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Schalotten anbauen: Die asiatische Zwiebel im eigenen Garten

Schalotten haben ihr Heimat in Asien. Doch auch hierzulande ist die enge Verwandte der Küchenzwiebel leicht im Garten anzubauen.

Schalotten werden in einem Beet angepflanzt
Sie können Schalotten einfach im eigenen Beet anbauen [Foto: Siriporn Pimpo/ Shutterstock.com]

Die Schalotte (Allium cepa var. aggregatum) zeichnet sich zwar durch einen etwas milderen Geschmack aus. Doch hat sie auch viele Gemeinsamkeiten mit der Küchenzwiebel (Allium cepa). Deshalb wird sie botanisch auch als Varietät der großen Schwester eingeordnet und die Zeiten, zu denen der Schalotte eine eigene Art zugestanden wurde (ehemals Allium ascalonium) gehören der Geschichte an. Von der Küchenzwiebel zu unterscheiden, ist die Schalotte neben dem Geschmack durch die rosafarbene Schale, ihre häufig längliche Form und die zum Teil auftretende Zweiteiligkeit der Zwiebel. In der Küche konkurrieren die beiden Lauchgewächse (Allioideae) um das Schneidebrett. Die Schalotte kann zwar etwas Farbe in die Küche bringen – manche Sorten bilden sogar gelbe Zwiebeln aus – doch beim Anbraten wird sie schnell bitter. Dennoch lohnt es sich, das Gewächs im eigenen Garten für die kulinarische Verwendung anzubauen.

Schalotten anbauen – Schritt für Schritt

1. Standort:

Die Schalotte mag Sonne und Wärme. Umso mehr sie von diesen zwei Faktoren bekommt, desto besser wird sie gedeihen. Der Boden sollte sandig sein und keinesfalls zu Vernässung neigen. Deshalb kommt auch kein zu stark verdichteter Untergrund für den Anbau der Schalotte in Frage. Auch im Balkonkasten lässt sich das Lauchgewächs kultivieren, sofern die Ansprüche an das Substrat erfüllt werden. Gut geeignet ist eine spezielle Gemüseerde wie unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde.

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In unmittelbarer Nähe der Schalotte sollten nach Möglichkeit weder Kohlarten noch andere Zwiebelgewächse angebaut werden. Die Nachbarschaft von Möhren begünstigt hingegen den Anbau der Schalotte. Wie für einige Pflanzen gilt auch für die Schalotte, dass nach ihrem Anbau der Standort für einen erneuten Anbau für vier bis fünf Jahre gemieden werden sollte. Der wiederholte Stand auf der gleichen Fläche über mehrere Jahre in Folge begünstigt den Befall mit der unerwünschten Zweibelfliege oder Nematoden. Außerdem wird so ein einseitiger Nährstoffentzug der Erde verursacht.

2. Vermehrung und Pflanzen:

In unseren gemäßigten Breiten bildet die Schalotte für gewöhnlich keine Blüte aus. Im Gegensatz zur Küchenzwiebel benötigt die Schalotte jedoch nicht die Induktion durch die Blüte, um die zur Vermehrung geeigneten Tochterzwiebeln auszubilden. So können auch ohne Blüte im Herbst fünf bis sieben kleine Zwiebeln geerntet werden. Diese werden im folgenden Frühjahr ab März in die Erde gesteckt. Etwa 5 cm tief mit einem Abstand von 15 bis 20 cm innerhalb der Reihe werden die kleinen Zwiebeln in den lockeren Boden gesteckt. Beim Anbau im Balkonkasten gelten die Abstände natürlich ebenso, um eine reichhaltige Ernte erzielen zu können. Achtung: Zu beachten ist, dass in Wuchsrichtung der Zwiebel gesteckt wird.

Wenn kopfüber gesteckt wird, hat es die Zwiebel beim Austrieb unnötig schwer beziehungsweise schafft es nicht, das Laub an das Tageslicht zu schieben. Manche verhältnismäßig frostresistenten Sorten können auch Temperaturen bis -10 °C standhalten und somit in wärmeren Regionen auch bereits im Herbst in den Boden gesteckt werden.

Schalotten-Zwiebeln in der Erde
Schalotten gedeihen am Besten an sonnigen Standorten [Foto: anuchit tantiwetwuttikul/ Shutterstock.com]

3. Gießen und Düngen:

Im Beet müssen die kleinen Zwiebeln nur bei extremer Trockenheit gegossen werden. Und das auch nur, wenn sie das Lauchgewächs im Wachstum des Laubes befindet. Von einer Versorgung mit Wasser unmittelbar nach dem Stecken oder kurz vor der Ernte, wenn die Zwiebel gerade ausreift, ist abzusehen. Dadurch würde das Verfaulen der Zwiebel beziehungsweise eine verminderte Lagerfähigkeit riskiert werden. Im Balkonkasten kann das Gießen natürlich eher erforderlich sein. Wann es so weit ist, kann an dem beginnenden Hängenlassen des Laubes erkannt werden.

In Puncto Nährstoffe ist die Schalotte ebenso pflegeleicht. Beim Anbau im Beet genügt das Einarbeiten von einem vornehmlich organischen Langzeitdünger wie unserem Bio-Tomatendünger oder Kompost im Frühjahr, wenn die Gartenfläche für das Stecken der Zwiebeln vorbereitet wird. Für den Balkonkasten genügt ein gutes Substrat, das alle wichtigen Nähstoffe in ausreichender Menge enthält. Hier ist unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde eine sehr gute Wahl.

4. Pflege:

Alles in allem ist die Schalotte auch beim Anbau im eigenen Garten äußerst pflegeleicht. Lediglich gegen Unkraut hat sie etwas. Um die Ernte durch die zu große Konkurrenz mit dem unerwünschten Wildwuchs nicht zu sehr zu vermindern, ist regelmäßiges Unkrautjäten zwischen den Schalottenpflanzen angesagt.

5. Ernte:

Je nach Sorte und Witterung können die Zwiebeln 90 bis 120 Tage nach dem Stecken ab August geerntet werden. Sie werden einfach am Laub aus der Erde gezogen, sobald der oberirdische Teil zu welken und einzutrocknen beginnt. Am besten wird an einem trockenen und möglichst warmen Tag geerntet. Das begünstigt die Lagerbarkeit der Zwiebeln.

6. Lagerung:

Nach dem Trocknen für einige Tage können die Schalotten mit dem Laub zu Bündeln oder Zöpfen zusammengebunden werden. An einem relativ kühlen Ort (10 bis 15 °C) und guter Durchlüftung sind die Zwiebeln für mehrere Monate zum uneingeschränkten Verzehr geeignet.

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