skip to Main Content

Gelbe Blätter an Zitronen: ein Zeichen von Eisenmangel

Gelbe Blätter am Zitronenbäumchen deuten auf einen Eisenmangel hin. Unter der sog. Chlorose leiden die Citrus-Pflanzen häufig wegen eines falschen pH-Werts.

Chlorose an Blättern Citruspflanze

Auch Citruspflanzen können an Chlorose leiden [Foto: peganumCC BY-SA 2.0]

Viele Zitruspflanzen wie Zitrone, Mandarine oder auch Orange leiden oft an einer Chlorose. Bei einer Chlorose fehlen meistens lebenswichtige Nährstoffe, die für den grünen Farbstoff Chlorophyll gebraucht werden. Das Chlorophyll ist aber der wichtigste Bestandteil in den Blättern, da dort der Ort der Photosynthese ist. Deswegen sollten Chlorosen bei Zitruspflanzen immer behandelt werden, es gibt allerdings eine Ausnahme.

Chlorose und Eisenmangel erkennen

In der Regel sieht eine Bleichsucht bei Zitronen und anderen Vertretern der Rautengewächse immer recht ähnlich aus. Durch den Mangel an Chlorophyll verfärben sich die Blätter gelb. Allerdings ist meistens nicht das ganze Blatt betroffen, sondern nur die Blattzwischenräume. Die Blattadern bleiben in der Regel grün. Eine unbehandelte Chlorose schwächt die betroffene Pflanze extrem und kann in Einzelfällen auch zum Absterben der gesamten Pflanze führen. Verantwortlich für diese Krankheit ist in den meisten Fällen ein indirekter Eisenmangel.

Zitronenbaum: Chlorose vorbeugen

Die Ursache für einen Eisenmangel und eine einhergehende Chlorose liegt eigentlich immer in der Erde. Bei Zitronen sind vor allem Staunässe, kalte Wurzeln und ein falscher pH-Wert schuld an einem Nährstoffmangel. Die Erde von gekauften Kübelpflanzen hat oft eine miserable Qualität und sollte zur Vorbeugung einer Chlorose ausgetauscht werden. Dadurch sparen Sie sich viel Arbeit und Ärger. Für das Umtopfen empfehlen wir eine hochwertige und lockere Erde mit einem pH-Wert um 5,5 – 6,5. Es muss nicht unbedingt eine spezielle Zitruserde sein. Viel wichtiger ist, dass bei der Umtopfarbeit möglichst viel von der alten Erde entfernt wird, ohne die Wurzeln zu stark zu beschädigen. Genauso gut können Sie den pH-Wert der Erde aber auch messen, zum Beispiel mit dem pH-Wert Mess-Set von Neudorff. Ist der pH-Wert tatsächlich zu hoch, kann dieser mit Bittersalz abgesenkt werden. Tipp: Auch eine zu starke Phosphatdüngung ist bei Zitronen und Co. sehr schädlich und führt zu Eisenmangelchlorosen. Um das zu verhindern, sollte der benutzte Dünger ein Stickstoff Phosphatverhältnis von 1 : 0,1-0,2 aufweisen.

Wir empfehlen zur Behandlung & Vorbeugung von Chlorose diese Produkte:
  • pH-Bodentestset: Bodentest-Set zur einfachen und genauen Ermittlung des Kalkbedarfs. Set reicht für 8 Anwendungen.
  • Floragard Bio Rhodohum: Bio Spezialerde ohne Torf zum Pflanzen von kalkempfindliche Moorbeetpflanzen. Die Bio-Dünger Flora-Bio-Mix und Flora-Phyto-Mix sorgen für ein gesundes Pflanzenwachstum und prachtvolle Blüten und der niedrige pH-Wert optimiert die Nährstoffversorgung für ein gesundes Wachstum.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Chlorose und Bleichsucht bei Citrus behandeln und bekämpfen

Da bei Zitruspflanzen fast immer ein Eisenmangel für die Chlorosen verantwortlich ist, muss dieser beseitigt werden. Oft reicht die pH-Korrektur und das Eisen aus dem Boden kann von der Pflanze wieder ausreichend aufgenommen werden. Ist aber auch kein Eisen mehr im Boden vorhanden, muss dieses nachgedüngt werden. Dafür sollten nur hochwertige Dünger verwendet werden. Tipp: Der Dünger sollte Eisen in Chelatform beinhalten. Durch das Chelat kann die Kübelpflanze das Eisen viel besser aufnehmen. Besonders schnell schafft hier auch eine Blattdüngung Abhilfe, denn Blattdünger kann von einer Pflanze besonders schnell aufgenommen werden. Übrigens sollte bei extrem kalkhaltigen Leitungswasser auf das Gießen mit diesem verzichtet werden. Eine gelegentliche Gabe von sehr kalkhaltigen Wasser ist aber unproblematisch. Treten die Chlorosen im Winter auf, dann liegt das an den kalten Temperaturen. Die eigentlich wärmeverwöhnten Zitruspflanzen können Nährstoffe wie Eisen dann manchmal nicht mehr richtig aufnehmen. Eine wirkliche Abhilfe gibt es hier nicht, denn wenn Zitronen und andere Zitrusvertreter im Winter zu warm stehen, ist das ebenfalls schädlich. Meistens verschwinden die Winterchlorosen bei steigenden Temperaturen zum Glück aber auch wieder.

Back To Top