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Thymian pflegen: Gießen, düngen und schneiden

Schon in der Antike war Thymian begehrt. Wir zeigen Ihnen, was das Kraut an Pflege von Ihnen erwartet, wenn Sie es im eigenen Garten anbauen.

Thymian bodenbedeckend im Garten anbauen

Auch auf einer großen Fläche sieht Thymian äußerst ansprechend aus [Foto: KjeannetteCC BY 2.0]

Thymian gießen

Für den echten Thymian (Thymus vulgaris) sollte ein durchlässiger Standort gewählt werden – nasse Füße mag er nämlich gar nicht. Dementsprechend muss er auch nicht oft gegossen werden. Das mediterrane Kraut verzeiht es sogar, wenn man ihn selbst bei Sommerhitze mal ein paar Tage vergisst. Lediglich mit dem Einstellen seines Wachstums bestraft er den Gärtner in diesem Fall. Auch bei einer Kultur im Topf sollten die Wassergaben nicht übertrieben werden. Vielmehr ist es wichtig, den Thymian in ein Substrat mit einem hohen Anteil an drainierendem Sand (circa 30 %) zu pflanzen.

Thymian düngen

Schon die Düngung an sich sollte sehr verhalten ausfallen. Doch vor allem Stickstoff muss dem Thymian eigentlich gar nicht nachgereicht werden. Bei zu exzessiver Düngung neigt das Heil- und Gewürzkraut schnell dazu, durchzuschießen und seine kompakte und kriechende Wuchsform zu verlassen. Ab August sollte dann sowieso nicht mehr nachgedüngt werden. Dann wird dem jungen Gewebe nämlich nicht mehr genug Zeit gegeben, um vor dem Winter auszureifen. Letztlich würde das zu einer verminderten Frostresistenz führen. Alles in allem reicht es selbst bei der Kultur im Topf schon aus, wenn der Thymian alle vier bis sechs Wochen mit einem stickstoffarmen Dünger versorgt wird.

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Thymian schneiden

Der nur 10 bis 40 cm erreichende Halbstrauch sollte im zeitigen Frühjahr bis in den verholzenden Teil zurückgeschnitten werden. Das lässt die kompakte Form fortbestehen und sorgt dafür, dass der verholzte Teil nicht Überhand gewinnt. Dort wachsen nämlich nicht die aromareichen Blätter. Außerdem sorgt der Rückschnitt für einen kompakteren und stärker verzweigten Wuchs der Pflanze. Der Rückschnitt sollte jedoch unbedingt vor dem Neuaustrieb erfolgen. Dann kann die Pflanze nämlich am meisten Kraft in die Entwicklung neuer Triebe stecken. Bei zu frostigen Temperaturen ist jedoch Vorsicht geboten: Die Kälte kann einfach über die offenen Schnittstellen eindringen und noch für einen späten Frostschaden sorgen. Dieser ist an der bereits beschnittenen Pflanze wesentlich tragischer als für einen noch nicht geschnittenen Thymian. Dieser besitzt noch reichlich krautige Triebmasse als Puffer vor der Kälte.

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