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Erdbeeren düngen: Anleitung & Pflege-Tipps

Damit Erdbeeren möglichst ertragreich gedeihen, benötigen sie Nährstoffe. Wir zeigen, welche Dünger geeignet sind und wann überhaupt gedüngt werden sollte.

Erdbeeren gießen mit Gießkanne

Erdbeeren stellen keine allzu großen Nährstoffansprüche, können mit der richtigen Düngung aber in ihrem Wachstum unterstüzt werden [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Der Nährstoffbedarf von Erdbeeren (Fragaria) ist nicht sehr hoch und viele Gartenböden sind ohnehin genügend und ausgewogen mit Nährstoffen versorgt. Um die Gesundheit der Pflanzen zu erhalten, empfiehlt es sich jedoch, die Erdbeeren mit einer bedarfsgerechten Düngung in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dann steht auch einer reichen Ernte an süßen, roten Früchten nichts mehr im Wege.

Erdbeeren düngen

Die richtige Düngung von Erdbeeren will gelernt sein, schließlich ist sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen nicht optimal. Wann, wie und womit Sie Ihre Erdbeeren am besten düngen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Erdbeeren: Wann düngen?

Erdbeeren werden am besten bereits bei der Pflanzung sowie anschließend jedes Jahr im Herbst und im Frühjahr gedüngt. So können Sie ungefähr zwei bis drei Jahre fortfahren. Danach sollte der Bestand verjüngt werden, da die Pflanzen mit zunehmendem Alter immer schlechter tragen. Bepflanzen Sie das bestehende Erdbeerbeet zudem für ein paar Jahre mit anderen Kulturen, da ansonsten bei Rosengewächsen (Rosaceae), zu welchen auch die Erdbeere zählt, auf Dauer eine sogenannte Bodenmüdigkeit auftreten kann.

Kurz vor oder während der Pflanzung hilft eine Kompostgabe für das erfolgreiche Anwachsen der Pflänzchen. Haben Sie keinen eigenen Komposthaufen im Garten, setzen Sie am besten auf organische Langzeitdünger wie beispielsweise unseren Plantura Bio-Tomatendünger. Dieser ist besonders schonend für Ihre Erdbeeren, den Boden und die Tiere im Garten.

Erdbeeren einplanzen Hände

Während der Pflanzung am besten organischen Langzeitdünger hinzugeben [Foto: Kzenon/ Shutterstock.com]

Im Herbst (September) nach der Ernte, wenn die Pflanzen die Blüten für das nächste Jahr bilden, sollten Sie Ihre Erdbeeren wieder mit einer ausreichenden Menge an Nährstoffen versorgen. Eine kleine Düngegabe und das zusätzliche Gießen mit verdünnter Brennnesseljauche fördern die Pflanze in ihrer Entwicklung. Eine weitere Düngergabe im Frühjahr (April) unterstützt die Erdbeerpflanze bei einer erfolgreichen Fruchtbildung. Zudem liebt die ursprünglich im Wald beheimatete Pflanze leicht saure Böden und freut sich daher über eine Mulchschicht aus Grasschnitt, Stroh oder Tannennadeln, welche aufgrund der langsamen Zersetzung von Zeit zu Zeit erneuert werden sollte.

Zusammenfassung: Wann Erdbeeren düngen?

  • Bei der Pflanzung: Kompost oder organischen Langzeitdünger einarbeiten
  • Kleinere Düngegaben zur Blütenbildung im Herbst (September)
  • Düngung zur Unterstützung der Fruchtbildung im Frühjahr (April)
  • Mulchschicht aus Grasschnitt, Stroh oder Tannennnadeln
reife Erdbeeren in den Händen

Eine Düngergabe im Frühjahr, am besten mit einem biologischen Dünger, unterstützt die Erdbeerpflanze bei der Fruchtbildung [Foto: Lapina/ Shutterstock.com]

Erdbeeren womit und wie viel düngen?

Erdbeeren stellen keine großen Nährstoffansprüche. Für eine reichliche Blüten- und Fruchtbildung reichen daher klassische organische Dünger wie Kompost, kompostierter Mist oder biologischer Handelsdünger vollkommen aus. Wir erklären Ihnen, wie Sie am besten vorgehen und welche Möglichkeiten Ihnen sonst noch zur Düngung Ihrer Erdbeeren zur Verfügung stehen.

Erdbeeren organisch düngen

Organische Dünger wie Mist oder Kompost, fördern das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig. Besonders für die Herbstdüngung der Erdbeeren haben sie sich bewährt, da sie über den Winter schon teilweise zersetzt werden und den Pflanzen im Frühjahr gute Startbedingungen bieten. Wenn Sie keinen eigenen Komposthaufen haben, können Sie auch auf organische Langzeitdünger aus dem Handel zurückgreifen. Diese haben bei der Düngung von Erdbeeren viele Vorteile, so zum Beispiel:

  • Langfristige Nährstoffversorgung der Erdbeerpflanzen durch langsame Zersetzung mit Hilfe von Mikroorganismen aus dem Boden
  • Förderung eines aktiven Bodenlebens und langfristige Verbesserung der Bodenstruktur
  • Schonend für die Pflanzen, den Boden und die Umwelt durch den Verzicht auf Chemie

Unser Plantura Bio-Tomatendünger, der auch Tomaten und Kartoffeln optimal versorgt, eignet sich ideal für die Düngung Ihrer Erdbeeren. Er besteht hauptsächlich aus organischen, pflanzlichen Ausgangsstoffen, die langsam von den Mikroorganismen im Boden zersetzt werden. Der hohe Anteil an Kalium und Phosphor unterstützt Ihre Pflanze bei der Blüten- und Fruchtbildung. Die ausreichende Menge an Stickstoff fördert außerdem das Pflanzenwachstum sowie die Blattbildung.

Erdbeere an Pflanze in der Hand

Organische Dünger sind besonders geeignet, da sie den Pflanzen im Frühjahr gute Startbedingungen bieten [Foto: Benchaporn Maiwat/ Shutterstock.com]

Damit Sie Ihre Erdbeeren mit der optimalen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend für Sie eine genaue Düngeanleitung vorbereitet:

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Erdbeeren

  1. Vor der Pflanzung: 60 – 110 g/m² (5 bis 9 Esslöffel) unseres Plantura Bio-Tomatendüngers in die obersten Bodenschichten einarbeiten
  2. Den Boden und die frisch eingesetzten Pflanzen gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  3. Im Herbst nach der Ernte und im Frühjahr je 40 – 70 g pro Pflanze (3 bis 5 gehäufte Esslöffel) düngen
Plantura Bio-Tomatendünger
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Erdbeeren düngen mit Hornspänen

Hornspäne zählen zu den organischen Düngemitteln und werden gerne im biologischen Anbau angewendet. Sie bestehen aus den Hörnern und Hufen von Rindern und sind sehr stickstoffhaltig. Da Erdbeeren aber vor allem viel Kalium benötigen, eignen sich Hornspäne oder Hornmehl nur bedingt für deren Nährstoffversorgung und sollten – wenn überhaupt – nur bei der der Frühjahrsdüngung und in Kombination mit anderen organischen Düngemitteln verwendet werden.

Erdbeeren düngen mit Kaffeesatz

Kaffeesatz wird als Dünger immer beliebter. Kein Wunder, schließlich hat fast jeder von uns diesen bereits zuhause. Kaffeesatz ist leicht sauer, weshalb er sich prinzipiell ideal für Erdbeeren und andere Beeren eignet, die alle einen leicht sauren Boden (pH-Wert von 6) bevorzugen. Der Gehalt an Nährstoffen im Kaffeesatz ist allerdings nicht sehr hoch, zudem ist er sehr stickstoffhaltig. Deshalb eignet er sich nicht als alleiniger Dünger für Erdbeeren. Wir empfehlen daher jedem, der einen Kompost hat, nur geringe Mengen direkt auf die Erdbeeren zu geben und mit dem übrigen Kaffeesatz den Kompost zu bereichern. Schlussendlich kommt der kompostierte Kaffeesatz mit dem Kompost dann auch wieder den Erdbeeren zugute. Wer nicht über einen Kompost verfügt, kann auch etwas größere Mengen Kaffeesatz direkt in die Erde der Erdbeeren einarbeiten und die Pflanzen zusätzlich mit einem organischen Handelsdünger – wie beispielsweise unserem Plantura Bio-Tomatendünger – versorgen. Selbstverständlich wenden Sie dann eine etwas niedrigere Menge an, als auf der Packung empfohlen wird.

Düngen mit kaffeesatz

Ab und an können Topfpflanzen auch mit ein wenig Kaffeesatz gedüngt werden [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Erdbeeren mineralisch mit Blaukorn und Co. düngen

Blaukorn, Flüssigdünger und Co. zählen zu den mineralischen Mehrnährstoffdüngern. Diese enthalten sehr hohe Konzentrationen an Nährsalzen, welche direkt von den Pflanzen aus der Bodenlösung aufgenommen werden können. Erdbeeren haben allerdings nicht allzu hohe Nährstoffansprüche und reagieren bei übermäßiger Düngung eher mit einer unerwünscht starken Laubbildung als mit einem Mehr an Früchten. Außerdem kann eine Überdüngung zur Auswaschung der Nährstoffe in tiefere Bodenschichten und zu Verunreinigungen des Grundwassers führen. Aus diesem Grund sind organische Dünger mit ihrer langsamen Freigabe von Nährstoffen wesentlich besser für Erdbeeren geeignet als Mineraldünger.

Erdbeeren mineralisch düngen

Die sehr hohe Konzentrationen an Nährsalzen in mineralischen Düngern ist für Erdbeeren zu hoch [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Womit Erdbeeren düngen?

  • Kompost oder Mist sind für die Herbstdüngung geeignet
  • Organische Langzeitdünger sorgen im Frühjahr für eine langfristige Nährstoffversorgung
  • Hornspäne und Mineraldünger sind nur bedingt geeignet
  • Kaffeesatz sollte am besten mit Kompost oder organischem Langzeitdünger vermengt werden

Tipp vom Profi: Erdbeeren, die unter Trockenstress stehen, können keine Nährstoffe aufnehmen, da diese nicht mehr oder nur kaum für die Wurzeln zugänglich sind. Während und nach der Düngung sollten Sie daher auf eine ausreichende Wasserversorgung Acht geben.

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