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Pflanzen gegen Wühlmäuse: Was hilft wirklich?

So süß sie auch aussehen, Wühlmäuse sind echte Plagegeister im Garten. Welche Pflanzen gegen Wühlmäuse helfen und wie man sie vertreibt, erfahren Sie hier.

Wühlmaus Waldboden

Wühlmäuse im Garten sind putzige Plagegeister [Foto: Rudmer Zwerver/ Shutterstock.com]

Auch wenn die kleinen Nager vielleicht den einen oder anderen an die putzigen Hamster und Mäuschen aus dem Tierhandel erinnern, so sind Wühlmäuse (Arvicolinae) alles andere als willkommen in unseren Gärten. Denn die Kleinen sind immer hungrig und knabbern gerne mal an den Wurzeln so mancher Pflanze, die daraufhin krank wird oder sogar verkümmert. Somit können Wühlmäuse schnell einen ziemlichen Schaden an unseren pflanzlichen Lieblingen anrichten.

Pflanzen gegen Wühlmäuse

Doch zum Glück gibt es einige Pflanzen, die dabei helfen können, Wühlmäuse zu vertreiben. Wir verraten, welche Pflanzen dies sind und was man sonst noch gegen Wühlmäuse im Garten tun kann.

Wühlmäuse durch Gerüche vertreiben

Da man unter der Erde gewöhnlich nicht viel sieht, orientieren sich die Nager größtenteils über den Geruch und können daher durch geruchsintensive Pflanzen verwirrt werden. Die Bekämpfung von Wühlmäusen kann aber leider nicht alleine durch solche Pflanzen geschehen, denn die folgenden Gewächse werden zwar nicht von den Mäusen gefressen, besitzen aber auch keine dauerhaft abwehrende Wirkung. Jedoch kann man diese Pflanzen im Garten verteilt anbauen, um den Mäusen den Appetit ordentlich zu verderben.

Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris)

Diese zweijährige Pflanze, die sich in unseren Gärten oft von selbst ausbreitet, gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Viele von uns kennen diese Pflanzen vielleicht bereits unter dem Namen „Mausbäumchen“ oder auch als „Hexenmilch“. Sie können bis zu einem Meter hoch werden und produzieren typische Früchte, die aus drei Kammern bestehen und aus denen eine milchige Flüssigkeit austritt, wenn man sie abreißt. Die Wolfsmilch enthält Ingenol und Ingeol-Ester und ist aufgrund dieser Inhaltsstoffe giftig.

Kreuzblättrige Wolfsmilch

Die Kreuzblättrige Wolfsmilch ist auch als Giftmilch, Ruhrkraut, Teufelsmilch oder Wühlmauswolfsmilch bekannt [Foto: Carmen Rieb/ Shutterstock.com]

Es gibt die Methode, die Früchte der Wolfsmilch in die Wühlmausgänge zu werfen. Ob dieses Vorgehen die Wühlmäuse allerdings vergrämt, ist umstritten, aber Sie verbreiten auf diese Weise die Wolfsmilch im Garten und schaffen somit dort weitere unappetitliche Pflanzen für Wühlmäuse.

Die Wirkung gegen Wühlmäuse wird teilweise bestätigt, in jedem Fall ist es auffällig, dass sich Wühlmäuse und auch Maulwürfe von diesen Pflanzen fernhalten. Wenn sich also eine Wolfsmilch in Ihren Garten verirrt, sollten Sie sie nicht beim Jäten entfernen, sondern sich vielmehr an ihrem interessanten Aussehen erfreuen und die Wirkung gegen Wühlmäuse nutzen.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Schwarzer Holunder oder Holler, wie er auch in Österreich und Bayern genannt wird, ist für uns eine Köstlichkeit, aber für Wühlmäuse genau das Gegenteil. Wenn Sie gerne Obst und Beeren in Ihrem Garten haben, aber häufige Probleme mit Wühlmäusen, dann setzen Sie am besten auf den Holunder. Die Wühlmäuse scheuen diesen und fressen seine Wurzeln normalerweise nicht an. Also freuen Sie sich über die schmackhaften Früchte und Blüten des Holunderstrauchs und über die Tatsache, dass dieser sicherlich nicht den Wühlmäusen zum Opfer fallen wird.

schwarzer Holunder

Wühlmäuse scheuen den Schwarzen Holunder normalerweise [Foto: Anastasiia Malinich/ Shutterstock.com]

Knoblauch (Allium sativum)

Wenn man in der Bahn oder im Bus neben jemandem Platz nimmt, der zuvor genüsslich eine Knoblauchsuppe gegessen hat, nehmen auch wir gerne die Beine in die Hand und suchen uns einen neuen Platz weit weg. Genauso verhält es sich mit Wühlmäusen und Knoblauchpflanzen. Setzen Sie also Knoblauch in Ihrem Garten, am besten in der Nähe von besonders gefährdeten Gemüsepflanzen, um diese zu schützen. Wie stark die Wirkung gegen Wühlmäuse wirklich ist, wird unterschiedlich beschrieben, aber der Knoblauch wird von diesen Nagern tatsächlich gemieden.

Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)

Besonders schön anzusehen ist die Kaiserkrone in unseren Beeten und schreckt darüber hinaus auch noch Wühlmäuse ab. In erster Linie ist die Kaiserkrone überaus giftig – für Mensch und Tier gleichermaßen – und sie gibt ebenfalls einen unangenehmen Geruch ab, der viele Schädlinge fernhält. Einzelne Pflanzen haben leider nur eine begrenzte abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse. Daher empfiehlt es sich, die Kaiserkronen nicht auf einen Fleck zu setzen, sondern sie einzeln oder in Grüppchen im Garten zu verteilen.

Wühlmäuse mit Topinambur weglocken

Man kann natürlich auch eine andere Methode bei einer Wühlmausplage anwenden, nämlich die Tierchen gezielt auf bestimmte Kulturen zu lenken, die man sozusagen opfert, um die restlichen Kulturen zu retten. Somit lockt man die Wühlmäuse in einen anderen Bereich des Gartens und hat im Gemüsebeet hoffentlich seine Ruhe. Solch eine anlockende Wirkung sagt man Topinambur (Helianthus tuberosus) nach, aber auch Tulpenzwiebeln (Tulipa), Karotten (Daucus carota subsp. sativus) und Sellerie (Apium) gehören zu den Lieblingsspeisen der Wühlmäuse. Also können Sie am Rand des Gartens zum Beispiel einen Streifen mit Topinambur anpflanzen. Die Knollen werden dann zwar von den Wühlmäusen angefressen, aber der restliche Garten ist auf diese Art geschützt.

Topinambur

Topinambur gehört zu den Lieblingsspeisen von Wühlmäusen und kann sie daher von anderen Pflanzen ablenken [Foto: PosiNote/ Shutterstock.com]

Wurzeln  vor Wühlmäusen schützen

Oft liest man davon, dass das Miteingraben von Thuja- oder Holunderzweigen Wirkung gegen Wühlmäuse zeigt und damit die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen vor dem Anfressen beschützt werden. Jedoch ist diese Wirkung nicht unbedingt belegt. Auch Walnussblätter sollen Wurzeln vor dem Anfressen bewahren. Eine kurzzeitige Wirkung kann durch den starken Geruch dieser Pflanzenteile erklärt werden, jedoch ist das Eingraben dieser Zweige oder Blätter beim Pflanzen von beispielsweise Obstbäumen keine langfristige Lösung. Der Einsatz von Drahtkörben zeigt hier eine viel bessere Wirkung. Einige Gärtner schwören darauf, solche stark riechenden Zweige und Blätter miteinzugraben, und da man damit auch keinen Schaden anrichtet, sollte man diese Methode einfach einmal ausprobieren und selbst Erfahrungen damit sammeln. Da diese lästigen Mäuse aber auch uns nicht unbedingt über den Weg laufen möchten, schreckt sie angeblich ebenfalls der Geruch menschlicher Haare ab, die man in ihre Gänge streut. Falls Sie gerade dabei sind, Ihren Pony in Form zu schneiden, fangen Sie die Haare am besten auf und streuen Sie sie in die Wühlmausgänge.

Mehr Tipps zur erfolgreichen Bekämpfung von Wühlmäusen haben wir hier für Sie zusammengetragen.

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