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Salbei anbauen – von der Aussaat bis zur Ernte

Das mediterrane Heil- und Küchenkraut im eigenen Garten anbauen? Wir zeigen Ihnen, worauf beim Salbei Anbauen zu achten ist.

Salbei in Blumentopf vor Hauswand

Salbei liebt Wärme! Deshalb gedeiht er besonders gut an einer geschützten Hauswand. [Foto: Cristina SanvitoCC BY 2.0]

Auch wenn seine Heimat der mediterrane Mittelmeerraum ist – in unseren kühleren Breiten kann der Salbei (Salvia officinalis) ebenso erfolgreich kultiviert werden. Das lohnt sich nicht nur für die Küche, sondern auch für die Gesundheit, denn schon seit der Antike ist seine ausgeprägte Heilkraft bekannt. Daher leitet sich auch sein Gattungsname Salvia her. Er ist nämlich vom Lateinischen „salvare“ – was so viel wie „heilen“ heißt – abgeleitet. Um das Heilkraut ertragreich anzubauen, sind jedoch einige Kleinigkeiten zu beachten.

Salbei anbauen – Schritt für Schritt

  1. Standort:

Beim Boden stellt der Salbei noch mediterrane Ansprüche: Steinig und wasserdurchlässig sollte er sein. Auch auf den pH-Wert des Bodens sollte beim Salbei geachtet werden. Ist dieser zu sauer, sollte mit Kalk nachgeholfen werden, um der Pflanze ein optimales Umfeld zu bieten. Außerdem ist der Salbei ein Sonnenanbeter: Über einen Standort in voller Sonne freut er sich und dankt es mit üppigerem Wuchs. Abwärme von nahe gelegenen Wänden oder Mauern mag er ebenso.

  1. Aussaat:

Im Frühjahr kann in den Monaten März bis April der Salbeisamen ausgebracht werden. Die Anzucht der zierlichen Keimlinge sollte in jedem Fall in einem wärmenden Frühbeet oder noch besser auf der Fensterbank erfolgen. Wenn Mitte Mai alle Fröste überstanden sind, können die Jungpflanzen ins Freie gepflanzt werden. Tipp: Bei Aussaaten generell penibel darauf achten, dass die Samen bedeckende Substratschicht immer schön feucht bleibt.

Salbeiblüte mit in Wiese

Charakteristische Salbeiblüte. [Foto: Cristina SanvitoCC BY 2.0]

  1. Vermehrung durch Stecklinge und Teilung:

 Den besten Vermehrungserfolg bei Salbei verzeichnet man durch die Teilung einer älteren Pflanze. Der Materialeinsatz, um einen Nachkömmling zu erzeugen, ist hier aber sehr hoch. Am besten teilt man den Salbei-Stock im März oder nach der Blüte im August. Das Heilkraut lässt sich ebenfalls gut über Stecklinge vermehren. Stecklinge mit mindestens drei Blattpaaren können in den Monaten Mai und Juni geschnitten werden. Dabei sollten nur Triebspitzen verwendet werden, die weder beginnen zu verholzen noch bereits eine Blütenknospe ansetzen. In der Anfangszeit ist es bei der Stecklingsvermehrung wichtig, ein Umfeld mit erhöhter Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Ein einfacher Trick: Boden einer PET-Flasche abschneiden und über den Topf mit dem Steckling stülpen.
Folgende Produkte haben sich bei uns bewährt:

  • Floragard Bio Kräuter- & Aussaaterde: Hochwertige Spezialerde zur Anzucht von Pflanzen oder Kultivierung von Kräuter. Die feine und lockere Struktur sorgt für eine gute Wasseraufnahme, eine sichere Keimung und ein kräftiges Wachstum.
  • Anzuchttöpfe: Aus natürlichem Torf mit Spurennährstoffen für ein kontrolliertes Wachstum der Sämlinge.
  • Zimmergewächshaus: Mini-Gewächshaus mit wasserdichter Plastikwanne und durchsichtiger Abdeckhaube.
  1. Wässern und Düngen:

Eine wöchentliche Düngung des Salbeis mit einem Vollnährstoffdünger wird empfohlen. Beginnen Sie damit allerdings erst nach dem Austrieb und düngen Sie nur bis zum Einsetzen der Blüte. Zu häufiges Düngen und die Nährstoffversorgung im Herbst sorgen eher für verringertes Aroma und fehlende Winterhärte.

  1. Überwinterung:

Der Salbei ist relativ winterhart. Dennoch sollte präventiv ein Schutz vor Kälte vorgenommen werden. Vor allem die Zierde der gelb- und violett-blättrigen Sorten geht häufig auf Kosten der Frosthärte.

vereiste Salbeiblätter im Winter

Mancher Salbei übersteht auch tiefere Minustemperaturen. [Foto: Ruth HartnupCC BY 2.0]

  1. Ernte:

Ab Frühjahr können von der Salbeipflanze laufend Blätter entnommen werden. Dabei können auch ganze Triebe abgeerntet werden. Es sollte jedoch nicht zu viel Blattmasse auf einmal entnommen werden. Nach der Blüte sollte Salbei nicht mehr beerntet werden, da das Nachwachsen von Blättern und Trieben im Anschluss an die Blüte eingestellt wird.

  1. Schnitt:

Bei jüngeren Pflanzen wird von einem Radikalschnitt im Frühjahr oder Herbst abgeraten. Hier sollte die Pflanze in Verbindung mit dem permanenten Abernten von Trieben in Form gehalten werden. Bei alten, stark verholzenden Pflanzen wird hingegen ein Formschnitt im Herbst nach der Blüte oder im Frühjahr empfohlen. Dabei sollte die Hälfte der Trieblänge eingekürzt werden.

  1. Lagerung:

 Die frische Verwertung liefert natürlich immer das beste Geschmackserlebnis. Durch eine Lagerung gehen immer Aromastoffe verloren. Aber der Salbei lässt sich im Vergleich zu anderen Kräutern sehr gut lagern und konservieren. Im Kühlschrank bleibt er in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen bis zu zwei Wochen verwendbar. Das Trocknen des Salbeis durch Aufhängen funktioniert zwar, ist jedoch sehr verlustreich im Geschmack. Für Salbei noch keine gängige Praxis, aber die Nummer eins der Konservierungsmethoden für dieses Kraut: Das Einfrieren.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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