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Majoran anbauen: zu Hause im Garten & Balkon

Majoran mag zwar keine Kälte – zu wissen, wie das aromastarke Gewürz in eigenen Garten wächst und geerntet werden kann, sorgt dennoch für Freude!

Majoran dunkelgrün

Majoran ist ein beliebtes Küchenkraut und lässt sich problemlos im Garten oder auf der Fensterbank anbauen [Foto: Scisetti Alfio/ Shutterstock.com]

Majoran (Origanum majorana) gehört zur gleichen Gattung wie Oregano (Origanum vulgare). Trotz der engen Verwandtschaft der beiden Lippenblütler (Lamiaceae) bestehen Unterschiede im Anbau. Wir zeigen Ihnen, was für den Majoran zu beachten ist. In jedem Fall erfreut sich das Gewürz großer Beliebtheit in der deftigen Hausmannsküche und wird somit auch als Wurstkraut bezeichnet. Auch zur Lagerung ist es bestens geeignet, sodass sich das Küchenjahr problemlos mit Vorräten aus der garteneigenen Ernte bestreiten lässt. Nun aber zu wichtigen Tipps und Tricks im Anbau des mediterranen Krautes.

Majoran anbauen – Schritt für Schritt

1. Standort

Die ursprüngliche Herkunft des Majorans liegt in Vorderasien (Zypern und Türkei). Dementsprechend mag er sonnige Plätzchen, die nicht zu reich an Nährstoffen sind und möglichst durchlässigen Untergrund aufweisen. Der Boden darf keinesfalls zu Staunässe neigen – das fördert bedrohliche Wurzelpilze. Zu schwere lehmige und tonige Böden sollten mit Sand oder Bimsgestein aufgelockert werden. Auch das regelmäßige Einarbeiten von Kompost oder Dung im Frühjahr hilft langfristig dabei, einen lockeren und humosen Boden zu schaffen.

Majoran blüht mit weißen Blüten

Majoran freut sich über ein sonniges Plätzchen im Garten oder auf der Fensterbank [Foto: Rafael SANTOS RODRIGUEZ/ Shutterstock.com]

2. Vermehrung

Am einfachsten ist es, Majoran über Samen zu vermehren. Ab März wird im Warmen auf der Fensterbank ausgesät. Sofern Temperaturen um 18 °C herrschen, keimt der Samen nach 15 bis 20 Tagen. Jedoch darf das Saatgut nicht mit Substrat bedeckt werden, da Majoran ein sogenannter Lichtkeimer ist. Ab Mitte Mai können die Pflanzen dann im Topf oder ins Beet nach draußen gebracht werden. Die Aussaat im Freiland darf aufgrund der Frostempfindlichkeit hierzulande frühestens Ende April, besser noch ab Mitte Mai erfolgen.

Grundsätzlich kann Majoran im Sommer auch über Stecklinge vermehrt werden. Allerdings werden die meisten frostempfindlichen Sorten nur einjährig kultiviert, sodass bis zum Herbst keine anständige Ernte mehr eingefahren werden kann.

3. Gießen und Düngen

Etwas ausgeprägtere Trockenperioden stellen an sich kein lebensbedrohliches Problem für den Majoran dar. Doch dankt er eine ausgewogene und angemessene Wasserversorgung mit stärkerem Wachstum. Dabei darf auch nicht zu viel gegossen werden, denn so könnte man unerwünschte Staunässe verursachen. Vor allem die empfindlichen Jungpflanzen in der häuslichen Vorkultur sind vor Trockenheit zu schützen.
Wird der Majoran ins Beet ausgepflanzt, so ist für gewöhnlich keine zusätzliche Düngung erforderlich. Im Topf können gelegentliche Düngegaben während des Hauptwachstums förderlich sein. Doch zu starkes Düngen bewirkt eine geringere Aromaintensität.

Majoran mit Plantura Bio-Universaldünger

Im Topf können gelegentliche Düngegaben während des Hauptwachstums förderlich sein

4. Pflegen

Wird der Majoran beerntet, so entfällt ein formgebender Schnitt. Ohne Ernteschnitt kann das Wurstkraut im mehrjährigen Anbau jedoch zu Verholzungen neigen. Dann sollte er im Frühjahr um zwei Drittel bis kurz oberhalb der möglicherweise verholzten Stellen zurückgeschnitten werden.
Hierzulande ist der Majoran mangels Winterhärte eigentlich nicht winterhart und wird deshalb nur einjährig angebaut. Manche robuste Sorten überstehen jedoch milde Winter im Freien, sind jedoch eher schwächer im Aroma. Außerdem kann man versuchen, weniger frostresistente Sorten im Haus zu überwintern und nach der Kältephase wieder ins Freie zu bringen. Dann könnte jedoch auch der hohe Lichtbedarf des Gewürzes in der dunklen Jahreszeit Probleme bereiten.

5. Ernte

Der Majoran ist am stärksten im Geschmack, wenn er kurz vor oder mit Beginn der Blütenausbildung geerntet wird. Die Ausbildung der Blüten kostet der Pflanze nämlich viel Kraft und geht auf Kosten der Produktion und des Gehaltes an ätherischen Ölen. Es werden einfach ganze Triebe wenige Zentimeter oberhalb der Erdoberfläche abgeschnitten. So kann das Kraut nochmals austreiben, wenn die unteren Blätter stehen gelassen werden. Die zierende Blüte wird allerdings mit dem Abschneiden aller Triebe deutlich hinausgezögert. Alternativ kann nach der Blüte geerntet werden, dann sind aber große Einbußen im charakteristischen Geschmack zu verzeichnen.

Majoran hellgrüne Blätter

Majoran ist am besten im Geschmack, wenn er kurz vor der Ausbildung der Blüten geerntet wird [Foto: sasimoto/ Shutterstock.com]

6. Lagerung

Wie viele mediterrane Kräuter lässt sich auch die Verwendbarkeit des Majorans prima durch Trocknen, Einfrieren oder Einlegen in Öl verlängern. Werden ganze Triebe für zwei Wochen an einem trockenen Ort aufgehängt, können die Blätter anschließend gerebelt werden und sind so mehrere Jahre verwendbar. Allerdings verursacht das Trocknen einen Verlust in der Aromaintensität. Werden die kleingehakten Blätter erntefrisch eingefroren, kann über das ganze Jahr je nach Bedarf so gut wie frischer Majoran in der Küche verwendet werden. Nach der Ernte kann man die Triebe auch in Olivenöl einlegen. Allerdings müssen die Pflanzenteile vollständig vom Öl umschlossen werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Das Öl nimmt die Aromen des Majorans auf und so entsteht ein würziges Öl, das prima für Salatdressings und zum Braten verwendet werden kann.

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