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Lavendel überwintern: So bringen Sie Ihren Lavendel durch den Winter

Der Lavendel ist mediterranes Klima gewöhnt, kann aber auch unseren Winter überstehen. Wir zeigen, was es beim Überwintern von Lavendel zu beachten gilt.

gefrorener Lavendel

Im Winter sollte der Lavendel vor Kälte und Niederschlag geschützt werden [Foto: Sara Lindberg/ Shutterstock.com]

Lavendel (Lavandula) stammt ursprünglich aus dem warmen Mittelmeerraum, wo er je nach Art in Bergregionen oder in Küstennahe zu finden ist. Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) ist daher bei uns meist weitaus resistenter gegenüber der Winterkälte als zum Beispiel der breitblättrige Speiklavendel (Lavandula latifolia) oder der wunderschöne Schopflavendel (Lavandula stoechas). Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie Sie Ihren Lavendel im Topf und im Beet erfolgreich überwintern können.

Lavendel überwintern

Nicht jede Lavendelart ist winterhart und kann die kalte Jahreszeit bei uns ungeschützt draußen überstehen. Die wohl robusteste Art ist der Echte Lavendel. Dieser kann meist problemlos im Beet verbleiben. Speiklavendel, Schopflavendel und Co. sind im Gegensatz dazu eher frostempfindlich und müssen daher im Winter besonders geschützt werden. Pflanzt man sie direkt in einen Kübel, können sie ganz einfach an einen geschützten Platz im Garten oder Haus umgesiedelt werden.

Rückschnitt vor dem Winter?

Der regelmäßige Schnitt von Lavendel ist wichtig, um langfristig das Verkahlen des Strauches zu verhindern und die Pflanze kompakt zu halten. Wird jedoch zu spät im Sommer geschnitten, kann der Lavendel nicht mehr rechtzeitig ausreifen. Der letzte Rückschnitt sollte daher spätestens Anfang August erfolgen. Wenn es im Winter trotzdem zu Erfrierungen kommen sollte, können Sie die abgestorbenen Pflanzenteile beim nächsten Rückschnitt im späten Frühjahr entfernen.

Lavendel schneiden

Der Rückschnitt erfolgt bereits im Sommer [Foto: freya-photographer/ Shutterstock.com]

Lavendel wie und wo überwintern?

Je nach Art und Sorte des Lavendels ist eine Überwinterung im Topf und/oder im Gartenbeet möglich. Wir erklären Ihnen, was es hierbei je nach Kultivierungsform zu beachten gilt.

Lavendel im Topf überwintern

Frostempfindliche Lavendelarten (Speiklavendel, Schopflavendel) kultiviert man am besten in Pflanzgefäßen. Vor dem ersten Frost holen Sie die Kübelpflanzen dann nach drinnen und stellen sie dort in einen trockenen, unbeheizten Raum. Keller, Garagen, Gewächshäuser oder Wintergärten sind für die Überwinterung besonders gut geeignet.

Hat man drinnen allerdings keinen Platz, sollte der Stellplatz im Garten in jedem Fall frostfrei und halbschattig liegen. Eine Hauswand bietet zusätzlich eine Abschirmung gegen Wind. Als Schutzmaßnahme vor Bodenfrost können Sie den Topf auf eine Isoliermatte als Unterlage oder alternativ auf Styropor oder Holz stellen. Terrakottatöpfe eignen sich für die Überwinterung besonders gut, da sie überflüssige Feuchtigkeit binden und die Wurzeln vor dem Erfrieren schützen. Wenn die Temperaturen längere Zeit unter den Nullpunkt sinken, kann der Kübel zwischenzeitlich nach drinnen gestellt oder mit Strohmatten als Wärmeisolierung ummantelt werden.

Schopflavendel im Topf

Schopflavendel wird gerne das ganze Jahr über im Topf kultiviert [Foto: jacqueline moore/ Shutterstock.com]

Lavendel im Beet überwintern

Für jene Arten, die im Freiland überwintert werden können – das sind insbesondere die Sorten des Echten Lavendels –, ist ein windgeschützter Standort von großer Bedeutung. Eine Schicht aus Reisig, Laub oder Mulch bietet zudem sowohl Schutz vor Niederschlag und Kälte als auch vor zu starker Sonneneinstrahlung. Denn die Kombination aus Frost und Sonne kann dem Lavendel zum Verhängnis werden. Wenn mehr Wasser über die Blätter verdunstet als die Pflanze aus dem Boden aufnehmen kann, besteht auch im Winter die Gefahr einer Austrocknung. Vor Dauerfrost unter -15 °C schützt gegebenenfalls auch eine Abdeckung aus Gartenvlies oder Kokosmatten, die als Wärmeisolierung dient.

Lavendel im Winter gießen

Dank seiner langen Pfahlwurzel ist Lavendel in der Lage, sich im Freiland selbst mit ausreichend Wasser und Nährstoffen aus tieferen Erdschichten zu versorgen. Im Winter brauchen Sie nur bei Bedarf gießen, wenn der Boden frostfrei und durchlässig ist. Andernfalls könnten die Wurzeln Schaden nehmen, wenn das Wasser wieder gefriert. In Topfkultivierung muss der Lavendel regelmäßiger gegossen werden. Gießen Sie in den kalten Monaten jedoch trotzdem nur in Maßen und achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden, denn sonst neigt das mediterrane Kraut zur Wurzelfäule. Nähere Informationen zum Thema Lavendel gießen finden Sie auch in unserem Spezialartikel.

Lavendel im Schnee

Im Winter wird Lavendel nur bei Bedarf gegossen, wenn der Boden frostfrei und durchlässig ist [Foto: k-lick-s/ Shutterstock.com]

Besonders winterharte Lavendelarten und -sorten

Die Sorten des Echten Lavendels sind besonders robust und vertragen Temperaturen bis zu -15 °C, solange kein Dauerfrost herrscht. Der Speiklavendel ist zum Beispiel deutlich empfindlicher gegenüber Frösten und kommt auch mit einer schwankenden Witterung nicht sonderlich gut zurecht. Damit Sie einen Überblick über die Vielfalt des Lavendels erhalten, haben wir in einem Spezialartikel besonders winterharte Lavendelsorten für Sie zusammengetragen.

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