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Bananenpflanze erfolgreich überwintern & umtopfen

Im Sommer verweilt die Bananenpflanze oftmals im Freien. Doch wie wird die Bananenpflanze erfolgreich überwintert? Wir haben hilfreiche Tipps und Tricks.

Bananenpflanze im Topf mit Erdsack

Mit einer winterharten Banane ersparen Sie sich den jährlichen Neukauf und die Strapazen einer erneuten Pflanzung (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Alle bis auf eine Art der Banane (Musa) kommen aus dem tropischen bis subtropischen Regionen Asiens sowie aus dem westlichen Pazifikraum. Daher sind sie reichlich Sonne und Wärme gewöhnt. Nur sehr wenige Arten sehen in ihrer Heimat gelegentlich mal etwas Schnee. Daher kommen die exotischen Stauden mit unseren frostigen Wintern meist nicht zurecht. Trotzdem erspäht man auch in unseren heimischen Gärten immer häufiger ausgepflanzte Bananen. Der Trick hierbei ist die Wahl der Art. Mit einer winterharten Banane ersparen Sie sich den jährlichen Neukauf und die Strapazen einer erneuten Pflanzung. Allerdings überstehen auch die winterhärtesten Bananen den hiesigen Winter nur gut eingepackt. Wir zeigen Ihnen, welche Bananen ganzjährig im Garten überleben.

Auswahl winterharter Bananenpflanzen

Es ist kaum vorstellbar, dass es Bananen auch bei uns über den Winter schaffen. Doch die Japanische Faserbanane (Musa basjoo) übersteht gut eingepackt auch den mitteleuropäischen Winter. Es gibt extra frostharte Sorten wie ‚Nana‘ und ‚Saporro‘, die für die Auspflanzung in unseren Breitengraden gezüchtet wurden. Sie werden häufig auch unter dem Namen „Garten-Banane“ verkauft. Die Blätter sind bis -3°C winterhart. Bei tieferen Temperaturen stirbt der oberirdische Teil ab und die Pflanze überwintert unterirdisch als Rhizom. So werden Temperaturen bis -12°C ohne Probleme überstanden. Im Frühjahr treibt die Banane dann wieder neu aus.

4 Musa basjoo (Japanese Banana)

Die Japanische Faserbanane bildet nach einem milden Winter sogar Früchte aus [Foto: Vahan Abrahamyan/ Shutterstock.com]

Weitere Arten wie Musa sikkimensis (winterhärteste essbare Früchte tragende Art), Musa itinerans (Sorte ‚Burmese Blue‘ ist gut winterhart), Musa balbisiana, Musa cheesmanii, Musa yunnanensis gelten als bedingt winterhart. Sie vertragen kurze Phasen mit leichten Minusgraden, da die Arten aus dem Hochgebirge stammen und im Winter auch mal ein wenig Schnee zu Gesicht bekommen. Es ist möglich Pflanzen dieser Arten in Regionen mit mildem Winter draußen zu überwintern. Ob die Pflanzen im nächsten Jahr wieder austreiben, ist jedoch je nach Strenge des Winters mehr oder weniger ungewiss.

Bananenpflanzen überwintern: Optimale Bedingungen

Im Winter können die Temperaturen auch mal unter die -12°C-Grenze fallen. Damit Ihre Banane auch solche Extremtemperaturen übersteht, braucht sie einen ordentlichen Winterschutz. Gehen Sie bei ausgepflanzten Bananen wie folgt vor:

  • rund um den Stamm vier Holzlatten in den Boden einschlagen
  • Holzlatten mit Hasendraht oder Isoliermaterial umwickeln
  • Hasendraht/Isoliermaterial mit Seil fixieren
  • Zwischenräume dicht mit Herbstlaub oder Stroh ausstopfen
  • alles mit dicker, diffusionsoffener Folie (Mulchgewebe) umwickeln
  • Gießen: Erde nicht austrocknen lassen
  • Düngen: monatlich mit Flüssigdünger im Gießwasser
  • Bei Neuaustrieb wieder auspacken

Als Isoliermaterial können Dämmplatten oder alte Matratzen genutzt werden. Anstatt von Mulchgewebe kann auch Noppenfolie verwendet werden. Da diese nicht luftdurchlässig ist, werden über dem Boden circa 10 cm frei gelassen. Zum Schutz vor Regen wird ein Regenschutzdach aus Folie oder Wellbitumen-Dachplatten aufgestellt. Heben Sie das Schutzdach zum Lüften zwischendurch an.

Bananen drinnen überwintern: 

Die Temperaturen im Winterquartier sollten 5°C über einen längeren Zeitraum nicht unterschreiten. Die meisten Sorten fühlen sich bei  10°C am wohlsten. Ein heller Keller oder Wintergarten sind daher die idealen Winterquartiere. Einige Sorten mögen es auch wärmer. Zu warm mögen es Ihre Bananen aber nicht, denn die Pflanzen brauchen eine Winterruhe von etwa drei Monaten, damit sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben. Stehen die Pflanzen in beheizten Räumen ist ihnen diese Winterruhe nicht vergönnt. Dies führt zu einem Wachstumsstopp von einigen Wochen bis Monaten. Doch nicht nur das ist zu berücksichtigen, denn bei der Überwinterung von Bananen gilt: Je wärmer, desto heller muss die Banane stehen.

Bei Bananen, die in geheizten Räumen überwintert werden, können unsere kurzen, dunklen Wintertage so schnell zum Problem werden. Denn auch an Fensterplätzen wird oft eine zusätzliche Lichtquelle nötig. Eine unzureichende Versorgung mit Licht äußert sich hierbei durch das Abwerfen von Blättern. Die Pflanzen erholen sich im Frühjahr aber meist wieder. Auch die trockene Heizungsluft wird bei Zimmerbananen im Winter schnell zum Problem. Besprühen Sie die Pflanze daher mehrmals täglich mit Wasser und verwenden Sie einen Luftbefeuchter. Außerdem gilt:

  • Gießen, wenn sich das Substrat vom Topfrand löst
  • Regelmäßig auf Schädlinge untersuchen
  • Düngen: Monatlich mit Flüssigdünger im Gießwasser

Bananenpflanzen umtopfen

Bananenstauden wachsen mit einem beeindruckenden Tempo, dementsprechend schnell verfliegt die Zeit, bis ein größerer Topf fällig wird. Etwa alle ein bis zwei Jahre wird es Zeit dafür. Nehmen Sie aber auch kein zu großes Gefäß. Ansonsten dauert es zu lange bis Ihre Banane gut anwurzelt und die nötige Standfestigkeit im Topf erlangt. Auf Folgendes ist zu achten:

  • Am besten Tontopf/-kübel mit Abflussloch verwenden
  • Drainageschicht am Boden auslegen
  • Topf mit Substrat befüllen
  • Nicht zu tief einpflanzen
  • Erde ordentlich andrücken, damit die Banane fest im Kübel sitzt
wachsende Bananenpflanzen in Töpfen

Bananenstauden wachsen mit einem beeindruckenden Tempo [Foto: Radovan1/ Shutterstock.com]

Bananenpflanzen haben eine sehr überschaubare Lebensspanne. Nach einigen Jahren werden die Blätter zunächst gelb, dann braun und schließlich stirbt die Pflanze ab. Dieser Zeitpunkt kann genutzt werden, um die sterbende Mutterpflanze zu entfernen, entstandene Ausläufer abzutrennen und diese in einen neuen Topf zu setzen. Doch nicht nur am Sterbebett Ihrer Bananenstaude entstehen Ausläufer. Lassen Sie die sich bildenden Baby-Bananen nicht zu groß werden, sondern entfernen Sie diese rechtzeitig und geben ihnen ein eigenes Zuhause. Auch Pflanzen wollen nicht ewig bei Mama wohnen, sondern auf eigenen Wurzeln stehen.

Folgende Produkte empfehlen wir für Bananenpflanzen:
  • Floragard Zitrus- und MediterranpflanzenerdeGebrauchsfertige Spezialerde zum Pflanzen von mediterranen Kulturen. Ausgewogen dosierte Dünger sorgen für gesundes und kräftiges Wachstum.
  • Floragard Aktiv Grünpflanzen- & Palmenerde: Spezialerde zum Topfen und Umtopfen von Palmen und Grünpflanzen. Tongranulat sorgt für eine stabile Struktur sowie eine optimale Luft- und Wasserversorgung. Der Naturdünger Guano versorgt Ihre Pflanzen optimal und langanhaltend mit Nährstoffen.
  • Cuxin Universaldünger plus: Verbessert die Bodenstruktur, liefert Humus sowie Nährstoffe für Obst-, Gemüse- und Ziergarten und stimuliert das Bodenleben.

Bananenpflanzen überwintern: Vorher abschneiden?

Der oberirdische Teil der Bananenpflanze stirbt bei starkem Frost ab. Daher kann man dem Ganzen auch getrost zuvorkommen. Nach dem ersten Frost werden die erfrorenen Blätter abgeschnitten und der Scheinstamm der Banane mit einer scharfen und sauberen Säge auf etwa einen Meter eingekürzt. Dieser Rest schützt das Rhizom. Das abgeschnittene Material wird kleingehäckselt und landet auf dem Kompost oder wird als Mulchmaterial verwendet. Die eingekürzt Banane kann mit der richtigen Pflege im August schon wieder auf eine Höhe von drei Metern herangewachsen sein.

Unser Tipp: Bestreuen Sie den Schnitt am Stamm mit Kohlepulver, damit keine Krankheitserreger in die Wunde eindringen können.

Virginia

Ich studiere Pflanzenbiotechnologie und sehe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.
Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

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