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Nachhaltig den Rasen kürzen: Mit der Hand, mit Benzin oder Strom?

Rasen kürzen ist ein großes Thema, hier finden Sie die gängigsten Methoden genau zusammengefasst.

Mann mit Sense
Auch mit einem Handgerät lässt sich der Rasen kürzen

Der Rasen ist des Deutschen zweitliebstes Kind, gleich nach dem Auto. Das ist verständlich, denn ein satt grüner, gepflegter Rasen ist ein schöner Anblick, er fühlt sich unter den Füßen wunderbar an und ist das Aushängeschild eines gepflegten Gartens.

Rasen nachhaltig kürzen

Damit der Rasen perfekt aussehen kann, muss eine Menge getan werden: Vertikutieren, Lüften, Düngen, Mähen und Ausbessern. Gerade beim Mähen scheiden sich die Geister, welches nun die perfekte Methode ist. Zwischen einer Sense (unüblich, aber ein gutes Muskeltraining) und dem Rasenmähroboter (zum Leidwesen vieler Igel voll im Trend) gibt es viele Möglichkeiten, die sich hauptsächlich durch ihren Antrieb unterscheiden. Wir haben die verschiedenen Methoden unter die Lupe genommen.

1. Rasen mähen mit einen Handgerät

Wer etwas für seine Fitness tun möchte und keine allzu große Fläche zu mähen hat, kann zu einem Handgerät greifen. Hierfür gibt es sehr preisgünstige Rasenmäher, die durch reine Muskelkraft über das zu mähende Gras geführt werden. Die rotierenden Klingen schneiden das Gras. Je nach dessen Dichte und der Größe der zu mähenden Fläche kann das durchaus eine Herausforderung sein.

Die zweite mechanische Variante ist eine Sense. Sie eignet sich besonders für hohes Gras und trainiert ebenfalls die Muskulatur. Sensenmähen will gelernt sein, doch wer einmal den Dreh raus hat, der wird seine Freude daran entdecken. Die perfekte Rasenkante wird man damit allerdings nicht erreichen, was eventuell für skeptische Blicke bei den Nachbarn sorgen kann.

Rasen wird mit Sense gemäht
Auch mit einer Sense können Sie Ihren Rasen mähen [Foto: Iloyd/ Shutterstock.com]

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Aus ökologischer Sicht sind diese Methoden am besten geeignet, um die Umwelt zu schonen. Bei einer großen Fläche kommt man hier allerdings schnell an seine Grenzen, auch dann, wenn man einen “perfekten“ Rasen haben möchte.

2. Rasen mähen mit einem elektrischen Mäher

Bei einer Fläche von bis zu 500 Quadratmetern ist ein elektrischer Rasenmäher empfehlenswert. Diese Geräte hängen an einem Stromkabel, was ihr einziger, nennenswerter Nachteil ist. Es heißt nämlich: Aufpassen!, damit man nicht versehentlich über das Kabel mäht. Am besten wirft man es sich über eine Schulter und plant den Weg entsprechend, den man mit dem Mäher gehen möchte. Ansonsten sind diese Mäher toll: Sie sind sehr leise, erzeugen keine Abgase und sind einfach zu bedienen. Die meisten Modelle haben einen abnehmbaren Auffangkorb, sodass man wählen kann, ob man den Rasenschnitt als Mulch liegen lassen möchte. Zwei- bis dreimal im Jahr bietet sich das an, es kommt jedoch auf die Gegebenheiten vor Ort an. Die Schnitthöhe ist bei einem elektrischen Mäher variabel einstellbar. Dabei sollte man lieber einmal mehr als einmal zu kurz mähen, um den Rasen zu schützen.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit? Elektrische Rasenmäher sind nach den mechanischen die zweitbeste Variante und werden vom Umweltbundesamt empfohlen. Sie überzeugen durch ihre leichte Bauweise und die fehlenden Abgase. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass auch die Stromerzeugung die Umwelt belastet. Die Nachhaltigkeit hängt also eng damit zusammen, woher man seinen Strom bezieht. Wer die Umwelt und das Klima im Blick hat, der setzt auf Ökostrom. Dabei muss man sich wegen der Kosten keine Sorgen machen, denn auf spezialisierten Seiten, wie etwa Stromvergleich.de, findet man günstige Anbieter, die nachhaltigen Strom zu fairen Preisen anbieten.

Rasen wird mit Rasenmäher gemäht
Der elektrische Rasenmäher ist die wohl am meisten verbreitete Methode [Foto: Tretyakov Viktor/ Shutterstock.com]

3. Rasen mähen mit einem Akkumäher oder Mähroboter

Wem das Kabel am Mäher zu lästig ist, der kann sich einen aufladbaren Mäher zulegen, dessen Akku am Stromnetz aufgeladen wird. Diese Geräte gibt es mit unterschiedlicher Schnittbreite und auf Wunsch mit Radantrieb, was das Schieben etwas leichter macht. Natürlich haben sie nur eine begrenzte Kapazität, was die Reichweite betrifft. Und dann haben alle Akkus die unangenehme Eigenschaft, mit jedem Aufladen ein klein wenig an Leistung zu verlieren. Irgendwann müssen die Akkus also ausgetauscht werden.

Ebenfalls zu den Akkumähern zählen die aktuell besonders beliebten Rasenmähroboter. Diese warten an ihrer Ladestation, bis sie zur programmierten Zeit mit dem Mähen beginnen. In festgelegten Bahnen wird der Rasen bis zum letzten Zentimeter gemäht. Zuvor muss man dem Mäher eine Begrenzung mit einem Führungsdraht errichten, damit er weiß, wo er genau entlangfahren darf. Die Mähfläche muss also geplant werden. Das funktioniert am einfachsten auf geraden Strecken und kann bei abschüssigem oder verwinkeltem Gelände zum Problem werden.

Außerdem kritisch: Viele Gartenbesitzer lassen ihren Mähroboter nachts laufen, denn der Mähvorgang dauert teilweise stundenlang. Gerade dann sind jedoch Igel und andere Tiere aktiv, die bei einer Kollision mit dem Mähroboter den Kürzeren ziehen. Auch für kleine Kinder kann solch ein Roboter zu einem Sicherheitsrisiko werden, denn diese stoppen nicht automatisch, wenn sie auf ein Hindernis treffen. Andererseits können kleine Hindernisse wie Tannenzapfen leicht zu einem Problem werden, mit dem das Gerät einfach nicht fertig wird. Am effektivsten sind Mähroboter auf geraden Flächen ohne Hindernisse. Praktisch: Nach dem Mähen fahren sie wieder zu ihrer Ladestation und laden sich automatisch auf.

Rasen wird mit Mähroboter gemäht
Ein Mähroboter mäht den Rasen ganz allein

Thema Nachhaltigkeit: Die Geräte mit Akku sind ähnlich umweltverträglich wie solche mit festem Stromanschluss. Lediglich das Schwächeln des Akkus, der irgendwann ausgetauscht werden muss, lässt diese Mäher schlechter dastehen.

4. Rasen mähen mit einem Bezinrasenmäher

Umwelttechnisch gesehen ist diese Methode am wenigstens empfehlenswert, auch wenn sie gerade auf großen Flächen die praktikabelste Lösung darstellt. Benzinmäher sind laut, stinken und stoßen Schadstoffe aus. Tiere und Pflanzen nahe des Bodens werden direkt davon beeinträchtigt. Man kann die Verwendung dieser Geräte als Öko-Sünde bezeichnen.

Am schlimmsten sind die im Profibereich üblichen Dieselmotoren, dicht gefolgt von den Zweitakt-Motoren. Diese verbrennen das zur Schmierung des Motors benötigte Öl zusammen mit dem Benzin, was besonders große Emissionen verursacht. Bei einem Viertakter werden Kraftstoff und Öl getrennt eingefüllt. Das Öl muss regelmäßig gewechselt und fachmännisch entsorgt werden.

Auf sehr großen Flächen ist ein Aufsitzmäher eine gute Wahl. Bei allen mit Benzin betriebenen Mähern sollte darauf geachtet werden, dass sie so umweltfreundlich wie möglich sind. Ökologisch sinnvoll ist es auf jeden Fall, einen guten Teil der Grünfläche als Wiese stehen zu lassen und dort nicht zu mähen. Die heimischen Insekten werden es danken und noch fleißiger bei der Bestäubung der Obstbäume im Garten mithelfen.

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