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Oregano: Erfolgreich vermehren

Aus der mediterranen Küche ist Oregano nicht wegzudenken. Wir zeigen, wie Sie ihn erfolgreich für den Anbau im eigenen Garten vermehren können.

Oregano Stecklinge in Töpfen

Oregano eignet sich gut für die Vermehrung über Stecklinge [Foto: Catalin Petolea/ Shutterstock.com]

Aussaat

Wie den Großteil aller Pflanzen kann auch der aus dem Mittelmeerraum stammende Oregano (Origanum vulgare) über Samen vermehrt werden. Soll die Saat direkt ins Freiland ausgebracht werden, ist es ratsam dies nicht vor Ende April durchzuführen. Zu einem früheren Zeitpunkt besteht die Gefahr, dass die zarten Keimlinge Spätfrösten zum Opfer fallen. In einem Frühbeet oder im Haus kann die Aussaat jedoch durchaus schon ab Februar erfolgen. So kann man im Mai vorgezogene Jungpflanzen ins Beet auspflanzen. Bei Oregano handelt es sich um einen Lichtkeimer. Deshalb ist es hinderlich, wenn die Aussaat mit einer vor Austrocknung schützenden Substratschicht bedeckt wird. Bei der Aussaat ins Freiland ist das sehr kritisch, denn so kann der Samen leichter vom Wind verweht werden. Wird das Saatgut in eine Aussaatschale im Haus ausgebracht, kann man eine Glasscheibe darüberlegen. Das schützt den quellenden Samen vor der Austrocknung. Zeigen sich die ersten Keimblätter, so sollte die Glasscheibe runtergenommen werden, um einen Pilzbefall zu verhindern. Dies dauert bei einer durchschnittlichen Temperatur von etwa 15 °C 20 bis 25 Tage.

oregano Keimlinge im TOpf

Oregano ist ein Lichtkeimer [Foto: MAHATHIR MOHD YASIN/ Shutterstock.com]

Folgende Produkte haben sich bei uns bewährt:
  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.

Teilung

Befindet sich bereits eine Oreganopflanze im Bestand, so kann diese einfach geteilt werden. Oregano bildet ein unterirdisches Ausläufersystem (Rhizomsystem) aus. Das ist der Grund, warum das mediterrane Kraut prima geteilt werden kann. Vereinzelt mit genügend Abstand ins Beet oder in einen Topf mit frischem Substrat gepflanzt, danken es die vermehrten Pflanzen, wenn sie kräftig angegossen werden. Ein etwas großzügigerer Formschnitt im gleichen Arbeitsgang fördert zudem die Verzweigung und den Neuaustrieb der Pflanzen. Der optimale Zeitpunkt für die Teilung ist das Frühjahr (April).

Oregano pflanzen ins Beet garten

Oreganopflanzen kann man auch einfach teilen und neu einpflanzen [Foto: catalina.m/ Shutterstock.com]

Stecklinge

Im Frühjahr (ab Ende April) kann Oregano auch sehr erfolgreich über Stecklinge vermehrt werden. Hierfür werden junge, kräftige Triebe von der Mutterpflanze entnommen und einfach in spezielles Stecklingssubstrat, das sich durch eine besonders gute Luftführung auszeichnet, gesteckt. Die gute Sauerstoffzufuhr an die Schnittstelle des Stecklings fördert die Wurzelbildung. Am besten werden die Stecklinge die ersten zwei bis drei Wochen in einem Anzuchthaus gehalten. Dort entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit, sodass die Stecklinge kaum Wasser verdunsten. Das ist sehr gut, da sie ansonsten aufgrund der fehlenden Wurzeln schnell anfangen könnten, die Köpfe hängen zu lassen.

Oreganoblatt

Stecklinge brauchen am Anfang eine hohe Luftfeuchtigkeit [Foto: Kerdkanno/ Shutterstock.com]

Es bietet sich also eine vielversprechende Auswahl an, um Oregano für den eigenen Garten vermehren und so beim nächsten italienischen Kochabend verwenden zu können.

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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