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Johannisbeeren pflanzen: Standort, Zeitpunkt & Anleitung

Beim Pflanzen von Johannisbeeren gilt es einiges zu beachten: Vom Standort, über den richtigen Zeitpunkt bis zur Pflanz-Anleitung teilen wir unsere Tipps.

junge Johannisbeere frisch eingepflanzt mit Schaufel

Johannisbeeren gedeihen fast überall [Foto: Elena M. Tarasova/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren (Ribes) können gut als Gartenhecke, als Begrenzung von Gemüsebeeten oder des Komposthaufens oder auch einfach in ein Beerenbeet gepflanzt werden. Sie sind an unser Klima angepasst und gedeihen deshalb fast überall recht gut. Trotzdem haben sie natürlich einige Präferenzen, was ihren Standort, die dort vorherrschenden Bodenverhältnisse und ihre Pflege betrifft. Mit den folgenden Informationen sind Sie gut gerüstet, um bald reichlich leckere Johannisbeeren in Ihrem eigenen Garten ernten zu können.

Johannisbeeren pflanzen: Die Standortwahl

Obwohl Johannisbeeren auch im Halbschatten gedeihen, raten wir Ihnen, sie lieber an einem sonnigen Platz zu pflanzen. Dort fällt die Ernte nicht nur größer aus, sondern die Früchte werden auch süßer, je mehr Sonne Ihre Pflanze abbekommt. Wer nur einen halbschattigen Platz zur Verfügung hat, dem seien die weißen Johannisbeeren (Ribes sativa) empfohlen: Sie sind ohnehin etwas süßer und wachsen im Halbschatten teilweise sogar besser. Am wohlsten fühlen Johannisbeerpflanzen sich auf mittelschwerem, nährstoffreichem Boden, der Feuchtigkeit gut halten kann. Ein leicht saurer pH-Wert von 5,5 bis 6 ist ideal. Johannisbeeren sind außerdem Flachwurzler. Das bedeutet, dass sie keine tiefgründigen Böden benötigen und auch in niedrige Beete oder große Kübel mit einer Höhe von ungefähr 40 cm gepflanzt werden können. Dadurch, dass ihre Wurzeln nicht tief reichen, müssen Johannisbeeren bei Trockenheit allerdings häufiger bewässert werden. Dies gilt vor allem, wenn sie an einem sonnigen Platz stehen. Eine Mulchschicht hilft aber auch schon oft, den Boden feucht zu halten.

Der richtige Standort für Johannisbeeren in Kürze:

  • Sonnig, halbschattig ist aber auch in Ordnung
  • mittelschwerer, nährstoffreicher, feuchter, leicht saurer Boden
  • Boden muss nicht tiefgründig sein, daher eignen sich auch Pflanztröge oder niedrige Beete gut
Rote Johannisbeeren in der Sonne

Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, desto süßer werden die Früchte [Foto: Ivanova Viktoriya/ Shutterstock.com]

Johannisbeeren pflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Johannisbeeren werden wie die meisten Beerenstäucher und Obstbäume am besten im Herbst gepflanzt. Dann können die Johannisbeeren gut von der Winterfeuchte profitieren und treiben im nächsten Jahr schnell und gut aus. Containerpflanzen, wie sie heute meist verkauft werden, können theoretisch aber das ganze Jahr über gepflanzt werden. Dann sollten Sie nur darauf achten, dass die Pflanze in den ersten Wochen nicht austrocknet. Trotzdem raten wir Ihnen, wenn eine Pflanzung im Herbst nicht möglich ist, Johannisbeeren im zeitigen Frühjahr zu pflanzen. Denn zu dieser Jahreszeit ist der Boden auch noch schön feucht.

Johannisbeeren pflanzen: Anleitung in 4 Schritten

Wenn Sie einen geeigneten Standort gefunden haben, kann es mit dem Pflanzen losgehen. Damit dieser Vorgang auch von Erfolg gekrönt wird, haben wir nachfolgend alle wichtigen Schritte zusammengefasst.

1. Standort für Johannisbeeren vorbereiten

Vor dem Pflanzen sollten Sie den Boden für die Johannisbeeren vorbereiten, außerdem Unkräuter rund um das zukünftige Pflanzloch und dessen Umgebung sorgfältig entfernen. Denn wenn andauernde Unkräuter wie Giersch, Quecke, Brennnesseln oder Ackerwinden erst einmal in den Wurzelstock der Johannisbeeren wachsen, lassen sie sich nur noch schwierig entfernen.

2. Pflanzloch ausheben

Anschließend wird ein großzügiges Pflanzloch gegraben, das ungefähr doppelt so groß und tief ist, wie der Wurzelballen der Johannisbeerpflanze groß. Den Boden darunter und daneben sollten Sie mit einer Grabgabel etwas lockern, damit die Wurzeln besser eindringen können. Anschließend geben Sie etwas Komposterde gemischt mit Mutterboden wieder ins Pflanzloch.

Pflanzloch im Garten mit Spaten

Der Boden unter dem Pflanzloch sollte gelockert werden [Foto: SujaImages/ Shutterstock.com]

3. Pflanzschnitt durchführen

Die schönsten und kräftigsten fünf bis sechs Triebe, die idealerweise in verschiedene Richtungen wachsen, werden auf etwa ein Drittel der bestehenden Trieblänge eingekürzt. Achten Sie darauf, dass anschließend an allen Trieben noch etwa vier Knospen vorhanden sind. Sie sollten immer über einer nach außen gerichteten Knospe abschneiden. Bei mehr als fünf bis sechs Trieben werden die Restlichen einige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Dieser zunächst recht radikal erscheinende Schnitt regt den Austrieb und somit die Entwicklung eines prächtigen Strauchs an.

4. Johannisbeeren pflanzen

Der Wurzelballen der Johannisbeere wird eine Zeit lang in Wasser getaucht, bis er schön feucht ist. Anschließend wird die Pflanze in das Pflanzloch gesetzt, wobei rote Sorten (Ribes rubrum) einige Zentimeter tiefer gepflanzt werden, als sie es zuvor im Topf (Container) oder in der Baumschule waren. Schwarze Sorten (Ribes nigrum) sollten Sie um eine ganze Handbreite tiefer als zuvor pflanzen. Dadurch entstehen aus dem Wurzelstock viele neue Triebe, die bei den schwarzen Johannisbeeren sehr wichtig sind. Diese tragen nämlich nur an den einjährigen Trieben. Aufgefüllt wird das Pflanzloch mit nährstoffreicher Komposterde, damit die flachwurzelnden Pflanzen genügend Nährstoffe in den oberen Bodenschichten finden. Bei mehreren Johannisbeersträuchern nebeneinander hat sich ein Abstand von 1,3 bis 1,8 m zwischen roten und weißen Johannisbeeren – je nach Wüchsigkeit – beziehungsweise von jeweils 2 m zwischen schwarzen Johannisbeeren bewährt. Bei diesem Abstand sind die Sträucher gut belüftet und weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Sollten Sie mehrere Reihen pflanzen, sollte zwischen den Reihen ungefähr 2 bis 2,5 m Platz sein, um die Sträucher gut schneiden, beernten und gießen zu können.

Johannisbeere wird im Garten gegossen

Nach dem Pflanzen muss gut gewässert werden [Foto: Alexsander Ovsyannikov/ Shutterstock.com]

Die Erde wird leicht festgetreten und der Strauch gut bewässert. Zuletzt wird die Bodenoberfläche mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh, Stallmist oder Rindenmulch abgedeckt. Das hilft, den Boden feucht zu halten, und liefert zusätzlich Nährstoffe.

Johannisbeeren pflanzen: Unsere Zusammenfassung

  1. Boden von Unkräutern befreien
  2. Pflanzloch ausgraben und Boden daneben und darunter mit einer Grabgabel lockern
  3. Die kräftigsten 5 bis 6 Triebe werden etwa auf ein Drittel ihrer Länge, aber höchstens soweit, dass noch etwa 4 Knospen bestehen bleiben, zurückgeschnitten; die restlichen Triebe bodennah abschneiden
  4. Den Wurzelballen für etwa eine halbe Minute in Wasser tauchen, bis er gut mit Wasser vollgesogen ist
  5. Rote und weiße Johannisbeeren einige Zentimeter tiefer als ursprünglich und schwarze Johannisbeeren eine Handbreit tiefer als zuvor im Topf pflanzen
  6. Mit Komposterde auffüllen, Erde andrücken und großzügig gießen
  7. Bodenoberfläche mit Mulch (Rindenmulch bei kalkreichen Böden, sonst Grasschnitt, Stroh, Mist etc.) abdecken

Nun ist lediglich darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen, solange sie noch nicht gut verwurzelt sind. In den nächsten Jahren ist es besonders wichtig, die Johannisbeeren regelmäßig zu schneiden, zu düngen und bei Trockenheit zu gießen. Mehr braucht es gar nicht, damit Ihre Johannisbeerpflanze Sie Jahr für Jahr mit süß-säuerlichen Früchten belohnt.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.
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