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Estragon-Varietäten: Vielfalt im heimischen Garten

Estragon überzeugt mit seiner charakteristischen Würze in vielen Gerichten. Wenn man ihn im eigenen Garten anbauen möchte, sollte die Varietät bekannt sein.

Estragon Blätter nah

In unseren Gärten sind drei verschiedene Varietäten des Estragons anzutreffen [Foto: Nataly Studio/ Shutterstock.com]

Estragon (Artemisia dracunculus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In unseren Gärten sind drei verschiedene Varietäten des mehrjährigen Krautes anzutreffen. Wie diese heißen und in welchen Eigenschaften sie sich unterscheiden, lösen wir im Folgenden auf.

Russischer Estragon (Artemisia dracunculus var. inodora)

Der russische Estragon ist in der Würze nicht ganz so intensiv, dafür bildet er einen eher herben Geschmack aus. Deshalb wird er auch nicht so häufig angebaut oder im Handel angeboten. Des Weiteren eignet er sich aufgrund seiner geringen Winterhärte nicht besonders gut für den Anbau im eigenen Garten. Mit einem großen Vorteil kann der russische Estragon allerdings auftrumpfen: Er ist die einzige Varietät des Estragons, die über Samen zu vermehren ist. Das ist meist einfacher und vor allem günstiger, als Pflanzen über Stecklinge zu vermehren.

Französischer Estragon (Artemisia dracunculus var. sativus)

Dieser Vertreter des Estragons ist im Aroma am intensivsten. Bekannt ist der französische Estragon als Komponente der berühmten Sauce Bernaise. Er hält immerhin Temperaturen von bis zu -10 °C stand. Da er jedoch keine Samen ausbildet, muss eine Pflanze vorhanden sein, um selber vermehren zu können. Das geht nämlich beim französischen Estragon nur über Stecklinge im Frühjahr und Sommer oder durch Teilung der Pflanzen im Frühjahr.

Deutscher Estragon (Artemisia dracunculus cv.)

Der deutsche Estragon liegt bezüglich des Aromas zwischen den beiden zuvor genannten Varietäten. Allerdings handelt es sich hier um den robustesten Vertreter – in der Regel kommt er ohne erforderlich Schutzmaßnahmen unbeschadet durch den Winter. Bezüglich der Vermehrung gilt jedoch das gleiche wie für den französischen Estragon: Keine Samen und somit entweder über Stecklinge oder durch Teilung zu vermehren.

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