skip to Main Content

Thymian: Verwendung als Heil- und Gewürzkraut

Schon in der Antike erfreute sich der Thymian großer Beliebtheit. Wir gehen der Heilkraft und dem Aroma des mediterranen Krautes auf den Grund.

Thymian Blüte lila Blütenmeer

Thymian bildet ein wahrhaft atemberaubendes Blütenmeer aus [Foto: Udo SchmidtCC BY-SA 2.0]

Thymus wird vom Griechischen „thymos“, was Kraft und Mut bedeutet, abgeleitet. Schon in der Antike badeten sich Legionäre vor ihren Kämpfen in einem Thymianaufguss. Ob das wirklich durch zusätzliche Kräfte beflügeln konnte, ist sicherlich fraglich. Sicher ist aber, dass Thymian (Thymus vulgaris) im Jahr 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt wurde. Welche heilende Wirkung besitzt dieser immergrüne Halbstrauch aber, der auch in der Küche eine gute Figur abgibt?

Inhaltsstoffe von Thymian

Die positiven Eigenschaften gehen vom Thymianöl, dem ätherischen Öl des Thymians aus. Dessen Zusammensetzung kann je nach Sorte stark variieren. Hauptbestandteil ist jedoch das Thymol – eine desinfizierend wirkende Substanz, die in vielen handelsüblichen Mundspülungen enthalten ist.

Verwendung von Thymian als Arzneimittel

Thymian soll angeblich antibakteriell und antiviral wirken. Klinisch bewiesen ist das jedoch bislang noch nicht. Die förderliche Wirkung des Schleimlösens bei Atemwegsentzündungen sowie die Linderung von Keuchhusten und Bronchitis sind hingegen unumstritten. Wohltuend kann Thymian hier als Tee oder durch Inhalation eingesetzt werden. Wird extrahiertes Öl anstatt der Blätter verwendet, so ist Vorsicht bei der Konzentration geboten. Eine zu stark konzentrierte Anwendung des Thymian-Öles kann zu Reizungen der Schleimhäute führen und somit die positive Wirksamkeit des Thymians zu Nichte machen.

Thymianhustensaft selber machen

Unterstützen Sie Ihren Körper bei der nächsten Erkältung mit einem Thymianhustensaft [Foto: sunny mamaCC BY-SA 2.0]

Verwendung in der Küche

Thymian bringt die mediterrane Würze in die Küche. Egal ob Fisch, Meeresfrüchte, mediterranes Gemüse oder Kartoffel-Gerichte – Thymian kann diese Speisen passend und würzig im Geschmack vollenden. Positiver Nebeneffekt: Das im Mittelmeerraum Westeuropas beheimatete Gewürz regt die Verdauung an.

Thymian sollte also weder auf dem Gewürzregal noch im Arzneischrank fehlen. Darüber freut sich der Gaumen und die nächste unangenehme Erkältung kann schneller der Garaus gemacht werden.

Back To Top