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Himbeeren vermehren: So vermehren Sie Ihre Himbeeren selbst

Das Vermehren der eigenen Himbeeren ist einfach und geht leicht von der Hand. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Himbeeren mit Sonne im Garten

Himbeeren lassen sich sehr einfach vermehren [Foto: Nitr/ Shutterstock.com]

Die meisten Himbeersorten (Rubus idaeus) sind durch ein mittelstarkes bis starkes Wachstum geprägt. Sie wachsen nicht nur in die Höhe, sondern breiten sich auch flächig recht stark aus. Diese wuchsfreudigen Ausläufe bilden somit eine einfache Variante, Himbeeren selbst zu vermehren. Darüber hinaus bieten sich noch zwei weitere Methoden an, mit denen Sie Ihre eigenen Himbeeren erfolgversprechend vermehren können.

Himbeeren vermehren

Wie Sie genau bei den verschiedenen Methoden der Vermehrung Ihrer Himbeere vorgehen sollten, haben wir nachfolgend für Sie zusammengetragen.

Einen Tipp gleich zu Beginn: Eigentlich versteht es sich von selbst, trotzdem möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass Sie nur gesunde Pflanzen vermehren sollten. Wer meint, nur der Boden sei mit einem Pilz belastet, und dann versucht, die Pflanze an einem gesunden Platz zu regenerieren, der wird vielleicht nicht für seine Mühe belohnt. Stattdessen kann es passieren, dass dann zwei Orte im Garten mit der Krankheit infiziert sind. Entsorgen Sie daher lieber die befallene Pflanze und besorgen Sie sich eine neue, widerstandsfähige Sorte, die dann in einen gesunden Boden gepflanzt wird.

Himbeeren durch Ausläufer vermehren

Das Abstechen von Himbeerausläufern ist die bei Himbeeren am weitesten verbreitete und einfachste Vermehrungsmethode. Bei vielen Himbeersorten, die stark Ausläufer bilden, bietet sich dieses Verfahren ideal an. Denn wenn die Himbeerausläufer nicht abgestochen und zur Vermehrung genutzt werden, muss man sie irgendwann trotzdem entfernen – andernfalls wird die Himbeerpflanze immer größer. Letzteres ist nur bei Beeten möglich, die groß genug für eine Ausbreitung der Himbeeren sind. Dies sollte aber auch nur begrenzt stattfinden, schließlich steigt bei zu dichten, schlecht belüfteten Sträuchern das Risiko für die Rutenkrankheit. Ein Strauch von 1 bis 2 m2 ist erstens von allen Seiten besser durchlüftet als eine Pflanze mit 3 m2 Fläche und zweitens sind Schnittmaßnahmen und Düngergaben leichter durchzuführen.

großer Strauch mit Himbeeren im Garten

Die meisten Himbeersorten sind durch ein mittelstarkes bis starkes Wachstum geprägt [Foto: Wolf__/ Shutterstock.com]

Statt Ihren Himbeerstrauch sich unendlich erweitern zu lassen, raten wir Ihnen – selbst wenn genug Platz für diesen vorhanden ist –deshalb dazu, lieber einige Ausläufer abzustechen und an einem anderen Ort weitere Himbeeren zu pflanzen.

So funktioniert das Ausläuferabstechen und -einpflanzen:

  1. Wählen Sie im frühen Herbst eine oder mehrere junge, gesunde Ruten aus und graben Sie diese sorgfältig aus, ohne deren Wurzeln zu beschädigen. Die Wurzelverbindung zur Mutterpflanze muss dabei abgestochen oder abgeschnitten werden.
    Tipp: Am einfachsten ist es, wenn es Ruten gibt, die etwa einen halben Meter entfernt von der Mutterpflanze wachsen. Beim Ausgraben dieser Ruten laufen Sie weniger Gefahr, die Wurzeln der Mutterpflanze zu verletzen.
  2. Pflanzen Sie die ausgestochenen Ruten an dem für sie vorgesehenen Platz in ein Pflanzloch mit Kompost. Bedenken Sie dabei aber, dass die Himbeeren sich innerhalb einiger Jahre wieder ausbreiten werden. Wählen Sie also Orte mit genügend Platz.
  3. Im nächsten Frühjahr schneiden Sie den alten Haupttrieb ab, sobald sich einige neue Triebe bilden. Das verzögert die Ernte zwar um ein Jahr, stärkt die Pflanzen aber ungemein.

Himbeeren durch Absenker vermehren

Himbeeren können ebenfalls vermehrt werden, indem man Absenker produziert, die dann ebenso wie die Ausläufer abgestochen werden können. Diese Methode hat sich bei vielen anderen Pflanzen bewährt, bei Himbeeren wird sie jedoch nur selten durchgeführt. Denn wieso sollte man sich die Arbeit machen, Absenker zu produzieren, wenn bereits ausgrabbare Ausläufer vorhanden sind? Ganz einfach: Es gibt auch einige Himbeersorten, die nur weniger oder gar keine Ausläufer bilden. In diesem Fall bietet die Absenker-Methode eine gute Alternative, um die Himbeeren dennoch selbst vermehren zu können.

junge Himbeere von oben im Garten

Eine Vermehrung durch Absenker wird eher selten durchgeführt [Foto: Helga_foto/ Shutterstock.com]

So funktioniert das Vermehren der Himbeeren mittels Absenker:

  1. Lange, elastische Jungruten entblättern und in Richtung Boden biegen.
  2. Entblätterten Abschnitt in der Mitte der Jungrute mit Erde bedecken, gegebenenfalls mit einem Draht oder Stein befestigen und bewässern. Die Triebspitze schaut dabei aus der Erde heraus.
  3. Im Frühjahr oder Herbst die Rute, wenn sie ausreichend bewurzelt ist, von der Mutterpflanze trennen und in ein Pflanzloch mit Kompost pflanzen.

Himbeeren durch Stecklinge vermehren

Es gibt neben den genannten Methoden noch eine weitere Möglichkeit, Himbeeren zu vermehren –über Stecklinge. Diese Variante ist ebenso wie das Eingraben der Absenker nur zu empfehlen, wenn keine Ausläufer zur Vermehrung zur Verfügung stehen. Wir empfehlen Ihnen, etwas mehr Stecklinge vorzubereiten, als Sie eigentlich neu zu pflanzen planen. Denn oft bilden nicht alle Stecklinge Wurzeln und sind dann nicht brauchbar.

grüne Blätter Himbeere nah im Garten

Auch über Stecklinge kann die Himbeere vermehrt werden [Foto: TYNZA/ Shutterstock.com]

So funktioniert das Vermehren der Himbeeren über Stecklinge:

  1. Im Frühsommer etwa bleistiftlange Stücke aus leicht verholzten Trieben schneiden.
  2. Diese Triebe in die Anzuchterde setzen und stets feucht halten. Ungefähr zwei bis drei Blätter sollten dabei erhalten bleiben. An dem Triebstück, das in dem Stecklingssubstrat steckt, sind die Blätter zu entfernen.
    Tipp: Perfekt eignen sich Minigewächshäuser, um eine optimale Luftfeuchte und ideale Bewurzelungsbedingungen zur Wasseraufnahme für die Stecklinge ohne Wurzeln zu schaffen.
  3. Nach zwei bis drei Wochen an einem sonnigen Ort sind die Stecklinge meist gut bewurzelt. Sie können entweder bis zum Frühherbst noch in einem Topf verbleiben oder sofort ins Beet gepflanzt werden. In beiden Fällen sollten Sie stets für genügend Bewässerung sorgen, da die kleinen Pflänzchen anfangs nur schwache, kleine Wurzeln haben.
Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.

Theresa

Ich studiere Nutzpflanzenwissenschaften und habe schon immer gern gegärtnert, auch wenn mir die ersten Versuche als kleines Kind eher missglückten. Mit der Expertise aus meinem Studium gelingt mir jetzt fast alles – besonders spannend finde ich Themen wie Mischkultur, Hochbeete und Kompostierung.
Lieblingsobst: Kirschen, Zwetschgen und Birnen
Lieblingsgemüse: Brokkoli, Mangold und Erbsen

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