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Liguster-Schwärmer: Den Schädling erkennen & bekämpfen

Jeder Besitzer einer Liguster-Hecke fürchtet diesen Schädling. Hier erfahren Sie, wie Sie den Liguster-Schwärmer erkennen und ob sie ihn bekämpfen sollten.

Grüne Liguster-Schwärmer-Raupe auf Trieb
Die Raupen des Liguster-Schwärmers sind recht auffällig gefärbt und leicht zu erkennen [Foto: Milan Zygmunt/ Shutterstock.com]

Da sitzt sie nun, die fette Raupe des Liguster-Schwärmers (Sphinx ligustri), mitten in der wunderschönen Liguster-Hecke (Ligustrum). Was, wenn die nun bald aussieht wie ein abgefressener Buchsbaum (Buxus) nach einem Überfall des Buchsbaumzünslers (Cydalima perspectalis)? Bei so manchem Besitzer einer prachtvollen Hecke regt sich schnell diese Befürchtung. Warum Sie aber nicht gleich in Panik ausbrechen müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Liguster-Schwärmer

Mag ein Falter am Ende noch so schön aussehen – um zu wachsen, braucht er Nahrung. Und die besteht nun mal aus Pflanzen. Leider können es die Tiere niemandem recht machen. Haben sie sich auf Unkraut spezialisiert, dann finden sie nur in wenigen Gärten ein Eck zum Aufwachsen. Sind es aber die Zierpflanzen, dann wird es gleich lebensgefährlich, wenn die geliebte Gartenpflanze plötzlich löchrig wird. Der Liguster-Falter gehört zur zweiten Sorte. Eine löchrige Hecke haben Sie trotzdem nicht zu befürchten.

Liguster-Schwärmer: Eigenschaften

Der Liguster-Schwärmer ist wohl der größte einheimische Falter. Der dicke Körper des großen Nachtfalters wird bis zu sechs Zentimeter lang. Er ist gut zu erkennen an seinen rosa-schwarzen Abzeichnungen auf dem Körper. Die Flügel sind braunschwarz. Er schlüpft im Juni und legt dann seine Eier an verschiedene Laubgehölze und eben auch an Liguster. Die Raupen sind dabei sehr charakteristisch. In leuchtendes Grün sind sie gekleidet. Doch das Auffälligste sind die sieben weißen und lilafarbenen Streifen an der Seite. Am hinteren Ende befindet sich das Analhorn. Dieses schwarze Objekt sieht aus wie ein Stachel, ist jedoch ungefährlich. Im ausgewachsenen Zustand erreichen die Raupen eine Größe von zehn Zentimetern. Sie verweilen an der Pflanze bis etwa September. Dann lassen sie sich zu Boden fallen und verpuppen sich, ehe dann im nächsten Jahr die jungen Falter schlüpfen.

Großer Liguster-Schwärmer auf Ast
Der Liguster-Falter fällt vor allem durch seine Größe auf: Seine Flügelspannweite kann über zehn Zentimeter betragen [Foto: Ildiko Laskay/ Shutterstock.com]

Liguster-Schwärmer erkennen

Die Raupen des Liguster-Schwärmers sind zwar auffällig gefärbt, aber dennoch sehr leicht zu übersehen im dichten Gebüsch. Am einfachsten ist es da, unter der Hecke zu suchen. Die Raupen, die häufig nur des Nachts essen, hinterlassen nämlich einiges an Kot. Unter der Hecke lassen sich dann etwa erbsengroße dunkle Krümel finden, die eigenartige Einkerbungen aufweisen. Das ist der Kot der Liguster-Schwärmer-Raupe.

Liguster-Schwärmer bekämpfen

Haben Sie den Liguster-Schwärmer an Ihrem Liguster entdeckt, dann ist das kein Grund zur Panik. Die Raupen richten keinen nennenswerten Schaden an, da sie nur in geringer Dichte auftreten. Ganz im Gegenteil – das Auftreten der Raupen ist sogar ein Grund zur Freude, denn die Häufigkeit des großen Schmetterlings nahm in den letzten Jahren stetig ab. Nutzen Sie die Entdeckung doch einfach, um die Entwicklung der Tiere zu beobachten. Betrachten Sie die Falter als ein Stück Natur in Ihrem Garten und sehen Sie ihnen auf ihrem Entwicklungsweg zum ausgewachsenen Schmetterling zu.

In diesem Artikel finden Sie alle Informationen rund um die Liguster-Hecke im Garten.

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