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Kiwibeeren pflanzen: Experten-Tipps zum Anbau von Mini-Kiwis

Die Mini-Kiwi liegt voll im Trend. Wir zeigen, wann und wie man die Kiwibeere im eigenen Garten am besten pflanzt und was es zu beachten gilt.

Kiwibeeren hängend

Die Mini-Kiwi unterscheidet sich äußerlich von der großen Kiwi [Foto: Justyna Troc/ Shutterstock.com]

Mini-Kiwis (Actinidia arguta), auch Kiwibeere genannt, sehen zwar im Inneren aus wie große Kiwis (Actinidia deliciosa), rein äußerlich ist die Verwechslungsgefahr aber gering. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Mini-Kiwis sehr klein und haben eine glatte, essbare Schale. Den Kiwibeeren schadet Frost bis zu -30 °C nicht. Außerdem sind sie pflegeleicht und es spricht nichts dagegen, sie bei uns im Garten anzubauen. Um ein optimales Wachstum und den bestmöglichen Ertrag zu ermöglichen, sollten Sie allerdings wissen, wie die köstliche Frucht gepflanzt und gepflegt werden sollte. In unserem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über den richtigen Standort, den Zeitpunkt und das Einpflanzen wissen müssen.

Kiwibeere pflanzen

Mini-Kiwis sind im östlichen Asien beheimatet und wachsen dort meist wild als Lianen an Bäumen. Ein bisschen geordneter soll es in unseren Gärten aber dann doch zugehen. Was Sie beim Pflanzen der Superfrucht beachten müssen, haben wir daher für Sie zusammengestellt.
Mini-Kiwis sind wie ihre große Schwester, die Kiwi, zweihäusig. Zweihäusigkeit bedeutet, dass es sowohl männliche als auch weibliche Mini-Kiwi-Pflanzen gibt. Zwar tragen nur die weiblichen Pflanzen Früchte, die männlichen Pflanzen sind aber für die Bestäubung notwendig. Als Faustregel gilt: Mit einer männlichen Mini-Kiwi-Pflanze können Sie sechs weibliche, fruchttragende Pflanzen anbauen. Eine Ausnahme bildet hier nur die einhäusige Sorte ‚Issai‘. Diese besitzt sowohl weibliche als auch männliche Blüten vereint auf einer Pflanze und ist selbstbefruchtend. Aber auch bei selbstbestäubenden Sorten erhöht eine zusätzliche männliche Pflanze den Ertrag.
Nach dem Pflanzen müssen Sie sich allerdings erst einmal in Geduld üben, denn Mini-Kiwis tragen erst ab dem dritten Jahr Früchte.

Blüte der Kiwibeere

An der Blüte lässt sich erkennen, ob die Pflanze männlich oder weiblich ist [Foto: Aleoks/ Shutterstock.com]

Mini-Kiwis und der richtige Standort

Da sich die Mini-Kiwis in ihrer ursprünglichen Heimat ähnlich wie Lianen an Bäumen hinaufranken, ist ein Standort am Baumrand zu empfehlen. Hierzu eignen sich vor allem West- und Ostlagen. Der Bereich der Wurzeln sollte im Halbschatten liegen, weiter oben in Richtung der Krone sollte es immer sonniger werden. Je mehr Sonne die Früchte abbekommen, desto süßer werden sie letztlich auch. Außerdem sollte der Standort gut vor Wind geschützt sein, um Reibeschäden der Früchte zu vermeiden. Die Mini-Kiwis lieben gut durchlüftete, gleichmäßig feuchte und kühle Böden mit hohem Humusanteil. Der pH-Wert sollte schwach sauer sein und zwischen 5,5 und 6,5 liegen, stark kalkhaltige Böden verträgt die Kiwibeere deshalb weniger.

Zusammenfassung Standort für Mini-Kiwis:

  • In Baumnähe
  • Möglichst windgeschützt
  • Im Kronenbereich sonnig, im Wurzelbereich halbschattig
  • Lockeres, gut durchlüftetes Substrat
  • Hoher Humusanteil
  • Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5
  • Kalkarmer Boden

Wann Kiwibeeren pflanzen?

Der beste Pflanzzeitpunkt für Kiwibeeren ist das Frühjahr. Warten Sie damit solange, bis auch nachts kein Frost mehr herrscht. Meist ist das nach den Eisheiligen, also Mitte Mai der Fall. Dann bietet das Klima beste Bedingungen für die Pflanze, um gut anzuwachsen und ausreichend Kräfte für den Winter zu sammeln.

Mini-Kiwi neben Blumenerde

Mini-Kiwis freuen sich über einen lockeren und feuchten Boden (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Anleitung Kiwibeere pflanzen

Ist ein guter Standort für Ihre Kiwibeeren gefunden, können Sie mit dem Pflanzen loslegen. Lockern Sie den Boden gut auf und arbeiten Sie reichlich Humus ein. Dazu eignet sich Laub- oder Rindenkompost oder auch gut verrotteter Tiermist. Dann heben Sie ein etwa 40 cm tiefes Pflanzloch aus, in das Sie die Pflanze hineinsetzen. Füllen Sie das Pflanzloch mit dem Aushub auf, den Sie zuvor mit Kompost angereichert haben. Dann die Pflanze gut angießen. Bedecken Sie den Wurzelbereich mit einer Mulchschicht, zum Beispiel mit Rindenmulch. Das schützt die hitze- und lichtempfindlichen Wurzeln der Mini-Kiwi und verringert auch die Gefahr des Austrocknens.

Tipp: Mini-Kiwis sind Flachwurzler. Deswegen sollten Sie auf Bodenbearbeitung im Wurzelbereich verzichten, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen.

Zusammenfassung Kiwibeeren pflanzen:

  • Boden gut auflockern und Humus einarbeiten
  • Pflanzloch ausheben
  • Kiwibeerenpflanze hineinsetzen
  • Pflanzloch mit Kompost und Aushub auffüllen
  • Gut angießen
  • Mulchschicht ausbringen
Erde in Händen

Kiwibeeren freuen sich über einen lockeren und humuseichen Boden [Foto: isak55/ Shutterstock.com]

Der Pflanzabstand für Mini-Kiwis beträgt mindestens einen Meter, auch zwei bis drei Meter Abstand schaden nicht. So gewährleisten sie, dass sich die wuchsfreudigen Wurzeln der Pflanze genug ausbreiten können und sich nicht in die Quere kommen. Zu beachten gilt es auch, dass die männlichen Pflanzen in der Regel schneller wachsen als die weiblichen. Mit einem ausreichend großen Pflanzabstand stellen Sie somit auch sicher, dass die weiblichen Pflanzen nicht von ihren männlichen Nachbarn überwuchert werden.

Da Mini-Kiwis Kletterpflanzen sind, freuen sie sich zudem über eine Rankhilfe, ähnlich wie bei starkwüchsigen Brombeeren oder Himbeeren. Hierzu eignet sich eine Pergola oder ein Spalier mit waagerechten Spanndrähten. Ein Spalier lässt sich einfach selbst bauen: Hierzu werden zwei Pfähle in den Boden gesetzt und dazwischen im Abstand von circa 20 bis 30 cm Drähte gespannt. Der unterste Draht sollte dabei nicht höher als 40 cm über dem Boden gespannt werden, damit die jungen Ranken der Kiwibeere schnellen Anschluss finden.

Wenn Sie Ihre ersten Kiwi-Beeren gepflanzt haben, ist für eine erfolgreiche Ernte natürlich auch die richtige Pflege entscheidend. Alles, was Sie zur Pflege der Kiwibeeren wissen müssen, finden Sie hier.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
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