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Minze trocknen: Unsere Tipps zum Haltbarmachen

Besonders in getrocknetem Zustand und als Tee verbreitet Minze ihr erfrischendes Aroma. Alles zur richtigen Erntezeit und zum Vorgehen beim Trocknen von Minze erfahren Sie in diesem Artikel.

Getrocknete Minze auf Löffel
Damit Minze lange haltbar bleibt, sollte man sie trocknen [Foto: Gregory Johnston/ Shutterstock.com]

Minze (Mentha) und besonders ihre berühmte Sorte, die Pfefferminze (Mentha×piperita), gehören wohl zu den beliebtesten Kräutern in Deutschland. Ihr intensives, frisches Aroma macht die Pflanze zu einem wahren Hochgenuss und sorgt als Tee, in Getränken oder ebenso als Gewürz für kulinarische Sensationen. Auch im Garten wird die Pflanze gerne angebaut – kein Wunder, schließlich ist die Pflege der Minze mit minimalem Aufwand verbunden, zudem gilt das Kraut als äußerst robust und dankbar. Wer sich das ganze Jahr mit selbst angebauter Minze versorgen will, sollte jedoch rechtzeitig vorsorgen. Durch Trocknen kann man die Minze wunderbar konservieren und sie so auch im Winter genießen.

Warum sollte man Minze trocknen?

Frische Minze aus dem eigenen Garten hat immer noch das intensivste Aroma. Leider hält sich das Kraut im Kühlschrank nur einige Tage, bevor es welk wird und nicht mehr verwendbar ist. Da die Minze im Garten und auf dem Balkon aber nur bis zu den ersten Frösten im Herbst geerntet werden kann, müssen Gärtner ihre Ausbeute anders lagern, um bis zum nächsten Frühjahr den Genuss der frischen Pflanze zu erleben. Besonders das Trocknen hat sich beim Haltbarmachen der Minze als besonders nützlich erwiesen, denn dadurch bleiben zum einen Aroma und Konsistenz zu großen Teilen erhalten, zum anderen bleibt die Minze über mehrere Monate haltbar.

Minze ernten: Wann und wie geht man vor?

Theoretisch können Minzblätter vom Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden. Wenn man jedoch einen besonders intensiven Geschmack von seinen Minz- oder Pfefferminzblättern erwartet, ist der richtige Zeitpunkt beim Ernten essentiell. Bei warmem Wetter und Sonnenschein produziert die Pflanze besonders viele ätherische Öle. Am intensivsten ist der Geschmack dann kurz vor der Blüte, sodass der Frühsommer den perfekten Zeitpunkt für die Ernte darstellt. Doch auch im Herbst ist eine Minzernte noch möglich: Vor den ersten Frösten können die Pflanzen noch einmal gründlich abgeerntet werden, um den Vorrat für den Winter aufzufüllen. Die einzelnen Triebe sollten dabei möglichst bodennah abgeschnitten werden, denn die Minze treibt sehr schnell und gut wieder aus. Natürlich ist auch die Ernte einzelner Blätter möglich. Dies ist jedoch zum Sammeln größerer Mengen, wie sie üblicherweise beim Konservieren verwendet werden, nicht zu empfehlen.

Frische Minze von Hand umfasst
Am aromatischsten ist die Minze kurz vor der Blüte [Foto: Cmspic/ Shutterstock.com]

Minze auf das Trocknen vorbereiten

Bevor man beginnt, die Minze zu trocknen, müssen die frisch gepflückten Pflanzen für den nächsten Verarbeitungsschritt vorbereitet werden. Dazu sollte erst einmal die Spreu vom Weizen getrennt werden: Faule oder verdorrte Stängel haben im Essen nichts verloren und werden deshalb sorgsam vor dem Trocknen aussortiert. Durch Schütteln kann man nun Staub und Erde von den Blättern entfernen. Wasser sollte bei der Reinigung von Minze nur in Ausnahmefällen genutzt werden – viele der ätherischen Öle der Pflanze sind leider wasserlöslich, weshalb sich ausgiebiges Waschen negativ auf das Aroma auswirken kann. Besonders wenn man Pfefferminztee selber herstellen möchte, sollte man deshalb auf die Reinigung mit Wasser verzichten. Bei gröberen Verschmutzungen kann ein Waschgang jedoch unvermeidbar sein. Um das Aroma zu schonen, sollten die Blätter in diesem Fall nur mit kaltem Wasser abgespült und möglichst schnell abgetrocknet werden. Dies erfolgt bestenfalls schonend durch das Abtupfen mit einem Küchentuch.

Wie trocknet man Minze am besten?

Trocknen wird als beste Methode angesehen, wenn es darum geht, Minze haltbar zu machen. Ein großer Vorteil der Methode besteht darin, dass Inhaltsstoffe und Aroma während des Trocknens besonders gut erhalten werden. Dabei gilt: Je schonender die Trocknung, desto intensiver das Aroma. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Minze nach der Ernte zu trocknen. Welche Vorteile die einzelnen Verfahren haben und wie sie funktionieren, haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.

Getrocknete Minze aufgehängt
Am schonendsten trocknet man Minze an der Luft [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Minze an der Luft trocknen

Traditionellerweise wird Minze in Sträußchen gebunden und an der Luft getrocknet. Auch wenn diese Methode vielen oftmals als nicht mehr zeitgemäß und zu aufwendig erscheint, ist das Trocknen von (Pfeffer-)Minze an der Luft durchaus zu empfehlen. Tatsächlich ist dieses Trocknen an der Luft für die Minze am schonendsten und bewahrt somit das intensive Aroma der Pflanze am besten. Bevor es aber ans Trocknen geht, muss die Minze zu kleinen Sträußchen zusammengebunden werden. Nun sollten diese kopfüber an einem warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufgehangen werden – idealerweise bei einer Temperatur von 20 °C. Je nach Dicke der Sträußchen dauert es zwei bis drei Wochen, bis die Minze vollständig getrocknet ist. Die getrocknete Minze erkennt man übrigens am besten an ihren Stielen: Lassen sich diese einfach durchbrechen, sind sie trocken genug.

Minze im Ofen trocknen

Schnell und einfach funktioniert auch das Trocknen von Minz- und Pfefferminzblättern im Ofen. Hierfür werden die Blätter einzeln auf ein Backblech mit Backpapier ausgelegt. Der Backofen wird derweilen auf etwa 50 °C vorgeheizt. Etwa fünf Minuten, nachdem die Minze in den vorgeheizten Ofen gewandert ist, wird dieser ausgeschaltet. Durch die verbleibende Restwärme werden die Minzblätter weiterhin getrocknet. Nach etwa 20 Minuten sollte die Minze vollständig getrocknet sein, was man gut an dem Kräuseln ihrer Blätter erkennt. Sobald die Blätter getrocknet sind, können sie aus dem Backofen entfernt werden – ansonsten besteht die Gefahr, dass die Minze spröde wird oder gar leicht Verbrennungen davonträgt. Im Gegensatz zum Trocknen an der Luft hat das Trocknen von Minze im Backofen den großen Vorteil, dass es kaum Zeit und vor allem Raum in Anspruch nimmt. Allerdings fällt das Aroma beim Trocknen im Backofen oftmals weniger intensiv aus, außerdem verbraucht das Dörren im Backofen zusätzlich Energie.

Getrocknete Minzblätter auf Backblech
Minzblätter kann man auch im Backofen trocknen [Foto: hanif66/ Shutterstock.com]

Minze im Dörrautomat trocknen

Ein Dörrautomat ist ideal, um Minze und andere Kräuter schnell, aber gleichzeitig schonend zu trocknen. Im Gegensatz zum Lufttrocknen hat diese Methode den Vorteil, dass sie relativ schnell und platzsparend vonstattengeht. Außerdem gilt das Trocknen im Dörrautomat als besonders schonend, denn im Gegensatz zum Backofen kann man die Temperatur hier deutlich niedriger stellen und es ist für eine ausreichend gute Luftzirkulation gesorgt. Damit die Minze im Dörrautomaten bestmöglich trocknet, werden die Blätter einzeln und ohne sich zu überlappen auf den jeweiligen Etagen der Maschine verteilt. Auf der niedrigsten Stufe wird die Minze nun schonend gedörrt. Alle fünf Minuten sollte man von nun an kontrollieren, ob die Minze bereits ausreichend getrocknet ist. Dies kann man – wie auch beim Backofen – besonders gut an den gekräuselten Blättern der Minze erkennen.

Minze in der Mikrowelle trocknen

Trocken in Sekundenschnelle – wer nicht viel Zeit hat, kann seine Minze besonders rasch in der Mikrowelle trocknen lassen. Dafür wird eine Handvoll der Blätter auf einen mikrowellenfesten Teller gelegt (nach Möglichkeit ohne sich zu überlappen) und in Zehn-Sekunden-Intervallen auf der niedrigsten Stufe getrocknet. Wie stark die einzelnen Blätter in der Zwischenzeit getrocknet sind, lässt sich wunderbar in den Pausen kontrollieren. Insgesamt braucht diese Technik nur wenige Minuten, um kleine Mengen des Krautes zu konservieren. Allerdings hat das Trocknen in der Mikrowelle einen Nachteil: Durch die schnelle Erwärmung der Blätter geht viel des frischen Aromas der Minze verloren.

Minzblätter auf Dörrautomat
Schonend und schnell kann man Minze im Dörrautomaten trocknen [Foto: Katerina Morozova/ Shutterstock.com]

Minze richtig lagern und aufbewahren

Sobald die Minzblätter gut durchgetrocknet sind, können sie in eine praktische Aufbewahrungsmöglichkeit abgefüllt werden. Ob die Minze wirklich durchgetrocknet ist, lässt sich an zwei einfachen Zeichen erkennen: Zum einen kräuseln sich die Minzblätter im getrockneten Zustand, zum anderen lassen sich die Blätter durch minimale Berührung mit dem Finger vom Stiel lösen. Sind die Blätter noch glatt oder lassen sie sich nur durch Reißen abpflücken, ist die Minze noch nicht trocken genug, um aufbewahrt zu werden, ohne zu verderben. Bei der Aufbewahrung der getrockneten Minzblätter ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass keine Feuchtigkeit an das getrocknete Kraut kommt. Tatsächlich kann bereits die im Raum vorhandene Luftfeuchtigkeit dafür sorgen, dass die Minze schneller verdirbt. Deshalb ist eine luftdichte Verpackung das A und O, um die getrockneten Blätter möglichst lange zu lagern. Am besten eignen sich hierfür Gläser mit Schraubverschluss, aber auch luftdichte Tupperdosen bieten sicheren Schutz. Wer besonderen Wert auf eine lange Haltbarkeit und ein vollmundiges Aroma legt, kann die getrocknete Minze auch in kleinen Portionen einvakuumieren. Richtig aufbewahrt sind die getrockneten Minzblätter mehrere Monate bis zu einem Jahr haltbar – allerdings leidet der Geschmack bei fortwährender Lagerdauer.

Minze trocknen oder einfrieren?

Ob man Minze einfrieren oder doch lieber trocknen sollte, ist eine Frage, an der sich die Geister scheiden. Tatsächlich haben beide Methoden ihre Vor- und Nachteile. Zweifelsohne bleibt das Aroma beim Einfrieren besser erhalten, weshalb sich diese Methode besonders gut eignet, um aromatische Getränke oder Speisen herzustellen. Besonders gerne wird Minze zu diesem Zweck bereits zerhackt und portionsgerecht in einem Eiswürfelbehälter eingefroren – dies ergibt einen besonders aromatischen Hingucker für kühle Getränke im Sommer. Wer jedoch lieber ganze Blätter zum Garnieren von Speisen haben möchte, sollte dagegen auf das Trocknen der Minze setzen: Eingefrorene Minzblätter werden beim Auftauen matschig und unansehnlich. Auch bei selbstgemachtem Pfefferminztee sind getrocknete Pfefferminzblätter oftmals beliebter. Wenn es um die Haltbarkeit geht, unterscheiden sich aber beide Methoden kaum voneinander: Bei einer guten Lagerung kann Minze sowohl gefroren als auch getrocknet bis zu einem Jahr gelagert werden.

Eiswürfel mit Minzblättern gefroren
Gefrorene Minze eignet sich gut für Getränke [Foto: 279photo Studio/ Shutterstock.com]

Was Sie beim Anbau von Minze im eignen Garten beachten sollten, verraten wir Ihnen hier.

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