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Petersilie anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte

Petersilie gehört in jeden Küchengarten. Für den richtigen Anbau dieses Krautes zeigen wir Ihnen Tipps und Tricks.

Petersilie im Garten anbauen

Wenn man ein paar Punkte beachtet, wächst Petersilie problemlos auch in Ihrem Garten [Foto: Yun Huang YongCC BY 2.0]

Beheimatet ist die Blattpetersilie (Petroselium crispum ssp. crispum) im Mittelmeerraum. In Deutschland hat sie es bis zum beliebtesten Küchenkraut geschafft. Auch andernorts (wie zum Beispiel im kalten Russland oder dem Gewürzland Indien) wird dieses zweijährige Kraut angebaut, um in der lokalen Küche diverse Gerichte zu verfeinern. Bereits im Mittelalter wurde die damals ausschließlich glattblättrige Petersilie von Mönchen züchterisch bearbeitet. Die daraus entstandene krause Petersilie (auch Mosskrause) lässt sich wesentlich einfacher von der giftigen Hundspetersilie – einem giftigen Doppelgänger der glatten Petersilie – unterscheiden.

Petersilie anbauen – Schritt für Schritt

  1. Standort: Der Standort sollte der Petersilie in jedem Falls Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten. Zudem sollte der Boden nährstoff- und humusreich sein, einen gewissen Lehmanteil aufweisen, aber gleichzeitig locker und gut entwässernd sein. Wählen Sie eine Stelle aus, an der mindestens vier bis fünf Jahre keine Petersilie gestanden hat – das Doldenblütengewächs ist hoch selbstunverträglich.
  2. Aussaat: Die Petersilie wir über Aussaat vermehrt. Ist der Boden frostfrei, kann direkt ins Freie gesät werden. Es lohnt sich jedoch, mit der Aussaat bis April/Mai zu warten. Dann ist der Boden bereits etwas aufgewärmter und der Petersiliensamen keimt sicherer und schneller. Direkt ins Freiland sollte nach Juni nicht mehr ausgesät werden. In einem Frühbeet kann der Samen jedoch auch noch im Herbst ausgebracht werden. Die Aussaat in Reihen hat sich bewährt. Dabei sollte ein Abstand von 20 cm zwischen den Reihen eingehalten werden. Innerhalb der Reihen genügen den Einzelpflanzen dann wenige Zentimeter zum Nachbarn.
  3. Wässern und Düngen: In der Hauptwachstumszeit (1. Jahr Frühjahr bis Herbst, 1. Jahr Frühjahr bis Blüte) sollte ausreichend gewässert werden. Staunässe muss jedoch in jedem Fall vermieden werden. Von einer Ergänzungsdüngung sollte abgesehen werden. Die Blattpetersilie reagiert vor allem auf die Gabe organischer Dünger sehr empfindlich und verliert dadurch deutlich an Aroma.
  4. Überwinterung: Die Überwinterung gestaltet sich bei Petersilie problemlos. Es ist kein Winterschutz erforderlich. Will man auch im Winter nicht auf frische Petersilie beim Kochen verzichten, so kann man dies im Topf auf einem hellen Fensterbrett ermöglichen.
  5. Ernte: Der Nutzen der Blattpetersilie ist das würzige Laub. Die Blattpetersilie ist ein zweijähriges Kraut. Das heißt, dass die Pflanze im Jahr der Aussaat nur wächst und nach dem Winter im zweiten Jahr eine Blüte ausbildet. Die Blüte ist gleichzeitig das Todesurteil: Danach stirbt die Pflanze ab. Mit Eintreten der Blüte sollte die Pflanze nicht mehr beerntet werden. Dann wird nämlich vermehrt das ätherische Öl Apiol gebildet. Ansonsten können die Pflanzen bereits im ersten Jahr beerntet werden. Damit der Haupttrieb der Einzelpflanze erhalten bleibt, werden einzelne Seitentrieben von der Pflanze abgeschnitten. Somit kann stets neue Blattmasse produziert werden.
  6. Lagerung: Petersilie sollte immer frisch geerntet werden, da sie sehr schlecht lagerfähig ist. Selbst bei einer Feuchtlagerung im Kühlschrank verlieren die geernteten Blätter nach zwei Tagen ihr charakteristisches Aroma. Lediglich wenn die Blätter fein zerhackt und anschließend eingefroren werden, kann man die Verwendbarkeit der geernteten Petersilie noch um einige Monate verlängern.
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David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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