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Rhabarber einfrieren & einkochen: Wie macht man ihn am besten haltbar?

Rhabarber kann kinderleicht haltbar gemacht werden, zum Beispiel durch Einfrieren oder Einkochen. Wir haben unsere Tipps für Sie gesammelt.

Rhabarber in der Küche

Rhabarber lässt sich auf viele leckere Arten in der Küche verwenden und haltbar machen [Foto: gorillaimages/ Shutterstock.com]

Rhabarber (Rheum rhabarbarum) schmeckt in vielen Varianten einfach köstlich und kann mit einigen Tipps auch gut haltbar gemacht werden. Die frisch geernteten Rhabarberstängel halten sich bis zu einer Woche, lassen sich allerdings mit zunehmendem Alter immer schlechter schälen. In feuchte Küchentücher eingewickelt und in den Kühlschrank gelegt, halten sich die Rhabarberstangen sogar bis zu zwei Wochen. Trotzdem rät es sich, immer nur so viel zu ernten, wie Sie gerade benötigen. Das schont die Kraft Ihrer Rhabarberpflanze.

Profi-Tipp: Entfernen Sie unbedingt die ohnehin giftigen Blätter des Rhabarbers. Werden die Blätter nicht entfernt, verlieren die Rhabarberstängel unnötig Wasser und werden schnell labbrig.

Rhabarber haltbar machen

Falls Ihnen während der Rhabarbersaison doch mal der Appetit auf frischen Rhabarber vergehen sollte, gibt es auch Möglichkeiten, diesen haltbar zu machen. Wir haben alles Wichtige zum Einfrieren und Einkochen des Rhabarbers zusammengetragen, damit Sie möglichst lange Freude an Ihrer schmackhaften Rhabarberernte haben. Am Ende des Artikels teilen wir zudem noch einige Hinweise bezüglich der im Rhabarber enthaltenen Oxalsäure mit Ihnen.

Rhabarber einfrieren

Rhabarber kann in wenigen Schritten eingefroren werden. Waschen Sie die Stangen ordentlich mit Wasser ab und schälen Sie den Rhabarber. Danach rät es sich, die Stangen in kleinere Stücke zu schneiden und in ein geeignetes Gefäß für die Kühltruhe zu füllen. So können Sie sich noch zu beliebigen Zeitpunkten an Ihrer Rhabarberernte erfreuen. Die eingefrorenen Stücke eignen sich besonders gut, um später zu Kompott oder Kuchen verarbeitet zu werden. Soll eingefrorener Rhabarber für einen Kuchen dienen, muss der Rhabarber allerdings unbedingt zuerst vollständig aufgetaut und abgetropft werden.

Zusammenfassung Rhabarber einfrieren:

  • Rhabarber gründlich waschen
  • Rhabarber schälen und in Stücke schneiden
  • Geeigneten Behälter für die Kühltruhe wählen

Rhabarber einkochen

Wer seinen Rhabarber nicht rechtzeitig verarbeiten kann oder für den späteren Genuss haltbar machen möchte, kann ihn auch einkochen. Rhabarber-Kompott oder Marmelade ist besonders in Kombination mit Erdbeeren oder Himbeeren ausgezeichnet.

eingekochter Rhabarber

Um Rhabarber lange haltbar zu machen, lässt er sich zu Marmelade oder Kompott einkochen [Foto: Ildi Papp/ Shutterstock.com]

Waschen und Schälen Sie den Rhabarber vor dem Einkochen und schneiden Sie ihn in etwa zentimeterbreite Scheiben. Vor dem eigentlichen Kochen sollte der Rhabarber noch etwa fünf Minuten in kochendes Wasser gegeben werden, um den Gehalt an Oxalsäure zu reduzieren. Dieses Wasser sollten Sie beim folgenden Einkochen nicht weiterverwenden. Grundsätzlich lässt sich Rhabarber auf zwei Arten einkochen: Nur in Wasser oder als süße Alternative mit Zucker und ohne Wasser. Für die erste Variante benötigen Sie drei bis vier Teile Rhabarber im Verhältnis zu einem Teil Wasser. Wer die süßere Alternative bevorzugt, sollte den Rhabarber mit etwas Zucker bestreuen und für eine halbe Stunde ziehen lassen. Dadurch tritt Saft aus und dient als Kochflüssigkeit.

Bei beiden Varianten können Sie den Rhabarber beim Kochen je nach Geschmack mit Ingwer, Zitronensaft, Vanille oder beispielsweise Zimt verfeinern. Nun wird der Rhabarber nur noch bis zur gewünschten Konsistenz gekocht, wobei oft schon zehn Minuten reichen können. Nach dem Kochen wird er noch heiß in sterilisierte Gläser gefüllt und diese fest verschlossen. Stellen Sie die Gläser auf den Deckel, bis sie vollständig abgekühlt sind. An einem dunklen Aufbewahrungsort hält sich der eingekochte Rhabarber problemlos mehrere Monate. Achten Sie beim Öffnen der Gläser darauf, dass Sie das typische Knack-Geräusch hören.

Zusammenfassung Rhabarber einkochen:

  • Rhabarber waschen und in zentimeterbreite Scheiben schneiden
  • Rhabarberstücke für etwa fünf Minuten in kochendem Wasser blanchieren
  • Sie können den Rhabarber entweder in Wasser oder in Zucker einkochen
  • Wer ihn nur in Wasser einkochen möchte, benötigt drei bis vier Teile Rhabarber im Verhältnis zu einem Teil Wasser
  • Um Rhabarber in Zucker einzukochen, bestreuen Sie die blanchierten Stücke mit etwas Zucker und lassen sie eine halbe Stunde ziehen, damit Flüssigkeit austritt
  • Kochen Sie den Rhabarber bis zur gewünschten Konsistenz und füllen ihn in sterilisierte Gläser, die Sie auf den Deckel gestellt abkühlen lassen
  • An einem dunklen Aufbewahrungsort hält sich der eingekochte Rhabarber im Glas problemlos mehrere Monate

Wichtig: Bei jeder Art der Verarbeitung von Rhabarber ist darauf zu achten, dass Rhabarber nicht in Aluminiumgefäßen liegt oder gekocht wird und nicht mit Alufolie abgedeckt wird. Die im Rhabarber enthaltene Säure greift das Aluminium an und löst gefährliche Stoffe!

Rhabarber richtig genießen

Die Stangen des Rhabarbers enthalten viel Vitamin C und schmecken hervorragend in Süßspeisen, Kuchen, Säften und in Marmelade. Rhabarberblätter dagegen sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden.

Kuchen mit Rhabarber

Rhabarber schmeckt hervorragend, wenn er zu Süßspeisen verarbeitet wird [Foto: Rimma Bondarenko/ Shutterstock.com]

Der typische Zahnbelag, den man nach dem Genuss von Rhabarber verspürt, zeugt von der im Rhabarber enthaltenen Oxalsäure. Diese auch in Spinat und Mangold enthaltene Säure verschlechtert die Eisenaufnahme im Körper. Menschen, die unter Eisenmangel leiden, sollten Speisen mit Rhabarber nicht zu oder unmittelbar nach anderen Mahlzeiten verzehren. Gicht-, Rheuma- Arthritis- oder Nierenerkrankte sollten grundsätzlich zurückhaltend beim Verzehr von oxalsäurehaltigen Lebensmitteln sein. Die Oxalsäure im Rhabarber ist halb so wild, wenn Sie einige Tipps berücksichtigen:

  • Menschen mit Nieren- oder Blasensteinen sollten Rhabarber generell meiden
  • Oxalsäure kommt vermehrt in den Blättern und Randschichten des Rhabarbers vor; Blätter müssen also großzügig entfernt werden; auch sollten die Stiele des Rhabarbers stets geschält werden
  • Rhabarbersorten wie Elmsblitz oder Elmsjuwel bilden nur wenig Oxalsäure aus, weshalb sich diese in Privatgärten großer Beliebtheit erfreuen
  • Rhabarber kann gut mit Milchprodukten verarbeitet bzw. verspeist werden; das enthaltene Calcium bindet sich mit der Oxalsäure zu Calciumoxalat und wird vom Körper später wieder ausgeschieden

Mehr zu den Rhabarbersorten mit weniger Oxalsäure finden Sie hier in unserem Spezial-Artikel.

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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