsaat: 90 Samen pro Quadratmeter
  3. Reihensaat: Abstand 35 – 45 cm
  4. Pflanzabstand: 15 – 25 cm
  5. Samen 1 – 3 cm tief in den Boden drücken
  6. Gut angießen
  7. Keimdauer: Zwei Wochen
  8. Nach vier Wochen auf 15 – 25 cm vereinzeln

Tipp: Borretsch schmeckt nicht nur so ähnlich wie Gurken, er wird leider auch von ähnlichen Pflanzenkrankheiten heimgesucht. Pflanzen Sie Ihren Borretsch daher lieber nicht zu eng, da er sonst leichter von Pilzkrankheiten wie zum Beispiel Mehltau (Erysiphaceae) befallen wird.

Borretsch kann auch im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse angebaut werden. Aufgrund seiner Wuchshöhe sollten Sie hierfür einen möglichst tiefen und großen Pflanzbehälter wählen. Die Samen können Sie auf der Fensterbank oder in einem selbstgebauten Minigewächshaus zum Keimen bringen und danach pikieren. Sind die Pflanzen groß genug, können sie in die Pflanzgefäße umgepflanzt werden. Die kleinen Pflänzchen sollten aber unbedingt erst nach den letzten Frösten ins Freie gestellt werden.

Borretsch im Topf auf dem Balkon
Auch auf dem Balkon kann Borretsch gepflanzt werden [Foto: MarinaGreen/Shutterstock.com]

Borretsch nach dem Pflanzen pflegen

Nach der Aussaat sollten Sie Ihren Borretsch regelmäßig gießen und die Erde ausreichend feucht halten. Regelmäßiges Unkrautjäten gehört natürlich auch zur Pflege dazu. Eine regelmäßige Düngung benötigt der Borretsch nicht.

Tipp: Tragen Sie bei der Pflege von Borretsch am besten Handschuhe. So werden Sie nicht von den stacheligen Blättern des Krautes gepikt.

Noch mehr Interessantes über Borretsch haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengestellt.

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