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Gelbe Blätter an Wein: ein Zeichen von Eisenmangel

Gelbe Blätter an Weinreben deuten auf einen Eisenmangel hin. Unter der sog. Chlorose leiden die Pflanzen häufig aufgrund eines falschen pH-Werts.

Paradiesvogelblume Blatt Chlorose

Anfangs scheint die Chlorose wie ein leichter gelber Schleier [Foto: Scot NelsonCC BY 2.0]

Wenn Weinreben gelbe Blätter bekommen, obwohl der Herbst noch lange nicht in Sicht ist, spricht man von einer Chlorose. Die auch Bleichsucht genannte Pflanzenkrankheit kann nach längerer Zeit sogar zum Absterben der ganzen Weinpflanze führen. Bei einer Chlorose wird in den Blättern kein grünes Chlorophyll mehr gebildet. Ohne diesen Farbstoff kann die Pflanze aber keine Photosynthese betreiben. Damit die Pflanze trotzdem eine reiche Ernte bringt, sollten Sie die Chlorose unbedingt behandeln.

Chlorose an Weinreben erkennen

Meistens wird bei Wein eine Gelbsucht durch einen Mangel an dem wichtigen Nährstoff Eisen herbeigeführt. So ein Mangel kann auch auftreten, wenn eigentlich genug Eisenvorräte im Boden sind. Dazu aber später mehr. Beim Wein verfärben sich oft erst die jungen Blätter gelb, wobei die Blattadern am Anfang noch grün bleiben. Auch Ranken, junge Triebe und Trauben können betroffen sein. Breitet sich die Chlorose aus, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Blätter abfallen. Übrigens können gerade an Weißweinsorten auch Magnesium-Mangelchlorosen mit ähnlichen Symptomen auftreten.

Weinreben: Chlorose vorbeugen

Wie eben schon erwähnt, ist in den meisten Fällen ein Eisenmangel für die Chlorose verantwortlich. Ausgelöst wird dieser durch Trockenheit, Staunässe, einen verdichteten Boden und ganz besonders durch einen zu hohen pH-Wert. In allen Fällen kann vom Wein nicht mehr genug Eisen aufgenommen werden, obwohl eigentlich genug in der Erde vorhanden ist. Bei anhaltender Trockenheit muss deswegen gelegentlich durchdringend gegossen werden. Gegen einen verdichteten Boden und Staunässe kann eine Gründüngung oder Kompost helfen. Der Humus im Kompost lässt Wasser besser abfließen und sorgt für ein besseres Bodengefüge. Hilft das alles nichts, dann lohnt sich ein Blick auf den Boden pH-Wert. Dieser lässt sich ziemlich einfach mit einem einfach zu bedienenden Test (z.B. von Neudorff) messen. Bei einem leichten Boden sollte der pH-Wert nicht über 6,3 liegen und bei schweren Böden liegt die Grenze bei ungefähr 7. Die meisten Böden werden diese pH-Werte nicht überschreiten. Sollte Ihrer es doch tun, dann können Sie den pH-Wert mit Bittersalz oder kalkfreien Torf nach unten regulieren.

Wir empfehlen zur Behandlung & Vorbeugung von Chlorose diese Produkte:
  • pH-Bodentestset: Bodentest-Set zur einfachen und genauen Ermittlung des Kalkbedarfs. Set reicht für 8 Anwendungen.
  • Floragard Bio Rhodohum: Bio Spezialerde ohne Torf zum Pflanzen von kalkempfindliche Moorbeetpflanzen. Die Bio-Dünger Flora-Bio-Mix und Flora-Phyto-Mix sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum und prachtvolle Blüten und der niedrige pH-Wert optimiert die Nährstoffversorgung für ein gesundes Wachstum.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Chlorose und Bleichsucht an Weinreben: behandeln und bekämpfen

Haben alle vorbeugenden Maßnahmen nicht geholfen, dann liegt eventuell wirklich ein richtiger Nährstoffmangel an Eisen oder Magnesium vor. Um diesen besonders schnell zu beheben, bietet sich eine Blattdüngung an. Da hier der Dünger nicht zu hoch konzentriert sein darf, sollte ein spezieller Blattdünger, wie Ferramin von Neudorff, benutzt werden. Allgemein sollten Sie bei Ihrem Wein auf eine ausgewogene und regelmäßige Düngung achtgeben. Dabei muss es gar kein spezieller Weindünger sein: Ein guter Obstdünger oder eine organische Düngung tut es auch.

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