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Feigenbaum überwintern: Experten-Tipps & winterharte Sorten

Der Feigenbaum ist zwar mediterranes Klima gewöhnt, kann aber auch unsere Winter überstehen. Wir zeigen, wie man einen Feigenbaum erfolgreich überwintert.

Feige an trockenem Baum
Mit etwas Pflege kann der Feigenbaum auch kältere Temperaturen aushalten [Foto: Kay Prinsloo/ Shutterstock.com]

Anders als viele andere mediterrane Gewächse wie beispielsweise der Olivenbaum oder der Oleander, verliert der Echte Feigenbaum (Ficus carica) über den Winter seine Blätter. Damit er den Winter gut übersteht und im Frühjahr mit alter Kraft frisch austreibt, haben wir für Sie hier das Wichtigste zusammengestellt, was es für den Winter zu beachten gibt.

Feigenbaum überwintern

Trotz seiner mediterranen Herkunft kann ein Feigenbaum  auch Ihren Garten verschönern. Je nach Sorte und Region kann er dabei sogar im Freien überwintern. Die Pflanze wirft im Winter ihre Blätter ab, was sie deutlich widerstandsfähiger macht und das Überwintern erleichtert. Wasser brauchen Feigenbäume aus diesem Grund im Winter so gut wie gar keines und auch gedüngt werden sollte nicht.

Winterharte Feigenbaum-Sorten

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich einige Feigenbaumsorten herausgebildet, die mit einer gewissen Winterhärte aufwarten können. Und so gibt es auch Sorten, die selbst den mitteleuropäischen Winter im Freien überleben. Kältetolerant sind zum Beispiel die ‘Dalmatie’ und die ‘Bornholmfeige’. Näheres zu winterharten Sorten erfahren Sie hier.

Feigenbaum überwintern: Wann wird es dem Feigenbaum zu kalt?

Deutschland ist eigentlich nicht das typische Verbreitungsgebiet des Feigenbaumes – trotzdem gedeiht er auch in unseren Breiten mit dem richtigen Schutz recht gut. Allzu kalte Winter sind jedoch nichts für die Pflanze. Winterharte Sorten kommen mit Temperaturen bis -15 °C zurecht. Alles, was darunterliegt, wird kritisch. Sind die oberirdischen Teile der Feige abgefroren, hat die Wurzel häufig aber dennoch überlebt und kann im Frühjahr neu austreiben.

Feigenbaum im Schnee
Winterharte Feigen überstehen noch Temperaturen bis -15 °C unversehrt [Foto: Victoria Kurylo/ Shutterstock.com]

Hinweis: Sobald die Temperaturen unter 0 °C fallen, sollten Sie Ihren Feigenbaum für den Winter vorbereiten beziehungsweise ins Haus holen. Meist ist dies Mitte bis Ende Herbst der Fall. Spätestens ab -5 °C sollte Ihre Feige geschützt sein.

Feigenbaum draußen überwintern

Draußen überwintern sollten nur winterfeste Sorten. Doch selbst diese sind nicht mit allen Wassern gewaschen. Besonders junge und unverholzte Exemplare sind anfällig und sollten die ersten Winter drinnen bleiben. Ältere Feigenbäume können auch draußen überwintern. Geeignet für eine Überwinterung im Freien sind milde Regionen wie das Rheintal, küstennahe Orte und Weinbauregionen. Doch auch dort brauchen Feigenbäume Schutz vor Kälte. Besonders die Wurzeln sollten Sie durch eine dicke Schicht an Mulch, Blättern oder Reisig schützen. Auch Kokosmatten bieten sich an. Diese können um den Stamm und um die Hauptäste gewickelt werden, um die oberirdischen Pflanzenteile zu schützen. Wird es besonders kalt, bietet eine zusätzliche Schicht aus Noppenfolie besonderen Schutz. Eine Alternative ist ein Ring aus Maschendraht, der mit viel Spiel um den Stamm des Baumes gelegt und mit Blättern und Stroh locker ausgefüllt wird. Feigenbäume, die im Topf draußen überwintert werden sollen, müssen um den Wurzelballen großzügig mit Vlies oder Kokosmatten umwickelt werden. Während des Winters sollten Feigenbäume nicht gedüngt werden. Auch Gießen sollten Sie nur, wenn das Substrat trocken ist – und selbst dann nicht übermäßig.

Zusammenfassung Feigenbaum draußen überwintern:

  • In milden Regionen wie Weinbaugebieten, Flusstälern und Küstenregionen
  • Wählen Sie eine möglichst kältetolerante Sorte
  • Schützen Sie die Wurzeln und den Stamm durch Kokosmatten und Mulch
  • Gießen Sie sehr wenig und düngen Sie Ihren Feigenbaum im Winter nicht
Feigen mit Frost
Ein wenig Schnee ist kein Problem für den Feigenbaum, zu viel kann ihm allerdings gefährlich werden [Foto: Marie-Pierre Samel/ Shutterstock.com]

Feigenbaum im Topf überwintern

Gerade junge Feigenbäume oder nicht winterharte Feigenbaum-Sorten sollten Sie drinnen überwintern. Auch in sehr kalten Regionen wie in vielen Gebieten im Osten Deutschlands ist es sicherer, den Baum über den Winter hereinzuholen. Da Feigenbäume ihre Blätter jedoch abwerfen, sind sie ziemlich problemlos zu überwintern. Sie benötigen nur sehr wenig Licht und so gut wie kein Wasser, da sie ihre Blätter nicht versorgen müssen. Zu viel Wasser im Winter kann die Wurzel im Gegenteil sogar schädigen, da durch die fehlenden Blätter das Wasser nicht verdunstet werden kann. Der optimale Standort für den Winter ist ein kühler Ort mit ein wenig Licht wie eine Garage, ein unbeheizter Keller mit Fenster oder ein Gartenhaus. Natürlich ist auch die Überwinterung in einem kühlen Wintergarten möglich. Die Temperatur des Winterquartiers sollte idealerweise zwischen 5 °C und 10 °C liegen.

Zusammenfassung Feigenbaum im Topf überwintern:

  • Im fortgeschrittenen Herbst, sobald es kühler wird, hereinholen
  • Kühlen Ort mit zumindest leichtem Lichteinfall wählen
  • Nicht gießen oder düngen
  • Im April bis Anfang Mai wieder nach draußen bringen

Feigenbaum nach dem Winter pflegen

Sobald die Temperaturen wieder steigen und die Tage wieder länger werden, startet auch der Feigenbaum ins neue Jahr, unverkennbar an den frischen Blattknospen, die sich zu öffnen beginnen. In der Regel ist die Winterruhe bis April, spätestens aber Anfang Mai beendet und der Feigenbaum sehnt sich nach frischer Luft. Sollte Ihr Feigenbaum bereits im Winterquartier frische Blätter getrieben haben, gewöhnen Sie ihn langsam an die Sonne, indem Sie ihn erst in den Schatten stellen. Ansonsten besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes. Ist die Winterruhe beendet, wird es Zeit für mehr Wasser und frische Nährstoffe.

Näheres zum Gießen, Düngen und zur Pflege des Feigenbaumes erfahren Sie hier.

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