skip to Main Content

Rosmarin-Sorten: Unterschiede in Wuchs und Aroma

Dank seiner aromatischen Würze ist Rosmarin ein Alleskönner in der mediterranen Küche. Wir zeigen Ihnen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten.

Rosmarin im Gartencenter

Eine große Auswahl an kräftigen Rosmarinpflanzen [Foto: Elvert BarnesCC BY-SA 2.0]

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört genau wie Lavendel (lavandula angustifolia) und Salbei (Salvia officinalis) zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und reiht sich damit in eine Gruppe populärer mediterraner Kräuter ein. Auf dem Markt bereichern verschiedene Rosmarin-Sorten mit eigenen Wuchsformen und Aromaeigenschaften die Vielfalt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten und interessantesten Vertreter des würzigen Halbstrauches vor.

  • Arp: in die Breite wachsende und relativ winterharte Sorte; fällt durch eher gräuliche Nadeln auf und hebt sich durch eine hellblaue Blüte ab; dank der besseren Frostverträglichkeit gut für kältere Gegenden geeignet.
  • Blauer Toskaner: ausgesprochen aufrecht und stark wachsende Sorte mit auffällig großen Nadeln.
  • Blaulippe: dank des gedrungenen Wuchses gut für die Kultur im Topf geeignet.
  • Boule: bodennah kriechende Sorte; vergleichsweise winterhart; neben einem ausgesprochen guten Geschmack mit auffällig hellblauen zierenden Blüten.
  • Französischer Rosmarin: schnellwachsende französische Traditions-Sorte; hellblaue Blüte und gutes Aroma; kräftig und robust.
  • Gorizia: strahlende blau-purpurne Blüten zieren diese hochwachsende Sorte; Überwinterungsschutz erforderlich.
  • Hill Hardy: texanische Selektion mit einer ausgezeichneten Winterhärte; gutes Aroma.
  • Majorca Pink: pinke Blüten zieren die spanische Sorte; auch im Winter wärmeliebend und frostschutzbedürftig; kompakter Wuchs mit ausgesprochen kurzen Nadeln.
  • Rex: üppig hellblühende Sorte; auch auf schlechteren Böden wüchsig und ausgesprochen robust.
  • Salem: optisch sehr schöne, tiefblaue Blüte; äußerst anfällig für Frostschäden und deshalb nur in milderen Gegenden anzubauen.
  • Santa Barbara: kriechend wachsende Rosmarinsorte; gut geeignet für sommerwarmes und winterkaltes Klima; blüht zahlreich in strahlendem Tiefblau.
  • Veitshöchheim: in der bayerischen Versuchsanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim nach dem rauen örtlichen Klima selektiert; besonders winterhart, robust und rasch wachsend.

Sie werden beim Lesen festgestellt haben, dass es auch beim Rosmarin Unterschiede zwischen den Sorten gibt. Am wichtigsten ist es, die Eignung der jeweiligen Sorte für das spezifische Klima des Standortes zu überprüfen. Nur so kann man sich auch lange an dem ausgeprägten Aroma des duftenden Halbstrauches im eigenen Garten erfreuen.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

Back To Top