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Schopflavendel anbauen: So klappt´s im eigenen Garten

Der Schopflavendel fällt dank seiner Blütenform und intensiven Farbe auf. Wir zeigen, was Sie beim Anbau im eigenen Garten beachten müssen.

Schopflavendelblüten in violett
Der Schopflavendel besticht durch seine großen und kräftig gefärbten Hochblätter [Foto: aniana/ Shutterstock.com]

Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Artverwandt ist er mit dem berühmten Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) und dem Speiklavendel (Lavandula latifolia). Dennoch sticht der Schopflavendel dank seiner auffälligen, großen Hochblätter an der Spitze des Blütenstandes heraus. Je nach Sorte können diese in reinem Weiß, kräftigem Purpur oder strahlendem Violett erscheinen. Dabei können sie sich farblich auch von den eigentlichen, in Ähren angeordneten Blüten abgrenzen und je nach Sorte im Verlauf der Blüte ein echtes Farbspektakel bieten. Wir zeigen Ihnen, wie der Anbau des farbenfrohen Lavendels auch in Ihrem Garten glückt.

Auch wenn der Schopflavendel mit dem Echten Lavendel eng verwandt ist, gibt es doch Unterschiede in Anbau un Pflege. Was Sie beim Schopflavendel beachten sollten , erfahren Sie im Folgenden.

Der richtige Standort für Schopflavendel

Im Gegensatz zu vielen anderen Lavendelarten bevorzugt der Schopflavendel einen kalkarmen Boden. Am besten kommt er mit sandigem Untergrund, der eine gute Wasserdrainage aufweist, zurecht. Für den Anbau im Topf kann einfach Substrat für Topfpflanzen mit Sand gemischt werden (4 Anteile Substrat, 1 Anteil Sand) – dann fühlt sich der Schopflavendel pudelwohl. Der Standort des Schopflavendels darf gerne in der vollen Sonne liegen.

Schopflavendel in der Sonne und im Schatten
Der Schopflavendel ist ein echter Südländer und hat es gerne sonnig und warm
[Foto: patjo/ Shutterstock.com]

Schopflavendel vermehren

Schopflavendel kann einfach über Aussaat vermehrt werden und vervielfältigt sich beim Anbau im Beet auch schnell von selbst über Samen. Für die Keimung benötigen die Samen des mediterranen Strauches viel Wärme und Licht. Im Freiland sollte deshalb auch nicht vor Juni ausgesät werden und die Aussaat nicht mit einer vor Austrocknung schützenden Substratschicht bedeckt werden. Im warmen Haus kann der Same natürlich schon früher ausgebracht werden. Sinn macht es hier, ab Mitte Februar auszusäen, um die Pflanzen ab Mitte Mai nach den letzten Frösten als gestärkte Jungpflanzen nach draußen zu pflanzen. Doch Vorsicht: Die im Haus angezogenen Pflanzen sind anfällig für Sonnenbrand und sollten deshalb zunächst an einem eher schattigen Plätzchen ihre Bleibe im Freien finden.

Schopflavendel gießen und düngen

Beim Anbau im Beet muss der Schopflavendel außer während länger anhaltender Trockenperioden nicht oder kaum gegossen werden. Wird er im Topf kultiviert, so muss merklich regelmäßiger gegossen werden. Dabei gilt es, das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass zu halten. Und auch die Versorgung mit Nährstoffen ist beim Schopflavendel sehr wichtig, da bei Mangelernährung schnell die schönen Blüten ausbleiben. Im Beet wird im Frühjahr vor dem Austrieb einmal etwas organischer Langzeitdünger wie Hornspäne, Dung oder Knochenmehl in den Boden eingearbeitet. Aber auch ein vornehmlich organischer Universaldünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger eignet sich hervorragend, um den Schopflavendel langfristig zu unterstützen.

Schopflavendel schneiden

Schopflavendel neigt im unteren Pflanzenteil zu verholzen. Deshalb sollte regelmäßig ein formgebender Rückschnitt vorgenommen werden. Außerdem kann man sich an den so entstehenden jungen Trieben an einer reichhaltigeren Blüte erfreuen.

Schopflavendelblüten im Schatten
Damit er seine volle Blütenpracht entfaltet, will Schopflandel gut zugeschnitten werden
[Foto: Jade Dragoonis/ Shutterstock.com]

Am besten wird im zeitigen Frühjahr mit Beginn des Austriebes (um Anfang März herum) die Hälfte bis zwei Drittel der Trieblänge abgeschnitten. Dabei darf jedoch nicht bis in den verholzten Teil geschnitten werden, denn dort kann der Schopflavendel nicht mehr austreiben. Tritt im Sommer nur eine spärliche oder gar keine Blüte am Schopflavendel auf, so kann auch dann noch ein Schnitt vorgenommen werden, der die Blütenbildung anregt.

Schopflavendel überwintern

Von Natur aus ist der Schopflavendel gegen frostige Temperaturen relativ schlecht gewappnet. Gerade einmal Temperaturen bis -5 °C übersteht er ohne Frostschäden. Deshalb ist es ratsam, ihn im Winter an einem hellen Ort im Haus zu platzieren. Sofern die Temperaturen im zeitigen Frühjahr tagsüber nicht mehr allzu sehr in den Keller gehen und die Sonne wieder mehr an Kraft zunimmt, kann er schon früh wieder nach draußen gebracht werden. Dennoch ist er mit Sorgfalt vor allem vor frostigen Temperaturen in der Nacht zu schützen.

Mehr Informationen zur Pflege des Schopflavendels, zum richtigen Gießen, Düngen, Schneiden und Überwintern, erhalten Sie in unserem Spezialartikel.

Schopflavendel ernten

Von Hauptinteresse sind die Blütenstände des Schopflavendels. Diese werden am besten geerntet, wenn in etwa die Hälfte der kleinen, ährenförmig angeordneten Blüten geöffnet sind. Die Blattspitzen, welche zum Verfeinern von Fleisch- und Fischgerichten verwendet werden, können jederzeit je nach Bedarf geerntet werden.

Schopflavendel lagern und trocknen

Schopflavendel kann gut und einfach an der Luft getrocknet werden. Dazu hängt man die abgeschnittenen Triebe einfach kopfüber auf. Nach etwa zwei Wochen ist die Trocknung in einem trockenen, gut gelüfteten Raum abgeschlossen. Allerdings gehen durch diesen Prozess einige der intensiven Aromen verloren. Eine andere Möglichkeit, Geruch und Geschmack vom Schopflavendel zu konservieren, ist das Einlegen in Öl. Hier müssen alle Pflanzenteile mit Öl bedeckt sein, damit sich keine Schimmelpilze durch Luftkontakt bilden können.

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