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Olivenbaum umtopfen: Häufigkeit, Zeitpunkt & Anleitung

Olivenbäume wachsen meist nur in Töpfen – ein sehr begrenzter Raum für Gehölze. Umso wichtiger ist das Umtopfen der Olivenbäume. Wir verraten, wie das geht.

Olivenbäume in Töpfen

Auch im Topf ist auf die richtige Düngung zu achten [Foto: iStock.com/Stocknshares]

Olivenbäume (Olea europea) gehören zur Gattung der Ölbäume (Olea). Ausgepflanzt können sie Höhen von bis zu 20 Metern und einen Kronenumfang von 5 Metern erreichen. Leider ist dieser hübsche Baum an ein warmes, trockenes Klima gewöhnt, sodass in unseren Gefilden meist auf die Topfkultur zurückgegriffen werden muss. Denn so kann die Pflanze bei eisigen Temperaturen in ein geschütztes Winterquartier umziehen. Zwar eignen sich Olivenbäume durch ihr langsames Wachstum und ihre eher flachen Wurzeln wunderbar für die Topfkultur, doch Baum bleibt Baum. So wird auch Ihre Olive im Topf schnell klaustrophobisch und ein neues Zuhause muss her.

Olivenbaum umtopfen: Häufigkeit und Zeitpunkt

Olivenbäume sind nicht für ihre schnelle Wüchsigkeit bekannt. Doch auch sie werden allmählich immer größer und erreichen im Topf Höhen von bis zu 2 Metern. Da der Topf leider nicht mitwächst, muss regelmäßig umgetopft werden.

Folgende Produkte empfehlen wir für mediterrane Pflanzen:
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ideales Nährstoffverhältnis für alle Gemüse- und Obstarten mit hohem Kaliumbedarf. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten aber auch Obst hervorragend geeignet.
  • Floragard Zitrus- & Mediterranpflanzenerde: Spezialerde zum Pflanzen von mediterranen Kulturen wie Feigen- und Olivenbäumen sowie Zitruspflanzen. Ideal auf die Bedürfnisse mediterraner Pflanzen abgestimmter pH-Wert.
  • Cuxin Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen: Spezialdünger mit vielen organischen Rohstoffen für eine milde Düngewirkung. Ein höchst nährstoffreiches Flüssigkonzentrat, das reich an Spurenelementen ist und für schöne Blätter und gesunde Früchte sorgt.

Wie oft muss ein Olivenbaum umgetopft werden?

Am besten topfen Sie Ihren Olivenbaum gleich nach dem Kauf das erste Mal um. So vermeiden Sie, dass mitgeschleppte Schädlinge in der Erde bleiben und wissen mit Sicherheit, dass der Baum im richtigen Substrat sitzt. Ansonsten gilt es auf die Bedürfnisse der Pflanze zu achten. Richten Sie sich nicht nach festen Zeiten. Junge, noch schnell wachsende Bäume verlangen mitunter jedes Jahr nach einem neuen Topf. Allerspätestens, wenn die ersten Wurzeln durch das Abflussloch des Topfes gucken, wird umgetopft. Ansonsten bekommen Olivenbäume alle 2 bis 3 Jahre einen größeren Topf. So wird ein optimales Wachstum der Pflanzen garantiert. Die Wurzeln haben wieder ordentlich Platz und die frische Erde sorgt für eine bessere Nährstoffversorgung.

Olivenbaum Bonsai

Auch ein Bonsai-Olivenbaum will gepflegt werden [Foto: iStock.com/Liliboas]

Hinweis: Besteht die Gefahr von Wurzelfäule, weil sich Staunässe gebildet hat, wird ebenfalls umgetopft.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Olivenbaum-Umtopfen?

Am besten zieht Ihr Olivenbaum im späten Winter bis frühen Frühjahr in sein neues Zuhause um. Ein Umtopfen kurz vor Verlassen des Winterquartiers bietet den Vorteil, dass die Pflanze von der Winterruhe gut erholt ist. Außerdem lässt es sich mit frischer Erde viel besser in die neue Vegetationsperiode starten.

Olivenbaum umtopfen: Die richtige Erde

Auch wenn die Topfkultur bei unserem Klima das Richtige für die kälteempfindlichen Bäumchen ist, wird der Baum dadurch stark eingeschränkt. Diese Einschränkung macht die Wahl der richtigen Erde und ihren Zustand unglaublich wichtig für die Entwicklung Ihres Olivenbaumes. Verwenden Sie Gartenerde, der Sie Sand und Humus untermischen oder Zitruspflanzenerde. Zur Not kann auch auf Blumenerde zurückgegriffen werden. Die Hauptsache ist, das die verwendete Erde schön locker und durchlässig ist, damit sich keine Staunässe bildet. Ansonsten droht Wurzelfäule.

Olivenbaum im Topf mit Erde

Die Erde sollte locker und durchlässig sein, am besten ist Zitruspflanzenerde (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Hinweis: Mischen Sie der Erde Eierschalen, Pottasche oder Knochenmehl unter. Das garantiert eine gute Versorgung mit Kalium und lässt den Olivenbaum unempfindlicher gegenüber Kälte werden.

Olivenbaum umtopfen: Der richtige Topf

Der neue Topf solle circa 4 Zentimeter größer sein als der alte. Wählen Sie gleich einen deutlich größeren Topf, dauert es zu lange bis die neue Erde so gut durchwurzelt ist, dass der Baum einen guten Halt findet. Außerdem darf bei den staunässe-empfindlichen Bäumen auf keinen Fall auf ein Abflussloch verzichtet werden. Damit diese nie im Wasser stehen, können Sie Ihren Topf auf kleine Füße stellen. Eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Boden des Topfes reduziert das Staunässe-Risiko nochmals. Aus welchem Material der Topf besteht, spielt für die Pflanzen keine Rolle. Doch Sie sollten bei der Wahl des Topfmaterials bedenken, dass Sie die Pflanze samt Topf bewegen müssen, wenn der Umzug ins Winterquartier ansteht. Plastiktöpfe sind vielleicht nicht so ästhetisch wie Töpfe aus Terrakotta. Doch ab einer gewissen Größe wird es zum Kraftakt, die schweren Töpfe samt immer größer-werdendem Olivenbaum zu bewegen. Wer den Vorteil beider Materialien vereinen will, stellt seinen Olivenbaum im Plastiktopf im Sommer in einen Übertopf aus Terrakotta. So kippt der Baum auch nicht so schnell um.

Olivenbäume an Hauswand

Mit der richtigen Pflege haben Sie lange Freude an Ihren kleinen Olivenbäumchen [Foto: iStock.com/Olga_Gavrilova]

Olivenbaum umtopfen: Anleitung zum Vorgehen

Je größer der Baum, desto schwieriger das Umtopfen. Daher hat sich besonders bei größeren Exemplaren ein Umtopfen im Liegen als praktisch erwiesen. Damit auch bei Ihnen das Umtopfen klappt und Sie nicht zu sehr mit dem Bäumchen zu kämpfen haben, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Der Olivenbaum wird vorsichtig auf die Seite gelegt
  2. Wurzelballen durch gleichzeitiges Drehen und Ziehen aus dem Topf lösen
  3. Entfernen Sie abgestorbene Feinwurzeln
  4. Entfernen von Moss und Unkräutern an der Wurzelscheibe
  5. Drainageschicht auf dem Boden des neuen Topfes auslegen
  6. 20 – 30% des neuen Topfes mit Erde befüllen und leicht andrücken
  7. Olivenbaum aufsetzen und ab damit in den neuen Topf
  8. Stamm gerade ausrichten; Zwischenräume zwischen Topf und Ballen mit Erde auffüllen
  9. Erde fest andrücken
  10. Gut angießen
Olivenbaum im Topf mediterran

Je größer der Baum, desto schwieriger das Umtopfen [Foto: Daniel_P/ Shutterstock.com]

Gerade, wenn das Umtopfen höchste Zeit wird, steckt der Wurzelballen umso fester im Topf. Da hilf zimperlich sein nicht viel. Klemmen Sie den Baum zwischen die Beine und dann wird kräftig gezogen. Falls sich immer noch nichts tut, müssen Sie sich kräftige Helfer dazu holen oder sogar den alten Topf zerschlagen. Wollen Sie beim Umtopfen einen schiefen Wuchs Ihres Olivenbaumes korrigieren, wird der Wurzelballen auf der Seite eingekürzt, die dem Wuchsschwerpunkt entgegengesetzt ist. Wächst der Baum nach links, wird der Ballen auf der rechten Seite eingekürzt. Außerdem darf  der Olivenbaum nach dem Umtopfen sechs Wochen nicht gedüngt werden, da die neue Erde für diesen Zeitraum ausreichend Nährstoffe enthält.

Hinweis: Soll der Baum nach dem Umtopfen erst mal nicht mehr weiter wachsen, wird der Wurzelballen zurückgeschnitten. Nehmen Sie aber nie mehr als 10 % der Wurzeln weg.

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