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Kapuzinerkresse anbauen

Trotz ihrer tropischen Herkunft ist Kapuzinerkresse im heimischen Garten leicht anzubauen und erfreut uns im Sommer mit ihrer Farbpracht und reichen Ernte.

Kapuzinerkresse im Garten mit roten orangen Blüten

Kapuzinerkresse erfreut uns mit ihrer Farbpracht und reichen Ernte [Foto: Deb NystromCC BY 2.0]

Die aus Südamerika stammenden Kapuzinerkressen bilden unter den Pflanzen eine eigene Familie, doch in Europa hat sich insbesondere die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) durchgesetzt. Da sie sehr empfindlich gegenüber kühlen Temperaturen ist, wird sie einjährig gezogen. Trotzdem beschert die Kapuzinerkresse dem Hobbygärtner Freude auf unterschiedliche Weisen: zum einen mit ihren frischen, würzig-scharf schmeckenden Blättern und zum anderen überzieht sie den sommerlichen Garten mit einer nicht enden wollenden Blütenpracht in warmen Gelb- und Orangetönen, die sich wunderbar als essbare Dekoration verwenden lassen.

Mit diesen Tipps gelingt der Anbau der exotischen Schönheit spielend einfach:

  1. Standort: Kapuzinerkresse bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort und humusreiche, durchlässige Böden. Staunässe sollte vermieden werden. Wer viel Platz hat, kann die langen Triebe auf dem Boden kriechen und wachsen lassen, doch genauso bereitwillig erstürmt sie zu Verfügung gestellte Rankhilfen. Es gibt allerdings auch Sorten mit weniger starkem Ausbreitungsdrang, die sich insbesondere für Balkon und Terrasse eignen.
  2. Aussaat: Da Kapuzinerkresse sehr empfindlich gegenüber kalten Temperaturen ist, sollte mit der Aussaat im Freiland erst nach den Eisheiligen begonnen werden. Zur Voranzucht kann in der Wohnung bereits ab Mitte April gesät werden. Der Herbst ist der perfekte Zeitpunkt zur Saatgutgewinnung von eigenen Pflanzen für die nächste Gartensaison.
  3. Wässern und Düngen: Trotz ihrer tropischen Herkunft ist Kapuzinerkresse eine pflegeleichte Pflanze, die nur während längeren Trockenperioden gegossen und im Frühjahr leicht gedüngt werden muss. Zu viel Dünger vermindert allerdings die Blühfreudigkeit.
  4. Schnitt: Kapuzinerkresse benötigt keine regelmäßigen Schnittmaßnahmen, ihr ausufernder Wuchs kann jedoch leicht durch einen Schnitt eingebremst werden.
  5. Überwinterung: Da Kapuzinerkresse sehr empfindlich gegenüber Kälte ist, einen großen Ausbreitungsdrang besitzt und sich leicht aus Samen ziehen lässt, wird sie in unseren Breitengraden einjährig kultiviert und daher nicht überwintert.
  6. Ernte: Die würzigen Blätter können das ganze Jahr über geerntet werden, ebenso essbar sind Knospen, Blüten und Samenkapseln.
    Kapuzinerkresse im Topf

    Man kann Knospen, Blüten und Samenkapseln der Kapuzinerkresse verzehren (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

  7. Lagerung: Weder die Blätter noch Knospen und Blüten eignen sich zum Trocknen oder Einfrieren, sodass man beim Verarbeiten kreativ werden muss. So lassen sich beispielsweise Knospen und unreife Samenkapseln wie Kapern einlegen und ein Pesto aus Kapuzinerkresse hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Am besten genießt man Kapuzinerkresse allerdings frisch.
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