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Rhabarber ernten: Wann ist Erntezeit & wie geht man dabei vor?

Rhabarber ist ein Saisongemüse. Auf Grund des steigenden Gehalts an Oxalsäure herrscht bei vielen Ungewissheit, wie lange man die Stangen ernten darf.

Hände halten geernteten Rhabarber

Rhabarber sollte nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt geerntet werden [Foto: julie deshaies/ Shutterstock.com]

Rhabarber (Rheum rhabarbarum) steht vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf dem Speiseplan, denn dann ist traditionell Rhabarber-Saison und somit auch Erntezeit. In diesem Artikel teilen wir mit Ihnen, wie Sie Rhabarber am besten ernten, wann der ideale Erntezeitpunkt ist und was Sie sonst noch beim Genuss des Rhabarbers beachten sollten.

Rhabarber ernten

Es ranken sich einige Mythen um die richtige Erntezeit des Rhabarbers. Damit Sie richtig informiert sind und zum idealen Zeitpunkt Ihre Ernte einfahren, haben wir unsere Tipps für Sie zusammengetragen.

Erntezeit von Rhabarber

Geerntet wird der Rhabarber generell erst im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Die Erntezeit beginnt dann ab dem zweiten Jahr im April und dauert bis zum Johannistag (24. Juni) an. Anschließend sollten Sie Ihren Rhabarber nicht mehr ernten und das aus zwei Gründen: Zum einen, um der Pflanze eine Ruhe- und Erholungsphase zu gönnen und zum anderen aufgrund des Anstiegs des Oxalsäuregehalts.

Hinweis: Menschen, die unter Eisenmangel leiden, sollten Speisen mit Rhabarber nicht zu oder unmittelbar nach anderen Mahlzeiten verzehren. Gicht-, Rheuma- Arthritis- oder Nierenerkrankte sollten grundsätzlich zurückhaltend beim Verzehr von oxalsäurehaltigen Lebensmitteln wie dem Rhabarber sein (hierzu gehören auch Spinat, Rote Bete, Mangold, etc.).

Reife Rhabarber Pflanze

Ab dem 24. Juni sollte Rhabarber wegen dem Anstieg des Oxalsäuregehalts nicht mehr geerntet werden [Ad Oculos/ Shutterstock.com]

Tipp: Durch das Forcieren und Bleichen des Rhabarbers lässt sich der Erntezeitpunkt verlängern. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier in unserem Spezial-Artikel.

Rhabarber richtig ernten

Drehen Sie die Rhabarberstangen vorsichtig und so weit wie möglich am Ansatz heraus. Dabei sollten Sie sichergehen, dass Sie keine Teile vom Wurzelstock abtrennen. Das Abschneiden der Stangen ist nicht zu empfehlen, da durch die Schnittstellen leichter Krankheiten in die Pflanze gelangen können oder diese faulen. Nach dem Herausdrehen ist es wichtig, auch die Blätter zu entfernen, denn diese sowie der Wurzelstock sind giftig. Generell gilt, dass Sie immer nur so viele Stiele auf einmal von der Pflanze nehmen sollten, wie Sie gerade benötigen. So hat die Pflanze noch genügend Blätter, um weiter Photosynthese betreiben zu können und somit Energie für ihr weiteres Wachstum. Das ist auch deshalb wichtig, da Sie die Pflanze vermutlich noch einige Jahre im Garten behalten möchten. Von einer ausgewachsenen Rhabarberpflanze mit einem Quadratmeter Durchmesser können Sie ungefähr 6 bis 8 kg Rhabarber ernten.

Zusammenfassung Rhabarber ernten:

  • Rhabarberstangen vorsichtig herausdrehen
  • Blätter entfernen, da diese giftig sind
  • Nur so viel ernten, wie Sie gerade benötigen
  • Ideale Erntezeit zwischen April und Ende Juni

Profi-Tipp: Die Blätter des Rhabarbers beinhalten Wirkstoffe, mit denen Sie Stammwunden an Obstbäumen behandeln können. Reiben Sie einfach die Blätter an den Stammwunden und diese entfalten ihre Wirkung.

Wenn Sie Ihren Rhabarber nun geerntet haben, gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, ihn haltbar zu machen. Hier teilen wir mit Ihnen unsere Tipps zum Einfrieren, Einkochen und Co.

Geernteter Rhabarber mit Messer

Generell sollte man nur so viel Rhabarber ernten, wie man gerade benötigt [Foto: Diana Taliun/ Shutterstock.com]

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