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Pfefferminz-Sorten: Die Top 10 der aromatischen & duftenden Sorten

Die Pfefferminze zählt mit ihrem erfrischenden Aroma zu den absoluten Klassikern im Kräuterbeet. Die wenigsten wissen allerdings, dass es mehr als nur eine Variante gibt. Wir stellen Ihnen die 10 besten Pfefferminz-Sorten vor.

Pfefferminz-Pflanze auf Tisch
Pfefferminze ist überraschend vielseitig und kann mit einer Vielzahl an Sorten und sogar verschiedenen Unterarten aufwarten [Foto: Olena Boronchuk/ Shutterstock.com]

Pfefferminze (Mentha x piperita) ist nicht gleich Pfefferminze. Zwischen den verschiedenen Pfefferminzen gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Im Hobbygarten haben sich im Laufe der Zeit vor allem die ertragreichen, widerstandsfähigen Pfefferminz-Sorten aus dem Erwerbsanbau durchgesetzt, die selbst geernteten Pfefferminztee in bester Qualität versprechen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Sorten vor allem durch ihre Anpassung an die Umweltbedingungen verschiedener Anbaugebiete. Abwechslung bringen dagegen Neuzüchtungen mit außergewöhnlichen Aromen. Wir haben die besten alten und neuen Pfefferminz-Sorten für Sie zusammengefasst.

Altbewährte und robuste Pfefferminz-Sorten

  • ‘Mitcham’: Diese Sorte ist quasi die Urform der klassischen Pfefferminze. Die bekannteste aller Pfefferminz-Sorten stammt aus England und wird bis zu 1,20 m hoch. ‘Mitcham’ bringt hohe Erträge und ihre dunkelgrünen und glatten Blätter schmecken herrlich aromatisch. Leider ist diese englische Sorte recht anfällig gegen Pfefferminzrost (Pucinella menthae) und sollte daher jährlich an einen anderen Standort versetzt werden.
  • ‘Agnes’: Die Sorte ‘Agnes’ ist reich an Menthol und dennoch recht mild im Aroma. Sie ist robust gegenüber Mehltau und wird bis zu 80 cm hoch.
  • Eichenau‘: Die Sorte ‘Eichenau’ wird auch als ‘Bayerische Minze’ beschrieben. Ihre Herkunft liegt im einst weit bekannten Pfefferminz-Anbaugebiet Eichenau in Bayern. Dort entwickelte sie sich wohl aus der Sorte ‘Mitcham’. Sie zeichnet sich durch ihren kräftigen scharfen Mentholgeschmack und ihr starkes Aroma aus. Junge Triebe haben eine helle Farbe und bilden so einen hübschen Kontrast zu den dunklen älteren Trieben. Die Pflanze wird bis zu 70 cm hoch.
  • ‘Multimentha’/’Thüringer Pfefferminze’: Die Sorte ‘Multimentha’ wurde in der ehemaligen DDR für den Erwerbsanbau genutzt. Heute wird sie besonders in Südtirol gern angebaut. Sie ist besonders kältetolerant, stark wüchsig und erreicht Höhen von bis zu einem Meter. ‘Multimentha’ ist besonders reich an Menthol, was ihr ein intensives Aroma verleiht.
Pfefferminze hat sich im europäischen Raum schon lange einen Namen als Heil- und Gewürzpflanze gemacht [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Neue und außergewöhnliche Pfefferminz-Sorten

  • Nigra‘: Die Sorte ‘Nigra’ wird ebenfalls nur etwa 60 cm hoch und zeichnet sich durch ihre dunkle Farbe aus. Ihr Geschmack ist mild.
  • ‘Proserpina’: Diese Sorte des klassischen dunklen Farbtyps ist äußerst wüchsig und ertragreich. Sie erreicht dabei Höhen bis zu einem Meter. Der Geschmack ist angenehm würzig.
  • ‘Chocolate’/’Schoko’: Geruch und Geschmack der Schokominze erinnern an Minzschokolade oder After Eight. Die Sorte wird nur etwa 60 cm. Ihr mildes, leicht süßliches Aroma passt ausgezeichnet zu Desserts aller Art.
Schoko-Minze
Die Schokominze macht ihrem Namen alle Ehre und ist hervorragend zur Verfeinerung von Desserts und Süßspeisen geeignet [Foto: Jana Loesch/ Shutterstock.com]

Die Unterart Citrata

Neben der bekannten Unterart Mentha piperita var. piperita, der alle bereits genannten Sorten angehören, stellt auch Mentha piperita var. citrata eine bedeutende Unterart der Pfefferminze dar. Charakteristisch für Sorten dieser Unterart ist der Zitrusduft, den sie verströmen.

  • Eau-de-Cologne-Minze‘: Minze mit dem Duft von Kölnischwasser.
  • Orangen-Minze‘: Diese Sorte fällt durch ihre rötlichen Blätter und ihr fruchtiges Aroma auf, das an Orangen erinnert. Sie verträgt auch sonnige Standorte und ist sehr wüchsig. Sie lässt sich hervorragend zur Herstellung von erfrischender Limonade, für Tee, Erdbeerbowle oder die Verfeinerung von Süßspeisen verwenden.
  • Limonen-Minze‘: Das erfrischende Aroma dieser Sorte erinnert an den Geruch von Limonenschalen. Die Sorte wird etwa 80 cm hoch.
  • Grüne Minze (Mentha spicata): Die Grüne Minze ist zwar nicht direkt eine Sorte der Pfefferminze, doch eng mit ihr verwandt. Sie gilt als eine der Stammarten, aus denen die Pfefferminze einst entstand. Hervorragend lässt sie sich für Joghurtdips verwenden. Besonders gut macht sie sich auch in afrikanisch inspirierten Gerichten wie etwa Taboulé.
Eau-de-Cologne-Minze
Pfefferminzen der Unterart citrata, wie etwa die ‘Eau-de-Cologne-Minze’, bringen eine erfrischende Note in das altbekannte Pfefferminzaroma [Foto: Michiko Design/ Shutterstock.com]

Natürlich ist nicht nur die Pfefferminze so reichhaltig an verschiedensten Sorten. Die Vielfalt der Minz-Sorten haben wir für Sie in unserem Spezialartikel zusammengefasst.

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