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Lavendelsorten im Vergleich

Lavendel ist in jedem Garten ein Muss. Wir helfen Ihnen bei der Wahl zwischen Schopf-, Speik-, und Echtem Lavendel.

üppiger Wuchs auf sandigem Boden Schopflavendel

Lavendel bevorzugt eher trockene und sandige Böden [Foto: UC Davis Arboretum and Public GardenCC BY 2.0]

Die Gattung Lavendel (Lavandula) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie enthält um die 30 verschiedenen Arten, die meist als Halbsträucher oder Sträucher wachsen. Manche der Arten bieten neben den klassischen lila Blüten auch Abwechslung in Sachen Farbe. Aber auch je nach Standorteigenschaften können die unterschiedlichen Arten mehr oder weniger gut für den Anbau geeignet sein. Wir vergleichen für Sie die wichtigsten Eigenschaften der drei großen Arten des Lavendels. So wird die richtige Lavendel-Art mit Sicherheit den Weg auch in Ihren Garten finden.

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)

LAvendel in voller Blüte auf Feld

Ein Lavendelfeld in voller Blüte – Lavendel so weit das Auge reicht [Foto: Amaya & Laurent]

  • Synonyme: Kleiner Speick, Römische Thymian, Stöchaskraut
  • beliebteste Lavendel-Art, die am meisten angebaut wird
  • Anbau in Gebirgsregionen bis 1600 m
  • bevorzugt kalkhaltige, eher trockene Böden
  • nahezu vollständig winterhart
  • als Halbstrauch im unteren Pflanzenteil nicht allzu stark verholzend
  • Variation in der Blattfarbe von dunkelgrünem bis silber-weißem Laub
  • Variation in der Blütenfarbe: vor allem verschiedene Blau- und Lilatöne, aber auch weiße und rosa Sorten
  • eher mildes, dezentes Aroma

Schopflavendel (Lavandula stoechas)

rosa Schopflavendel im garten

Schopflavendel besticht durch seine wunderschönen großen Blüten [Foto: Jinx McCombsCC BY-ND 2.0]

  • Synonyme: welscher Lavendel, arabischer Lavendel
  • fällt durch große, zierende Hochblätter an der Spitze des Blütenstandes auf (Vergleich mit einem Haarschopf)
  • Anbau in Küstennähe, nicht in Bergregionen
  • bevorzugt sandige, eher trockene Böden
  • nicht winterhart, deshalb Frostschutz/Überwinterung erforderlich
  • als Strauch etwas stärker verholzend
  • lange Blütezeit bis August oder sogar September
  • Variation in der Blütenfarbe: reines Weiß und kräftige Rosa- und Purpurtöne; Blütenstand und Hochblätter können unterschiedlich gefärbt sein
  • etwas kräftigeres Aroma als der echte Lavendel

Speiklavendel (Lavandula latifolia)

Speiklavendel Lavandula latifolia im Garten

Der Speiklavendel überzeugt durch sein sehr intensives Duftaroma [Foto: QuattrostagioniCC BY 2.0]

  • Synonyme: Großer Speick, Spanischer Lavendel
  • Anbau auch in höher gelegenen Regionen bis 600 m
  • bevorzugt kalkhaltige, eher trockene Böden
  • relativ winterhart bis -20 °C
  • sehr starkwachsend, bis 1 m hoher Strauch
  • auffällig große, breite Blätter
  • weniger Variation in Blatt und Blüte, da kaum züchterische Arbeit am Speiklavendel
  • sehr kräftiges Aroma

Für eine reichhaltige Blüte und gesunden Wuchs sind vor allem die Standortansprüche der Lavendel-Arten zu beachten. Soll der Schopflavendel gepflanzt werden, ohne dass ein sandiger Boden vorliegt, kann im Beet an Ort und Stelle einfach Sand eingearbeitet werden. Um ein kalkhaltiges Milieu für den Speik- sowie den echten Lavendel zu schaffen, kann man je nach Bodeneigenschaften in angemessener Dosierung mit handelsüblichem Kalkdünger nachhelfen.

Für alle Arten gilt: Wenig gießen und düngen, denn Staunässe ist der Feind dieser mediterranen Pflanzen.

Ein besonderer Dank an die Photographen: Amaya & Laurent, UC Davis Arboretum and Public Gardenquattrostagioni und Jinx McCombs.

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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