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Kamille: Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Weltweit ist die Kamille für ihre vielseitige Heilwirkung bekannt. Wir verraten, wann dieses Heilkraut dank seiner Inhaltsstoffe hilft.

Kamillentee Arzneitee

Kamillentee hat viele wohltuende Eigenschaften [Foto: deryaCC BY 2.0]

Ausschlaggebend für die Popularität der echten Kamille (Matricaria chamomilla) als Heil- und Arzneimittel ist der hohe Gehalt an Kamillenöl. Je nach Sorte können bis zu 1,5 % der Pflanzenmasse aus diesem ätherischen Öl bestehen. Hauptbestandteil ist das antibakteriell wirkende Bisabolol. Mit ähnlicher Wirkung trumpft das im Öl enthaltene Chamazulen auf. Bei einer Extraktion des Kamillenöles aus den Blüten sorgt es ebenfalls für die auffällige Blaufärbung. Die Gewinnung des reinen Öles erfolgt über eine Wasserdampfsterilisation der Blüten. Kamillen-Öl und –Blüten unterscheiden sich jedoch nicht in ihrer Anwendung, sodass die Blüten auf direkt mit gleicher Heilwirkung verwendet werden können.

Eine Salbe auf Kamillen-Basis kann zum Beispiel bei Haut- und Schleimhautentzündungen oder bakteriellen Hauterkrankungen aufgetragen werden. Auch eine Anwendung bei Problemen in Mundhöhle oder am Zahnfleisch kann Besserung erwirken. Kamillenblüten als Tee aufgegossen sind zum Beispiel bei bakteriellen Entzündungen im Rachen oder bei Magen- und Darmbeschwerden wohltuend. In Südeuropa ist Kamillentee weitverbreitet als Schlaf- und Beruhigungsmittel bekannt. In einem Topf mit heißem Wasser aufgegossene Kamillenblüten werden bei Atemwegsbeschwerden zu einem effektiven Inhalationsbad – einfach den Kopf für einige Minuten mit einem Handtuch abgedeckt über den Topf hängen und tapfer tief ein- und ausatmen. Das ist zwar oftmals nicht sonderlich angenehm, wirkt aber wahre Wunder.

Die Heilkraft der antibakteriell wirkenden Kamille ist also nicht zu bestreiten. Und auch wegen ihrer zierenden Blüten sollten Sie über einen Anbau des nützlichen Korbblütlers im eigenen Garten nachdenken.

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