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Bambus düngen: Wann, womit und wie?

Der exotische Bambus ist auch bei uns mittlerweile heimisch. Wir zeigen, wann, wie und womit man den Bambus richtig düngt und mit Nährstoffen versorgt.

Baumbusbaum Äste im Schatten

Bei einem rasanten Höhenwuchs sorgt die optimale Düngegabe für ein sattgrünes Blattwerk [Foto: Yarygin/ Shutterstuck.com]

Bambus (Bambusoideae) ist bekannt für sein rasantes Wachstum. Auch ohne Zutun wächst Bambus wie ein Unkraut dem Himmel entgegen. Doch wenn das asiatische Süßgras (Poaceae) zu seiner vollen Höhe und zu einer sattgrünen Schönheit heranwachsen soll, ist eine zusätzliche Stickstoffdüngung unumgänglich, denn Bambus zählt zu den Starkzehrern mit einem besonderen Bedürfnis nach dem chemischen Element. Die Pflanzen brauchen schließlich viele Nähr- und Mineralstoffe, um genug Energie für den enormen Austrieb aufbringen zu können.

Bambus düngen

Damit Ihr Garten zum Teil sogar auch im Winter in einem grünen Blättermeer erstrahlt, gilt es, Ihren Bambus mit der optimalen Menge an Nährstoffen und Mineralstoffen zu versorgen. Sprich, es muss auf die richtige Düngung geachtet werden. Doch welcher Dünger eignet sich besonders gut für Bambus und wann und wie viel sollte man düngen?

Bambus düngen: Der beste Zeitpunkt

Schon bei der Pflanzung kann der Bambus das erste Mal mit Nährstoffen versorgt werden. Dafür wird die Pflanzerde mit gut durchgereiftem Kompost gemischt. Es gibt auch spezielle Bambuserde, die durch eine angepasste Zusammensetzung das Wachstum fördern soll. Pflanzt man seinen Bambus in Spezialerde, braucht man die ersten drei Monate nicht noch einmal düngen. Die Nährstoffe innerhalb des Substrats, ob Kompostgemisch oder Spezialerde, sollten im Normalfall solange vorreichen und die Pflanze optimal versorgen. Nach dieser Zeit oder bei älteren Pflanzen wird ab Mitte April, kurz vor Austrieb der Halme, gedüngt. Sie sollten insgesamt zwei bis drei Mal im Abstand von etwa vier Wochen zur Nährstoffversorgung Ihrer Wahl greifen. Damit Ihr Bambus möglichst unbeschadet durch den Winter kommt, wird deshalb spätestens Ende August das letzte Mal gedüngt. So haben die neuen Halme noch genug Zeit, um bis zum Frost auszureifen. Bei einer Düngung mit einem Langzeitdünger reicht auch eine einmalige Düngung im Frühjahr, durch diese wird der Neuaustrieb von Halmen gefördert. Wählen Sie dabei einen ökologischen Dünger in Bioqualität, tun Sie damit nicht nur Ihrem Garten, sondern sämtlichen Gärten auf diesem Planeten einen kleinen Gefallen.

Bambus Jungpflanze in Händen

Schon bei der Pflanzung kann man dem Bambus mit dem richtigen Dünger einen Startvorteil verschaffen [Foto: Gita Kulinitch Studio/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen von Bambus?

  • Bei der Pflanzung kann der Pflanzerde Kompost oder ein anderer organische Langzeitdünger untergemischt werden
  • Die erste Düngung erfolgt nach 3 Monaten oder bei bestehenden Pflanzen ab Mitte April
  • Düngen Sie im Abstand von 4 Wochen drei bis vier Mal mit einem organischen Dünger
  • Letzte Düngung erfolgt spätestens Ende August

Bambusdünger: Wie und womit düngen?

Bambus hat ordentlich Appetit, wobei besonders die Versorgung mit Stickstoff, aber auch mit Kalium im Mittelpunkt steht. Ein stickstofflastiger NPK-Dünger eignet sich daher ideal zur Umsorgung Ihrer asiatischen Gartenbegrünung. Es gibt ebenfalls einen speziellen Dünger für Bambus. Dieser versorgt mit einem hohen Stickstoffanteil den Neuaustrieb. Durch Silizium wird die Blattstruktur gestärkt und die Pflanze im Ganzen widerstandsfähiger. Eine zusätzliche Ladung an Kalium macht Ihren Bambus dann noch fit für den Winter. Bei dem Kauf von Düngern sollte man jedoch nicht nur auf die Stoffzusammensetzung achten, denn hinter jedem Produkt steckt mehr als der Zweck. Achten Sie beim Kauf am besten auf organische Düngervarianten. Diese enthalten die Nährstoffe in einer Form, die im Boden in der richtigen Dosis über einen langen Zeitraum freigegeben werden kann. Das erspart Ihnen nicht nur ein ständiges Nachdüngen, sondern minimiert auch das Risiko für eine Überdüngung. Denn nicht nur zu wenig, auch zu viel Nährstoffe schaden einer Pflanze.

Bambus Keimling Entwicklungsphasen in Erde

Organische Langzeitdünger versorgen die Bambuspflanze mit der richtigen Menge an Nährstoffen [Foto: Scorpp/ Shutterstock.com]

Statt Bambusspezialdünger können Sie auch auf Rasendünger wie unseren Plantura Bio-Rasendünger zurückgreifen, denn wie Bambus benötigt auch Rasen einen NPK-Dünger mit hohem Stickstoffanteil. Unser Plantura Bio-Rasendünger bietet dabei eine optimale Versorgung mit organischen Nährstoffen, ohne dabei auf tierische Produkte zurückzugreifen. So fördern Sie auf biologische Weise das Bodenleben und verringern durch eine langsame Nährstoffabgabe im Vergleich zu mineralischen Düngervarianten das Risiko einer Überdüngung.

Tipp vom Profi: Gerade in Gärten mit kaliumarmen Böden unterstützt eine zusätzliche Düngung mit Rasen-Herbstdünger im August den Bambus dabei, frosthärter und robuster zu werden, denn dieser enthält reichlich Kalium. Unser Plantura Bio-Herbstrasendünger bietet dieses Extra an Kalium bei gleichzeitig hochwertiger und tierfreier Bioqualität. Das Kalium hilft bei der Wasserversorgung im Winter und lässt Ihren Bambus so sicherer durch den Winter kommen.

Zusammenfassung: Wie und womit Bambus düngen?

  • Stickstofflastigen NPK-Dünger benutzen; organische Dünger wie unser Plantura Bio-Rasendünger bieten dabei den Vorteil einer langsamen Nährstofffreigabe und eines glücklichen Bodenlebens
  • Spezieller Bambusdünger enthält Silicium für eine gestärkte Blattstruktur und erhöhte Widerstandsfähigkeit sowie Kalium, um die Frosttoleranz zu steigern
  • Entfernen Sie braun werdende und abgefallene Blätter nicht (dazu mehr im folgenden Abschnitt)
  • Eine Düngung mit unserem Plantura Bio-Herbstrasendünger unterstützt die Frosthärte Ihres Bambus

Bambus organisch düngen

Bambus braucht ordentlich Kraft, um zur vollen Größe heranzuwachsen. Organische Varianten sorgen natürlich auch hier in der richtigen Menge für ein ausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Boden. Dabei können Sie auf organische Flüssigdünger und Granulate wie den Plantura Bio-Rasendünger zurückgreifen, aber auch auf folgende Produkte:

Wichtig ist für den Bambus auch Kieselsäure beziehungsweise das darin enthaltene Silicium, denn dieses sorgt für feste Halme. Deshalb sollten die abfallenden Bambusblätter nicht entfernt werden. Denn praktischerweise enthalten die Blätter das benötigte Silicium. Hat sich nicht genug Laub angesammelt oder will man unansehnliche braune Blätter lieber gleich entfernen, kann man mit Schachtelhalmbrühe oder Steinmehl – wie Bentonit oder Lucian-Steinmehl – düngen. Das Ganze wird dann weitflächig und oberflächlich im Wurzelbereich aufgetragen.

Bambus Keimling in Mulch am Boden

Abgefallene Blätter oder Rindenmulch kommen dem Bambus auf natürliche Weise zu Gute [Foto: Aphatsara Leenam/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Eine zusätzliche dünne Schicht aus Rindenmulch speichert zusätzlich Feuchtigkeit und verringert so den Gießaufwand. Auch Unkraut kommt nur spärlich durch die Mulchschicht.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen

Damit Ihr Garten einer asiatischen Stätte der Ruhe gleicht und keinem verwilderten Pandareservoir, gilt es, dem grünen Giganten die richtigen Nährstoffe im angemessenen Umfang zuzuführen. Wir haben nachfolgend für Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Bambusglück mit unserem Plantura Bio-Rasendünger vorbereitet:

  1. Vor der Pflanzung 100 g/m² (0,2-Liter-Glas) unseres Plantura Bio-Rasendüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten
  2. Boden und frisch eingesetzten Bambus gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann
  3. Bei der Pflegedüngung ab Mitte April sollten Sie nochmals drei bis vier Mal im Abstand von 4 Wochen 40 – 60 g/m² (mind. 10 Teelöffel) düngen
Plantura Bio-Rasendünger
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Bambus mineralisch düngen

Falls Sie Ihren Bambus im Topf oder Kübel halten, zum Beispiel weil der Bambus Ihren Wintergarten ziert oder zum Überwintern ins Winterquartier muss, können Sie auch einen mineralischen Flüssigdünger im Gießwasser ausbringen. Allerdings sollten Sie Blaukorn und Co. nur vorsichtig und schwach dosiert verwenden. Am besten verzichtet man jedoch wegen des hohen Salzgehalts auf mineralische Dünger bei Bambus. Nutzen Sie stattdessen lieber einen organischen Dünger, um sich bei der Topfkultur einige Düngegänge oder sogar Verluste durch Überdüngung und Versalzung zu ersparen. Sinnvoll ist der schnelle Energieschub durch mineralische Dünger, wenn Ihr Bambus durch Magnesium-, Silizium- oder Stickstoffmangel gelbe oder braune Blätter bekommt. Hier können Sie zur schnellen Hilfe auch auf einen mineralischen Dünger zurückgreifen. Die schnelle Nährstofffreigabe ist im Notfall von Vorteil, aber wirklich nur dann. Besser ist es, präventiv zu handeln und schon im Frühling auf Langzeitdünger zu setzen.

Glücksbambus auf Holzkisten

Durch Langzeitdünger kann ein Nährstoffmangel bei Topfpflanzen schon im Vorhinein verhindert werden [Foto: New Africa/ Shutterstock.com]

Bambus mit Hausmitteln düngen

Sie können zur Versorgung Ihres Bambus auch eine Jauche aus Brennnesseln oder Beinwell aufsetzen. Dabei werden die Pflanzenreste für zwei Wochen in Regenwasser eingelegt. Die Jauche ist schließlich fertig, wenn sie nicht mehr blubbert. Das Ganze wird im Verhältnis eins zu zehn mit Wasser verdünnt und zum Gießen genutzt. Auch andere Hausmittel wie Kaffeesatz bietet ungeahnte Mengen an Stickstoff. Er wird einfach im Wurzelbereich verteilt oder zum Gießwasser hinzugegeben. Eine Rundumversorgung bringt ein Mix aus Kaffeesatz und Hornspänen. Diese Kraftmischung wird oberflächlich in die Erde im Wurzelbereich eingearbeitet. Anschließend wird noch eine Schicht aus Rasenschnitt aufgetragen. Jedoch hat der Kaffeesatz auf den Boden-pH-Wert eine senkende Wirkung, wodurch es zu einer Versauerung kommen kann. Bei einem sauren Boden-pH können als Hilfsmaßnahme aber einmal jährlich zerstoßene Eierschalen in den Boden einarbeiten werden. Diese stellen Kalk bereit und erhöhen so den pH-Wert.

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