skip to Main Content

Lavendel schneiden, düngen und kalken

Lavendel ist in fast jedem Garten zu finden, doch nicht überall blüht er prächtig. Ein Weg zur Blütenpracht liegt im richtigen Schneiden und Düngen.

Lavendel mit Gartenschere schneiden

Damit Lavendel so prächtig blüht is die richtige Schnitttechnik entscheidend [Foto: niksinka]

Lavendel richtig schneiden: So wird´s gemacht

Der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) ist ein absoluter Klassiker im Garten. Doch nicht immer will er so üppig und prächtig blühen, wie es sein Besitzer gerne hätte. Das liegt häufig an einem schlechten oder gar nicht durchgeführten Schnitt. Denn beim Schneiden können viele Fehler gemacht werden! Der Schnitt des Lavendels soll verhindern, dass die Pflanze im unteren Teil zu sehr verholzt und nur wenige lange Triebe mit wenig Blatt und Blüte ausbildet. Das regelmäßige Beschneiden hält ihn in Form und sorgt für reichhaltige Verzweigung. Wir listen für Sie auf, was beim Kürzen des beliebten lila Lippenblütlers (Lamiaceae) zu beachten ist.

Zweimal im Jahr schneiden

Erfahrungsgemäß hat es sich durchgesetzt, den Lavendel zweimal im Jahr mit einem Schnitt zu beglücken: einmal im Frühjahr vor dem Austrieb (Ende März bis Anfang April) und das zweite Mal im Sommer kurz vor dem Verblühen (Mitte Juli bis Anfang August). Von einem Herbstschnitt, wie er für die meisten Sträucher üblich ist, wird beim Lavendel abgeraten. Er würde nicht mehr genügend austreiben und Kraft für den Winter sammeln, sodass die Schnittstellen schnell zu gravierenden Frostschäden führen könnten.

Nicht zu früh und nicht zu spät

Wichtig ist es, die Zeitpunkte für die beiden Schnitte im Jahr einzuhalten. Wird im Frühjahr zu früh geschnitten und der Lavendel erfährt noch kräftige Fröste, so bringt man ihn in Lebensgefahr. Der zweite Schnitt im Herbst ermöglicht vor allem noch eine zweite Blühphase im Herbst. Wird jedoch zu spät geschnitten, so hat der Lavendel nicht mehr genügend Kraft für einen Austrieb. Die Blüte bleibt aus und schlimmstenfalls ist durch den zu spät erfolgten Schnitt auch die Winterhärte deutlich eingeschränkt. Auch dann kann der Lavendel im nächsten Jahr deutlich gezeichnet aus dem Winterschlaf erwachen.

Schneiden Sie Lavendel nicht zu früh, sonst ist er Spätfrösten ausgeliefert [Foto: PapillonPictures]

Nicht zu viel abschneiden

Beim Schneiden des Lavendels darf keinesfalls zu tief geschnitten werden. Je nach Wuchs kann man eine grobe Faustregel aufstellen: Im Frühjahr ein Drittel bis zwei Drittel, im Herbst ein Drittel bis die Hälfte abschneiden. In den verholzten Teil der Pflanze darf jedoch auf keinen Fall geschnitten werden. Aus dem zu holzigen bodennahem Geäst kann der Lavendel nämlich nur noch mit viel Mühe oder gar nicht mehr austreiben.

Folgende Checkliste fasst den optimalen Schnitt des Lavendels zusammen:

  • Zweimal im Jahr schneiden
  • Frühjahrsschnitt: nicht zu früh, ein Drittel bis zwei Drittel
  • Sommerschnitt: nicht zu spät, ein Drittel bis die Hälfte
  • Nicht in zu verholzte Pflanzenteile schneiden

Lavendel richtig düngen und kalken

Der echte Lavendel hat keine großen Ansprüche an den Boden, in den er gepflanzt wird, um Wurzeln zu schlagen. Seine Heimat liegt im Mittelmeerraum, weshalb er dürre, nährstoffarme und steinige Böden gewohnt ist. Regelmäßige Düngegaben sind deshalb absolut nicht erforderlich und können sogar eher schaden. Durch zu viele Nährstoffe schießen die Triebe durch und der Lavendel büßt an Winterhärte ein. Außerdem wird er anfälliger für Schädlingsbefall. Ein einmaliges Düngen mit der Vorbereitung des Beetes vor der Pflanzung ist mehr als ausreichend. Eine gelegentliche, einmalige Düngergabe in der Hauptwachstumsphase der Folgejahre genügt dem Lavendel ebenfalls.

Lavendel Cuxin Gemüse Kräuter Dünger Jutesack Strohwolle Lavendel in Topf

In der Hauptwachstumsphase freut sich Ihr Lavendel über eine Düngergabe (Anzeige: Herzlichen Dank an Cuxin)

Wichtiger ist es, darauf zu achten, dass der Lavendel kalkigen Boden bevorzugt. Daher bietet es sich an, insbesondere bei kalkarmen Böden wie z.B. Sandböden, im Frühjahr mit einer Handvoll handelsüblichen Gartenkalk nachzuhelfen. Diesen einfach gleichmäßig um die Pflanze streuen und mit einer Hake einarbeiten. Der Regen sorgt mit der Zeit dafür, dass der Kalk sich auch im Wurzelraum gleichmäßig verteilt. Doch es sollte auch nicht einfach drauflos gekalkt werden. Der für Lavendel optimale pH-Wert zwischen 6,5 und 8 ist natürlich einzuhalten. Einen guten Anhaltspunkt erhält man schon durch preiswerte Boden-pH-Messgeräte.

Aber Vorsicht: Gehen sie sicher, dass wirklich der echte Lavendel bei Ihnen im Garten steht! Es gibt noch enge Verwandte wie den Schopflavendel (Lavandula stoechas), für dessen Wachstum kalkige Böden eher von Nachteil sind. Nachlesen und vergleichen können Sie unter „Lavendelsorten im Vergleich“, welcher Vertreter der Lavendel-Familie bei Ihnen im Garten wächst.

Folgende Dünger und Erden haben sich bei unserem Lavendel bewährt:
  • Cuxin Bio-Flüssigdünger Gemüse & Kräuter: Flüssigdünger für den Anbau von Kräutern und Gemüse in Treibhäusern und Freiland. Der hohe Kaliumanteil sorgt für feste und saftige Früchte.
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Cuxin Bio-Hochbeet- & Kräuterdünger: Organischer NPK-Dünger mit natürlicher Sofort- und Langzeitwirkung für ein kräftiges, gesundes Wachstum und schöne Blüten.

 

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

Back To Top
[i]
[i]
[i]
[i]