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Stachelbeere pflanzen: Anleitung & Experten-Tipps

Stachelbeeren schmecken sehr gut und sollten daher in keinem Garten fehlen. Wie Sie beim Pflanzen der Stachelbeere am besten vorgehen, erfahren Sie hier.

Stachelbeere im Topf

Für den Anbau im eigenen Garten eignet sich die Stachelbeere wunderbar [Foto: azem/ Shutterstock.com]

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) gehört zur Gattung der Johannisbeeren (Ribes), weshalb sie der roten (Ribes rubrum) und schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) – abgesehen von Farbe und Größe der Früchte sowie von der Bestachelung – sehr ähnlich ist. Die Farbe und der Geschmack der Stachelbeerfrüchte sind dabei von Sorte zu Sorte sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zu Erdbeeren (Fragaria), Himbeeren (Rubus idaeus) und Heidelbeeren (Vaccinium)werden sie in Supermärkten nur allerdings nur selten angeboten. Wer also nicht auf die gesunden Beeren verzichten möchte, sollte sie unbedingt im eigenen Garten pflanzen.

Stachelbeere pflanzen: Voraussetzungen

Beim Kauf von Stachelbeerpflanzen sollten Sie in jedem Fall auf die richtige Sortenwahl achten. So gibt es Stachelbeerfrüchte in roten, grünen und gelben Farbausprägungen. Neue Züchtungen mit weniger Dornen erleichtern zudem die Ernte. Wegen der hohen Mehltauanfälligkeit sollten Sie außerdem auf möglichst resistente Sorten zurückgreifen und einen geeigneten Standort für Ihre Stachelbeere auswählen.

Der ideale Standort für Stachelbeeren

Die Wildform der Stachelbeere wächst in lichten Wäldern. Daher verträgt sie auch kühleres Klima und halbschattige Standorte sehr gut. Bei einem beschränkten Platzangebot im Garten kann sie auch unter Obstbäume oder als Randhecke gepflanzt werden. Das Wurzelsystem reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe und Trockenheit. Eine gute Bodenstruktur und Wasserführung ist daher unerlässlich.

Stachelbeere an Holzwand

Die Stachelbeere bevorzugt kühleres Klima und halbschattige Standorte [Foto: NIKO_Photographer/ Shutterstock.com]

Im Vergleich zu anderen Beerenobstarten blüht die Stachelbeere sehr früh (April/Mai). Das Holz ist zwar frosthart, die Blüten sind jedoch sehr empfindlich. Daher sind frost- und windgeschützte Standorte vorzuziehen. Trockene Südlagen, die sich im Frühjahr vorübergehend stark erwärmen, sind oft schlechter geeignet als Ost- oder Nordhänge. Wenn Sie in gefährdeten Lagen auf Nummer sicher gehen möchten, sollten Sie besser auf spät blühende Sorten zurückgreifen.

Tipp: Halbschattige Standorte sind für Stachelbeeren optimal, denn eine zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert den Mehltau und in sonnigen Lagen tritt vermehrt Sonnenbrand an den Früchten auf.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Stachelbeeren?

Am besten pflanzen Sie Stachelbeeren während der Ruhephase im Herbst von Oktober bis November. Auf diese Weise können Sie die Winterfeuchtigkeit des Bodens für das Anwachsen nutzen und der Boden kann sich bis zum Frühjahr gut setzen. Falls Sie die Pflanzung im Herbst versäumt haben, können Sie Ihre Stachelbeere aber auch noch im zeitigen Frühjahr pflanzen.

Stachelbeere beim Einpflanzen in Garten

Stachelbeeren sollten am besten im Herbst von Oktober bis November gepflanzt werden [Foto: azem/ Shutterstock.com]

Das richtige Substrat für Stachelbeeren

Die Stachelbeere bevorzugt mittelschwere, nährstoffreiche und durchlässige Böden. Der pH-Wert sollte im leicht sauren Bereich zwischen 6 und 7 liegen. Leichte und trockene Böden sind aufgrund des hohen Wasserbedarfs nicht geeignet. Schwere Böden, die zu Staunässe neigen, sollten Sie darüber hinaus ebenfalls vermeiden. Durch das Einarbeiten von organischen Düngemitteln im Herbst (wie Gartenkompost oder verrottetem Stallmist) kann zudem die Bodenstruktur verbessert und der Wurzelraum der Stachelbeere mit genügend Nährstoffen angereichert werden.

Stachelbeere pflanzen: Anleitung

Für das Pflanzen von Stachelbeeren sind keine umfangreichen Profikenntnisse notwendig. Am besten verwenden Sie ein- bis dreijährige Stachelbeerpflanzen mit kräftigen Wurzelballen, die Sie am einfachsten durch Stecklinge selbst vermehren können. Vor der Pflanzung sollten Sie den Boden tiefgründig lockern und ein ausreichend großes Pflanzloch ausheben. Das Einbringen von Kompost oder verrottetem Stallmist sorgt dabei für eine optimale Nährstoffversorgung während der Wachstumsphase im Frühjahr. Anschließend wird die Pflanze in das Loch gesetzt. Füllen Sie nun mit Erde auf und treten Sie die Oberfläche leicht an. Vergessen Sie nicht, auf das ausreichende Angießen der neuen Pflanze Acht zu geben. Das Aufbringen einer Mulchschicht aus Rasenschnitt vermeidet zudem die Konkurrenz durch Unkräuter und hält die Feuchtigkeit im Boden.

Stachelbeere mit Mulchschicht

Eine Mulchschicht hilft gegen Unkraut und hält die Feuchtigkeit im Boden [Foto: Buslik/ Shutterstock.com]

Kurz zusammengefasst – so gehen Sie beim Pflanzen von Stachelbeeren vor:

1.) Boden tiefgründig lockern

2.) Ausreichend großes Pflanzloch ausheben

3.) Organischen Dünger einarbeiten

4.) Wurzelballen hineinsetzen, mit Erde auffüllen und leicht antreten

5.) Angießen und mulchen

Tipp: Achten Sie bereits beim Pflanzen auf einen ausreichenden Abstand (80 bis 150 cm). Büsche und Hochstämme benötigen etwas mehr Platz als Hecken. Außerdem sollten Hochstämme zusätzlich mit einem Pfahl gestützt werden.

Falls Sie mehr über die Sortenvielfalt der Stachelbeere erfahren möchten, haben wir hier die besten Sorten zusammengetragen.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.

Melissa

Ich bin Journalistin und Autorin mit großer Begeisterung für grüne Themen. Das schließt für mich eine regionale und tierfreie Ernährung genauso ein, wie Bemühungen um eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft. Ökologische Verantwortung sehe ich vor allem auch im globalen Kontext.
Lieblingsobst: Himbeeren und Blaubeeren
Lieblingsgemüse: Feldsalat, Tomate und Aubergine

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